Garmin Virb Ultra 30: Das Sensibelchen

 

Tags: #Actioncam, #Garmin

 

Testankündigung und Infos: Garmin Virb Ultra 30 mit UW Gehäuse

 

Filmkameras hat man heutzutage oft gleich mehrere dabei. Die Handy-Kameras oder auch die oft mit Zoom Objektiven ausgestatteten Kompaktkameras machen mit Sicherheit bessere Bilder als die meisten Action Cams. Aber, sie sind meist nicht für ‚Action‘ geeignet, sind empfindlich, oder können nicht Wind und Wetter ausgesetzt werden. Die Action Cam Filmerei lebt von der Perspektive und eben von der Aktion. Das bedeutet im Umkehrschluss, wer wirklich interessante und qualitativ hochwertige Filme drehen will, muss Schneiden lernen und auch Filmsequenzen von hochwertigeren Kameras einbinden können.

 

Die Action-Kameras wie die Virb Ultra 30 (und deren Konkurrenten) haben bei Funktionen und Bedien-Komfort um einiges Nachgelegt.

Die Virb Ultra lässt sich auch mit (englischen) Sprachbefehlen bedienen, hat ein ansprechendes Farbdisplay, das sich auch durch die wasserdichte Abdeckung bedienen lässt und kann mit gleich 2 eingebauten Mikrofonen auch passable Sounds aufnehmen. Natürlich gibt es noch kein Zoomobjektiv oder eine Entfernungseinstellung, dafür aber eine verbesserte Bildstabilisierung.

 

Das Wabern von vielen Motorradfilmchen ist längst nicht mehr so schlimm, aber von den Möglichkeiten von Kameras mit vielen optisch-Analog einstellbaren Features ist man noch weit entfernt. Die Action Filme leben vom großen Bildwinkel und den vielen ungewöhnlichen Möglichkeiten, die Kamera am Motorrad zu befestigen.

Für die neue Virb gibt es da viel Zubehör. ENtgegen dem offiziellen Preis (429,99€ ist der Straßenpreis: mittlerweile bei 340 € [2017] angekommen.

 

Zu den neuen Features gehört, dass während der Aufnahme nun Geschwindigkeit, Höhe und Distanz gespeichert werden. Das kann man sich auch komfortabel in Virb Edit anzeigen lassen.

 

Die Sprachsteuerung ist ein praktikables Feature, das auf Rufweite (keine Störgeräusche) funktioniert: Befehle müssen auf Englisch gesprochen werden und umfassen die Aktionen Starten und Stoppen der Aufnahme, Fotos machen oder Lesezeichen setzen. Ein wenig kommt die Vermutung auf, dass diese Standby- Bereitschaft und der häufige GPS Positionsabgleich für den großen Stromhunger verantwortlich sind.

 

G-Metrix nennt Garmin die im GPS integrierten Sensoren, die die G-Kraft, Höhe, Geschwindigkeit, Ausrichtung und verschiedene andere Leistungswerte erfassen. Die Daten werden automatisch als G-Metrix Daten gespeichert. Wer zusätzlich weitere ‚Ereignisse‘ erfassen will, kann dies über externe ANT‍+ Sensoren oder andere Garmin Geräte und kompatible Bluetooth Sensoren wie OBD-II-Sensoren (Fahrzeug) tun. Beim Filmschnitt kann darauf zurückgegriffen werden. Ob jeder ‚Extremwert‘ zu gebrauchen ist, ist natürlich fraglich. Eine Hilfe kann die G-Metrix dennoch sein.

 

Eine andere Funktion erleichtert das Teilen bzw. ‚HD-Live-Streaming mithilfe der VIRB® App. Diese Funktion haben wir nicht getestet. In diesem Zusammenhang sei nur erklärt, welche Formate die Kamera erzeugt und in welchen Ordner sie liegen:

Fotos werden im jpg-Format gespeichert, bei hochauflösenden Filmen wird das mp4-Format bevorzugt. Als .glv tauchen die Filme für die Displayansicht in niedriger Auflösung mit dem gleichen Namen wie die mp4-Datei im Ordner auf. Thm ist das Format für Bilddateien in Thumbnail-Größe, die nur eine Vorschau auf Bild oder Video anzeigen. Dann befinden sich noch .fit-Dateien im Ordner, in der alle G-Metrix Daten (Beschleunigung, Gyroskop, Höhe, Kompass) aufgezeichnet sind.

 

Aus Schaden wird man klug

 

Bevor man unter Wasser geht oder sich starkem Regen aussetzt, sollte man genau nachschauen, welche Abdeckung (Wassersport- Höhenmesser-Abdeckung) man gerade für das UWG Gehäuse verwendet. Nur die eine ist dicht, die andere hat Löcher für Sensoren und Mikro. Das kann ins Auge gehen. Garmin hat die Abdeckungen mittlerweile mit einem auffälligen Aufkleber versehen. Ein ähnlicher Fauxpas passierte uns mal mit einer GoPro…

Beeindruckend, wie gut sich die Kamera trotz UWG Gehäuses bedienen lässt. Ohne das Gehäuse geht es auch kaum, weil die Cam nirgends festgespannt werden kann.

 

LED Status lässt jederzeit Aufschluss, was gerade passiert. Alle Zubehörteile und Mounts sind bewährt. Es gibt kaum etwas, was es nicht gibt. Helmhalterung, verschiedene Befestigungen für Lenker, zur Not gibt es noch den vielfältigen Ram Mount Baukasten für Fotozubehör. Damit bekommt man die Virb überall befestigt. Das Zubehörangebt bezieht sich auch auf Kabelage, Stromversorgung, Sensoren bis hin zu Apps oder einem Hunde Harness (!).

 

Zum Schneiden sind wir kaum gekommen im Test. Wichtig ist, einen zweiten Akku dabei zuhaben, die Virb kann mit ihrem 15 mm Objektiv (Kb-Äquivalent) klassen-üblich mit einem Superweitwinkel aufwarten in dem es wiederum 2 Fotoformate gibt (Info: Trialgierig.com).

 

Fazit:

Bei den Virbs hat sich etwas getan. Aber auch die Konkurrenz schläft nicht. Die GoPro Black 5 hat auch eine Sprachsteuerung einen Touchscreen, Frontdisplay setzt aber auf die teilweise als nervig empfundene Eintasten-Steuerung. Immerhin ist hier auch die Displaybedienung möglich. Mit gut 469 € ist sie auch eine Ecke teurer.

Ein durchaus harter Konkurrenz-)Kampf bei dem Garmin mächtig aufgeholt hat.

 

 

Minus

  • Kurze Akkulaufzeit zwingt zur Mitnahme eines Zweit-Akkus: 10 GPS Messungen pro Sekunde, Sprachsteuerung fordern ihren Tribut
  • Farbbrillanz könnte besser sein
  • Relativ hohe Zubehörpreise

 

Plus 

  • 4k möglich bei 30 Bildern pro Sekunde
  • Menüführung intuitiv & benutzerfreundlich
  • Vielfältige LEDs geben Aufschluss, was gerade passiert
  • Sehr gutes Benutzerhandbuch
  • Einfache und wirkungsvolle Fernbedienung Virb Remote Control (50€) 

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Letzte Änderung: 24.04.2017
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