Doppeltest: Falk Ibex Cross & Medion GoPal S3857

Es gibt Neues von der Hybridnavigation: Die Ibex Cross-Reihe kann in einem Fahrrad bzw. Automodus gestartet werden. Der ‚alte‘ Ibex 30 konnte das noch nicht. Mit dem scheint aber die Hardware überwiegend übereinzustimmen. Die wurde wiederum beim Ibex 32 erneuert. Hier geht es nun um die Ibex Cross-Reihe. Das Auslaufmodell Medion Gopal S3857 ist hingegen ein Preistipp für Landkartenfreaks.


Falk ergänzt seine Outdoornavis um die Reihen Lux und Pantera. Die wurden für sehr differenzierte Einsätze entwickelt. Die Ibex Cross Reihe erschien uns aber die am ehesten Motorrad geeignete zu sein.

 

* Ibex (allround, Crossover, keine OSM Karten, außer Ibex 32) Details 
* Lux (Wandern, Geocaching, OSM)
* Pantera (Training, Rad, OSM Karten)

Die Karten

OSM-Karten (Opencyclemap) werden beim IBEX 30/40 vorerst nicht unterstützt. Nur die neu eingeführten Geräte Falk LUX/Ibex 32 / Falk LUX 22 besitzen diese Eigenschaft. Das OSM Kartenmaterial wurde dabei für das jeweilige Gerät angepasst und als so genannte „Basiskarte Plus“ integriert.

Basiskarte Plus ist eine routingfähige, topographische Karte auf Basis von den von Nutzern erhobenen OpenStreetMap-/ OpenCycleMap-Karten.

Magic Maps Karten hingegen sind kommerzielle Karten, bei denen topografische Rasterkarten mit einem routingfähigem Wegenetz und POIs veredelt wurden. Diese Karte muss selbst übertragen werden und ist nicht in jedem Bundle dabei.
Die routingfähige Straßenkarte (Navteq Vektor Karte) ist die dritte im Bunde und deckt die Länder D-A-CH ab.

 

Bedienung & Handling

Touchscreen und 2 seitliche Bedienknöpfe reichen aus für die umfangreichen Anwendungsmöglichkeiten. Im Outdoormodus wechselt ab etwa einem Zoommaßstab von 300 m die Kartenansicht automatisch in den Rasterkartenmodus – auf die Ansicht der Magic Map Karte. Das ist durchaus sinnvoll, da diese ja kaum Zoomstufen besitzt, aber wertvolle Details bietet. Das Prozedere des Kartenübertragens hat sich gegenüber den Vorgängermodellen nicht verbessert. Nervige Experimente müssen mit der maximalen Kartengröße gemacht werden, am Ende kann man nur alle oder keinen der übertragenen Rasterkartenkacheln Aktivieren oder Deaktivieren. Glücklicherweise überträgt man nicht so oft Karten. Gelobt sei, das beim Ibex 32 die ‚Basis Plus‘ Karte schon vorinstalliert ist.

Das Routing bietet erfreulich viele Optionen, aber auch die Geschmäcker sind auf zwei Rädern sehr unterschiedlich. Wem die Strecke nicht kurz oder aufregend genug ist, sollte die Navigationspräferenzen ändern. Fußgänger statt Radfahrer, Wanderwege erlauben etc. bringt meist eine kürzere und offroadigere Route. Außerdem werden 2 Alternativen berechnet. Wem das nicht reicht, der muss leider umständlich Zwischenziele setzen oder gar die Route am PC vorbereiten. Irgendwie klappts aber immer.

Alle weitere Funktionen sind identisch, wie bereits beim alten Ibex 30 besprochen.

Plus

  • Magic Maps Karten wirken wie 50 000 oder 25 000er Auflösung, beste Zoomstufe: 150 m
  • Gute Karteninfo, viele jedoch teils veraltete POI’s
  • Intuitive Bedienung und logische Menüführung
  • Flottes Scrollen (im Vergleich zu GoPal S3758)
  • Guter Trackmanger, auch als Trainingsuhr geeignet (Enduro, Laufen, Fahrrad)
  • Display ausreichend groß jedoch mehr Energieverbrauch als beim kapazitiven Touchscreen. Sceen funktioniert gut mit Handschuhen
  • TMC serienmäßig (Funktion nicht geprüft)
  • Einfacher Import von Daten und Wegepunkten durch GPX
  • Autonavigation mit Sprachansage

 

Minus

  • Display veraltet, Ablesbarkeit grenzwertig bei Sonnenlicht
  • Kein Batteriebetrieb möglich bei mehrtägigen Touren
  • Gerät muss neu gestartet werden, um Modus zu ändern
  • Icons etwas verspielt
  • Rasterkarten (Magic Maps) erscheinen recht alt
  • Magic Maps Explorer Ressourcen fressend und langsam: bitte nur kleine Rasterkartenausschnitte (10 x10 km) auf das Gerät laden
  • Keine Pässenamen in der Karte

 

Fazit Ibex 30 Cross:

Der Crossover Ibex gefällt durch seine gute Bedienung, den Leistungsumfang und die Nutzung von Auto- und Wanderkarten. Fehlt nur noch die OSM Nutzung, die schon jetzt die Zukunft ist. Nachbessern sollte Falk bei der Hardware, die zwar solide ist, aber langsam in die Jahre kommt. Die Falk Ibex 32-Reihe könnte sicherlich schon ein Anfang in diese Richtung sein. Der Ibex profiliert sich im Traningsbereich, beim Wandern und bedingt beim Rad- und Motorradfahren. Hier fehlt es an Akkukapazität, Bildschirmhelligkeit und der Einflussnahme auf die Routenplanung. Im Outdoormodus berechnet Ibex 2 Routenalternativen, deren Routenführung aber nicht leicht zu beeinflussen ist.

