Stadler Motorradbekleidung ab 25°C

Weniger ist mehr: Im Sommer

Achtung: Produktupdate: Stadler Sun & Shine sind sehr ähnlich konzipiert.

Rein kalendarisch nähern wir uns dem Hochsommer. Und die Feuertaufe hat die Stadler Sommer-Kombination Sunseeker (Jacke) und Sundancer (Hose) schon in Mittelitalien hinter sich gebracht. Es hört sich seltsam an, aber wer den seltenen Komfort von Bekleidung ohne Membrane bei Hitze einmal ausprobiert hat, wird ihn nicht missen wollen. Deshalb hat Stadler diese Kombination kreiert, die es im ‚Premiumsegment‘ für vergleichsweise kleines Geld zu kaufen gibt. Hose und Jacke lassen sich mittels Verbindungsreißverschluss koppeln und verfügen über eine Menge luftiger Details: Sunseeker hat neben extrem langen Oberarm-RV’s (zur Lüftung) in Brust und Bauchbereich 4 grobe Mesh-Einsätze, die für ständige Zirkulation der warmen Sommerluft sorgen. An einem ebensolchen Einsatz am Rücken kann der Fahrtwind wieder entweichen. Das funktioniert um so stärker, je mehr man die Oberarm RV’s öffnet. Dazu kommt, dass das Corduragewebe ohnehin bei etwas Winddruck durchlässig ist. Wehe nur, wenn es trotz Sommer anfängt zu regnen, dann hilft nur die gute alte Regenkombi – oder Stadler's multifunktions-Version dieser Kombi, der 'Traveler' zu dem noch eine Weste und eine wasserdichte Unterjacke gehört.

Sundancer macht es ähnlich, hier sitzen die Mesh-Einsätze auf den Oberschenkeln, gleich oberhalb des Stretchteiles im Kniebereich. Aus Sicherheitsgründen kommt die Hose mit Knox Protektoren (Knie, Hüfte) ohne Lüftungs-RV‘s aus. Ein Futter ist bei beiden Teilen nicht vorgesehen. Die Hose weist durchdachte Details auf, wie dünneres, feineres Cordura in den Kniekehlen, RV-Taschen und eine Hüftweitenverstellung.
Dummerweise mussten Seeker und Dancer auch einen Sturz in der Scannoschlucht/Abruzzen überstehen. Das taten sie auch ohne Beschädigung des in ihr steckenden Menschens. Die Rutschspuren sind zu vernachlässigen. Leder findet man an beiden Teilen an sinnvoller Stelle: Im Schritt, am Kragen oder an der Weitenverstellung der Arm-/Ellenbogenprotektoren. Dort finden sich auch die einzigen dezenten Reflexstreifen der Kombi.

In die Sommerjacke ist gleich ein weitenverstellbarer Nierengurt integriert. Und nun wird es eng: Zwei Mini-Außentaschen reichen fast nur für Schlüssel, Ohrstöpsel oder Handy, alles weitere muss in den zwei Innentaschen verstaut werden und trägt dick auf. Ich fuhr dann doch lieber mit einem Hüftgürtel als Brieftasche. Sinken die Temperaturen mal derbe unter 20°C ist es bald vorbei mit dem Sommerkomfort. Der ist absolute Spitze, das merkt man dann, wenn nebenan an der Ampel bei 35°C jemand mit einer ‚fully loaded‘ Gore-Tex Montur anhält … Da sich bei Sundancer und Sunseeker die Mesh-Lüftungen nicht von innen verschließen lassen, sollte man sich gegen Abend einfach etwas warmes drunter ziehen.

Kleine Kritik: Die Ärmel könnten auf der Unterseite als Kastenärmel geschneidert sein, sodass beim Arme heben die Jacke nicht mehr hochrutscht. Ein Rückenprotektor gehört nicht zum Lieferumfang (und auch nicht zum Konzept einer luftigen Jacke). Seit 2011 haben Sunseeker und Sundancer Nachfolger bekommen. Sun und Shine finden Sie hier auf der Herstellerseite.

Letzte Änderung: 01.01.1970
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