Full HD Filme = zu viele Daten?
Helmkameras von Midland und Drift Innovation
Aktion-Kameras sind beliebt und liefern eine frappierende Bildqualität, von der man vor wenigen Jahren noch geträumt hat. Leider sind die Datenmengen im HD-Zeitalter so hoch, dass die Computer schnell vor der zu verarbeitenden Datenmenge kapitulieren. Es fallen teils sehr große Files im mov- und MPEG4-Format an, die nur schnellste Computer mit flotten Grafikkarten flüssig weiterverarbeiten können. Der Laie ist da schnell überfordert. Wir empfehlen zur Weiterverarbeitung das Programm MAGIX Video deluxe 17 Premium, das es in einer 30 Tage-Testversion im Download gibt. Alternativ eignet sich auch Xmedia Recode oder Squared 5. Computer-Prozessoren sollten über eine mehr-Kerntechnologie und ausreichend Arbeitsspeicher verfügen, eine Alternative wäre Adobe Premiere Elements (Mac-Programm Empfehlung: iMove). In jedem Fall sollte der Film erst gesichert und dann erst ‚auf der Festplatte‘ geschnitten werden.
Drift Innovation: HD 170
Die Nachteile: Die HD 170 ist relativ groß (133x50x33) und ihre Dateigröße im HD-Modus immens. Dafür kann man große und größte SD Karten in das Gerät stecken, oder direkt vom Gerät auf einen Flachbildschirm mit AV-Eingang übertragen.
Bei optimal geladenem Akku (per MiniUSB kann auch die Bordsteckdose angezapft werden) läuft die Kamera fast 3 Stunden (1100 mAh). Ein 1700 mAh Akku für 5 Stunden gibt es gegen Aufpreis im Zubehör bei blickvang.com. Gespeichert wird auf bis zu 32 GB SDHC großen Speicherkarten. Im Lieferumfang befinden sich eine Fernbedienung (5 Meter) und verschiedene Halterungen für Bike, Auto und Fahrrad. Mit einem Adapter (wird im Herbst 2011 nachgereicht) kann am Mikrofoneingang ein externes Mikro angeschlossen werden. Nach der Aufnahme können mithilfe des AV-Kabels sofort auf einem Fernseher alle Videodateien angesehen werden, oder einfach per USB-Kabel direkt auf den Computer überspielt werden.
Die Auflösung für Fotos beträgt 5 Megapixel, der Weitwinkel bei Bildern und Videos in 720p HD beträgt volle 170° und angepasste 127° bei 1080p Auflösung. Der Fotomodus bietet außerdem eine Serienbildfunktion. Die versprochenen Zoom- und Zeitlupenfunktionen entsprechen eher der Theorie: Digitalzoom und langsameres Abspielen bei mit hoher Framerate aufgenommenen Sequenzen sind eher umständlich zu bedienen und nicht sehr praktikabel.
Das Gehäuse macht einen robusten, gut verarbeiteten Eindruck und ist bis zu einer Tiefe von 50 cm sogar gänzlich wasserdicht. Zum Motorradfahren ist die Kamera ausreichend geschützt.
Die Linse kann um 360° gedreht werden, somit ist ein gerades Bild garantiert, egal in welcher Position die HD170 montiert wird. Damit man weiß wo oben ist, ist die Linsenfassung mit einem Strich gekennzeichnet. Auch die Tonqualität ist dank dem eingebauten Mikrofon klar, die Empfindlichkeit kann in mehreren Stufen eingestellt werden. Ein eingebauter Lautsprecher sorgt für direkte Tonwiedergabe beim Abspielen von Videoclips. An einen Mikrofoneingang kann ein hochwertigeres Mikrofon eingestöpselt werde um eine weitere Tonspur aufzuzeichnen.
Fazit: Voll ausgestattete, große Kamera, die wegen Monitor und Einstellungsmenü wenig Wünsche offen lässt. Bei der Bildqualität fielen extreme Rottöne und leichte bildinterne Verzerrungen auf. Die Schärfe bleibt davon unberührt.
Lieferumfang:
HD 170 Kamera, Fernbedienung, Lenkerhalter, Brillenhalter, Kopfband, Helmband, Universalclip, Klettband, Klett/Klebefläche, AV Kabel, USB Kabel, 1100 mAh Akku, Quick Guide, Extra: stabile Kamera Autohalterung, die wir auch an einem Motorradkoffer nutzten.
Midland: XTC-200
Die Midland XTC 200 schafft eine völlig ausreichende Auflösung von 1280 x 720 bei einem Bildformat von 16x9 und 30 fps hat nur einen wichtigen Schalter: den On-Off/Rec-Schiebeknopf. Damit gelingt die Bedienung auf Anhieb und die Ergebnisse können sich sehen lassen: außer einer Verzerrung im äußeren Bildbereich des 140° Weitwinkelobjektives sind Schärfe und Farben sehr nah an der Originalgetreue. Der SD Modus läuft bei der keinen XTC 200 bei 640 x 480 Pixel und 60 fps.
Auch die Belichtungsmessung meisterst die Onboard-Cam bravourös: Die Belichtung wird zügig und stufenlos weich den etwas schwierigen Gegebenheiten (heller Himmel, meist dunklerer Bildvordergrund) angepasst. Bei der Tonaufnahme sind die Bässe naturgemäß etwas schwach ausgeprägt, die Cam reagiert aber eher empfindlich. Bei schnellerer Fahrt sollte das Mikro mit einem Klebestreifen abgeklebt werden, damit Windgeräusche nicht zu hochfrequent stören.
Fazit: Die Midland XTC-200 ist sehr klein und stört so bei allen möglichen Aktivitäten kaum. Am Helm schaukelt nichts und auch die Akkulaufzeit geht mit knapp 3 Stunden in Ordnung. Dass es wenig Einsellmöglickeiten gibt, stört sonst wenig, denn Grundeinstellungen und Bedienung sind dadurch sehr einfach geblieben. Zu beklagen gibt es auch hier die Dateigröße, schlimmer ist aber, dass alle Dateien auf dem Datenträger dasselbe Aufnahmedatum haben und sich nur im Dateinamen unterscheiden. Da kann man schnell mal durcheinander kommen, wenn man nicht alle Dateien gleichzeitig von der Kamera holt und auch gleich beschriftet. Wer mit Midland in der HD Liga spielen will, greift zur im Sommer 2011 neuen XTC-300.
Technische Daten:
Auflösung: 1280 x 720
Gewicht 93 g
Weitwinkelobjektiv 140° HD 720 p
Bildformat: 16 : 9
One Touch Anwendung: ON-OFF/REC
Aufnahmezeit HD 720 p: 7 Std. mit 32 GB Micro SD-Karte
Micro SD-Karte: bis 32 GB
Akkulaufzeit: 3 Stunden
Lieferumfang: Helmbefestigung, Fahrradhelm-/
Skibrillenhalterung, Lenkerbefestigung, USB-Kabel,
KFZ-Lader, Steckerlader, Li-Ion Akku (900 mAh)
Zubehör: XTA-301 Schutzgehäuse, wasserdicht bis 30 m


-c2fbfdd1.jpg)














oben