Brainstorming Alpenreiseziele

 

Eugen E. Hüsler ist auf MR schon als Lieblingsautor bekannt. Er hat Erfahrungen und ist ein Alpinist (und Abenteurer?) der ersten Stunde.

 

Als Autor ist Eugen Hüsler ein Meister der Recherche und ein Kenner des gesamten Alpenbogens. Die Bilder zu seinen Büchern steuern die besten Fotografen im deutschsprachigen Alpenraum bei: Bernd Ritschel, Iris Kürschner, Manfred Kostner oder Bernhard Steinhilber. So entstehen lesens- und sehenswerte Bücher und Bildbände.

 

Das 100 Highlights in den Alpen-Buch ist insofern eine gute Lektüre, weil es neben bekannten Highlights & Gassenhauern der Alpen (Zermatt und Matterhorn) auch ziemlich unbekannte Ziele anspricht, die nicht jeder im Repertoire hat. Viele eignen sich auch für Motorradtouren zu schönen Orten, die aber nicht überlaufen sind wie die Sella-Ronda in den Dolomiten.

 

Hier ein kleiner Auszug, gemäß unserer (vorwiegend italienischen) Vorlieben:

Greina: Zwischen Graubünden und Tessin liegen auf der Alpen Wasserscheide die Greina Berge. Zufahrt gibt es nur über das Tessin (Sosto) und Vals (Graubünden). Durch das Verhindern eines gigantischen Wasserkraft-Projektes wurde hier die Natur gerettet. Was es hier auf jeden Fall gibt: unberührte Natur.

 

Bekannter schon ist der Bergriese Monte Viso (oder Monviso), der in herausragender Lage (3841m) in den Cottischen Alpen liegt. Lange Trekking Touren führen um seinen Gipfel herum, Top Alpenpässe (die nicht stark befahren sind) liegen an seinen Flanken: Col Agnel, Chateaux Queyras oder das Ristolas Tal. Nicht versäumen sollte man laut Buch auch in der Nähe das Valle Maira, den Naturpark Marguarais, in dem nun auch die Roa Marenca Straße (zwischen Mondovi und Garessio). Auch im Buch: die herrlichen Gegenden und Schluchten des Vercors (F, Isère und Drôme), das Val Grande. Ein unbekannter Leckerbissen und lohnendes Ausflugsziele ist sicherlich auch die Landschaft des Wildflusses Tagliamento (und Meduna) im Friaul. Dort, wo die Berge auf die Ebene treffen, entfaltet sich das natürliche Flussbett des Tagliamento. In Europa äußerst selten, denn in bewohnten Zonen ging man oft dazu über, Flüsse zu begradigen, Altarme abzutrennen, Deiche zu bauen oder den Bachlauf gar in Betonflussbetten zu zwängen. Dem Tagliamento blieb dieses Schicksal bisher erspart. Doch existieren Pläne das zu ändern. Bisher bietet das breite Kies-Flussbett (aus der Luft betrachten!) unzählige kleine Wege, Schwemmzonen und unglaublich viel Platz, um seinen Lauf zu ändern. Nicht weit von hier: Die Hügel des Proseccogebietes, Udine und dazwischen am Alpenrand entlang die traumhaften Panoramastraßen.

 

Der Autor spart auch nicht mit Kritik, wenn zum Beispiel im Karwendel, zwischen Lenggries und Mittenwald der Isar zu Gunsten der Wasserkraft arg das Wasser abgegraben wurde, aber eine Gemeinde immer noch mit der großen ‚Flößertradition‘ versucht, längst Vergangenes in bare Münze umzuwandeln. Auch das macht ein gutes Buch aus, nicht nur die herausgeputzte, idealisierte Hochglanzwelt.

 

 

Eine Ergänzung des Buches, nun aber rein für Wander-Ambitionierte, bietet das neue Buch von Eugen Hüsler, Peter Deuble und Markus Meier:

Die schönsten Wanderhütten der Alpen: 234 nur zu Fuß erreichbare Hütten

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Letzte Änderung: 26.03.2018
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