Weitere Infos

 

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Test GoPal S3857

Der kleine S 3857 ist handlich wie ein Stück Seife, robust und bietet für knapp 150 EUR eine attraktive Hard- und Software-Ausstattung. Üppig mit 8 GB Speicher ausgestattet, gibt es gleich drei verschiedene Karten dazu. Für das Routing auf dem Motorrad nur bedingt zu gebrauchen ist das kleine GPS, aber immerhin eine gut Unterstützung für Enduristen. Der GoPal S3857 routet nämlich nur für Fußgänger und Radfahrer. Die Kehrseite der Medaille: die Hardware ist mit so viel Angebot hoffnungslos überlastet (400 MHz Prozessor), jeder Moduswechsel wird zur Geduldprobe. Trotzdem, wo bekommt man schon zu so viel Karte ein Navi quasi gratis mit dazu? Ganz Deutschland ist auf einer Rasterkarte enthalten, die Wander- und Freizeitkarte setzt sich aus Openstreetmap-Karten zusammen, die für das Gerät angepasst wurden.

Karten

Über die PC Software GoPal Assistant werden OSM Karten und Updates auf das Gerät geladen. Von der Kartenansicht wird OSM Mapnik-Layer verwendet, bei dem auch nach POI’s gesucht werden kann und bei dem verschiedene Kartenebenen abschaltbar sind. Per Gutschein gab es neben der komplett installierten 1: 100 000er Topo-Deutschland (DE_BKG) noch eine Kachel der dtk25, einer Topo-Karte in 1: 25 000.

Mit der zum Lieferumfang gehörenden PC-Software Medion GoPal Outdoor Assistant. Damit lassen sich folgende Operationen (leider kein Routing) durchführen: (Update hier)

 

  • Tracks (Spuren) vom Gerät herunterladen und in einer Online-Karte anzeigen
  • POIs, Software etc. mit dem S3857 synchronisieren
  • Karten mit dem S3857 und auf dem Gerät löschen
  • Updates laden und installieren
  • Direktzugriff auf den Medion Online-Shop
  • Dort gibt es in Zukunft auch Kompass-Karten im Maßstab 1:12.500

 

Handling und Bedienung

Der S3857 liegt gut in der Hand und bietet eine attraktive Softwarezusammenstellung. Doch zum Motorrad-Routing ist das alles kaum zu gebrauchen. Zwar kann man sich mit der mitgelieferten Kunststoffhalterung behelfen, doch bei der Bedienung der teils kleinen Touchsymbole hört es dann auf. Ein vorher vorbereitetes Routing oder ein Track kann nur über den Menüpunkt ‚GPX Import‘ eingespielt werden. Geroutet wird auch auf der Topokarte, dann vermutlich über einen Layer.

Kleine Verbesserungen und ein neues OSM Layout bringt das Update (Version 3.0.27, Mai 2013) der geräteinternen Navisoftware.

Routing

Die MEDION GoPal Outdoor Software bezieht SRMT-Höhendaten zur Positionsbestimmung in die Navigation ein, die Berechnung erfolgt lediglich in Luftlinie oder für Fußgänger oder Radfahrer optimiert. Weitere Optionen gibt es nicht. Zu lange Routen werden einfach abgebrochen. Deswegen empfiehlt es sich, Stück für Stück zu routen, das umgeht auch das Problem mit der fehlenden Möglichkeit, Zwischenziele einzugeben.


Fazit: das wir es hier mit einem Auslaufmodell zu tun haben, zeigt die Neuvorstellung des Medion S3867 Outdoornavi. Dort wurde unser Flehen nach schnellerer Hardware erhört: Samsung Prozessor mit 533 MHz, der Arbeitsspeicher ist mit 128 MB sollen etwas mehr Bewegung in die GoPal Navigation bringen. Das S 3857 bleibt aber bei sinkenden Preise ein Schnäppchen für Kartenliebhaber und Menschen, die das GoPal nur zu Fuß benutzen möchten.

 

Plus

  • OSM, Wanderkartentracks und Topo-Rasterkarte in einem
  • OSM Installation über GoPal Assistent
  • Günstiger Preis
  • Guter Bildschirm, gut ablesbares Display

 

Minus

  • Routing mit Zwischenzielen kaum praktikabel und am PC nur über GPX-Import machbar
  • Keine aktive Route, keine Abbiegehinweise beim Routen
  • Wegepunkte nicht suchbar, nur sortierbar
  • Nur Fußgänger und Fahrradrouting möglich, keine Distanzen über ca. 50 km routbar
  • langsamer Bildaufbau, Topokarte wird nur allmählich schärfer
  • Tracks werden nicht in der Karte angezeigt
  • Mit Motorradhandschuhen kaum zu bedienen
  • Kein BT, Akku fest eingebaut
  • Kein SD Kartenslot
  • Zoomstufe 300 m fehlt (Lücke zwischen 500m und 200m)

 

News & Infos

 

Tipp:

CleanUp Menü: nur für schwierige Fälle! Dort: Die Einstellung „Static Navigation off” ist für Touren zu Fuß empfehlenswert. Mit der Version 3 der Navigationssoftware ist das Menü auch über die normale Oberfläche unter dem Menü Einstellungen > Experten Menü.

 

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Letzte Änderung: 01.01.1970
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