Rider Update: Mehr POI und

Rider nass
Rider nass

 

Im Frühjahr 2017 brachte TomTom den neuen Rider 450 heraus. Ähnlich wie bei den Garmin Zumos, kommt hier eine Art großes Softwareupdate zum Tragen, das gar nicht, bzw. im Falle von TomTom, nur mit geringen Hardware-Änderungen verbunden ist. Auch bei Garmin musste man komplett neue Geräte kaufen, um in den Genuss neuer Software-Funktionen zu kommen (Zumo 390 ⇒ 395 und 590 ⇒ 595). Der Rider 450 ist äußerlich mit dem 410er völlig gleich, Updates und Neuerungen betreffen nur die Software, bzw. Firmware. Zum Beispiel regelt der Neue die Display-Helligkeit nicht nach tatsächlichem Lichteinfall, sondern Software-seitig nach Uhrzeit (und Position). Lediglich die nun dunkelfarbige Aluschiene auf der Rückseite ist ein Unterscheidungsmerkmal zwischen 410 und 450er Rider.

 

Viel Wirbel hat TomTom um die nun in zwei Stufen einstellbare Displayempfindlichkeit gemacht. Dieses Feature ist bei Smartphones bereits klassen-üblich, war bei einem Navi mit kapazitiven Display nun auch angebracht. Was bisher viel Kritik einbrachte, ist das die Bedienung dadurch trotzdem nicht besser geworden ist. Nutzer schreiben häufig darüber, dass Regentropfen ihr Gerät bedienen. Wir meinen: Mit dicken Handschuhen ist ein kapazitives Display sowieso nicht die beste Wahl. Ohne, oder mit dünnen Handschuhen funktioniert der 450er sowie der 410er jedenfalls so, wie die meisten Smartphones.

 

 

Beim Durchblättern der Menüs findet man die zweistufig einstellbare Touch-Empfindlichkeit des Screens und auch die neue Konfiguriermöglichkeit der POI-Listen, die auf der Karte eingeblendet werden können. Andere Neuerungen sind ebenfalls rein von der Service-Seite, der Rider warnt nun vor Unfallschwerpunkten, Stauenden, etc. Nichts, was man nicht auch durch eigene POI’s nicht auch verändern könnte.

 

Kartensoftware

 

Weltkartenupdates (und 4 Kartenupdates pro Jahr), sowie Radar Warner sind nun inkludiert und müssen nicht extra bezahlt werden. Die Warnungen der mobilen Radarkameras funktionieren nur<wbr>, wenn ein internetfähiges Smartphone angeschlossen ist. Offline funktionieren nur die Warnungen der festen Radarkameras. Der Rider verlangt aber für die Aktivierung, das ein Smartphone per Bluetooth gekoppelt wird.

Die Unterschiede zwischen 410er und 450er Rider sind marginal

Die Kartenauswahl ist praktisch, wen es einmal ganz woanders, außerhalb Europas hingeht. Die Kartenqualität und der Detailreichtum lässt allerdings zu wünschen übrig: Nach wie vor kann TomTom kein Offroad Routing und topografische Informationen lassen sich auch nicht nachrüsten.

 

Von MotoPlus (und andere) sind einige Routen vorinstalliert, das man vor seiner Haustüre fündig wird, ist angesichts des Angebots eher unwahrscheinlich. Hier das Beispiel Harz. Die Straße auf das Brockenpalteau ist entgegen der Routing Anzeige ab Ortsausgang von Schierke für private motorisierte Kraftfahrzeuge gesperrt. Die kurvige Kyffhäuser Strecke (B 85) wir ausgelassen). Die TomTom Traffic Informationen gehören (bei entsprechender Datenanbindung) mit zum Lieferumfang.

Unter den neuen Motorrad POIs findet man nun Treffpunkte, Motorrad Museen, Gastronomie, etc. die auf Wunsch eingeblendet werden können.

 

Planung am PC

 

Zumindest erleichtert nun der MyDrive-Motorradroutenplaner auch auf dem PC die Routenplanung und zeigt in Echtzeit Verkehrsmeldungen ein. Touren können mit den meisten TomTom Geräten über das TomTom Konto synchronisiert werden. Optional ist auch die Routenplanung mit Tyre Pro möglich, das war auch bei früheren Ridern schon so.

Das Premium Pack bietet eine abschließbare Ram Mount Halterung. Doch abschließbar ist immer nur die Halterung (wie bei Touratech), das Gerät kann immer noch an den Knebeln der Ram Mount Halterung gelöst und entwendet werden. Unsere Halterung des 410er TomTom wird langsam etwas wackelig und vibriert (motorradabhängig) stark. Sonst ist bei dem 450 der Speicher mit 16 GB etwas größer als bei dem kleineren Rider (42), der nur 8 GB bietet. 450er und 410er haben noch einen Micro SD Kartenslot zum Austausch von Dateien.

Nicht getestet haben wir die Sprach- und BT-Funktionen, die in der Regel bei TomTom aber gut funktionieren.

 

Neuheiten:

  • Touchscreen passt sich neuerdings (uhrzeitabhängig) den Lichtverhältnissen an
  • Touch-Bedienung bei Regen oder mit dicken Handschuhen: trotz 2er einstellbarer Touch-Empfindlichkeiten eher schlecht. Schaltflächen teils zu klein, zu lange Menüverzögerung
  • Spannende Route: bevorzugt Höhenunterschiede, teilweise aber auch umständliche Wege
  • Zugaben: 140 vorinstallierte Strecken von Touren-Fahrer, MotoPlus, BestBikingRoads.com und Abenteuer Bike
  • Biker freundliche POI’s: 200 Hotels Biker Betten in Europa, 60 Hotels MoHo Motorrad Hotels, 484 Touren-Fahrer Treffpunkte, 482 Bergpässe, 120 Biker Museen

 

Fazit:

Die Unterschiede zwischen 410er und 450er TomTom Rider sind marginal und daher muss man dieses Update nicht unbedingt fahren. Wer das erste Navi kauft oder einfache ein Neues braucht, kann sich den 450er besorgen, denn er bietet ein paar mehr vorinstallierte Features (siehe Plus-Minus Bewertung).

 

Minus

  • Lautsprecher nur mäßig - aber immerhin eingebaut
  • Lange Menüverzögerung
  • Kein Offroad Routing, sehr vereinfachte Here-Karten
  • An unserem Rider hat die drehbare Halterung inzwischen etwas Spiel bekommen und ist nicht mehr 100%tig pistenfest
  • Zeigt bei Navigation nicht den aktuellen Straßennamen an
  • Kundenbewertungen Louis (häufig: schlechte Bedienbarkeit mit Handschuhen und gelegentlich auch undichte Geräte) wenig Innovationen im Vergleich zu Straßennavis

Plus

  • Gutes Straßen-Routing
  • Weltweit Karten verfügbar
  • Schnelle Routenberechnung
  • Umfangreiches POI Programm
  • Gute Akku-Reichweite der Hardware
  • Zuverlässige TomTom Traffic Dienste (allerdings ist meist eine online Verbindung notwendig)

 

 

Geschmackssache: wir meinen, die kapazitive Touchscreens sind nichts für den Winterbetrieb mit dicken Handschuhen. Resistiven Touchscreens wie bei den Zumos oder den alten Rider funktionieren u. U. nicht so präzise, aber wirklich unter allen Bedingungen, von Regen bis Schnee und auch mit dicken Handschuhen. Hilfreich ist auch immer ein größeres Display, sprich 5 Zoll statt 4,3.

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Letzte Änderung: 07.12.2017
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