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Im MR GS 800 & Reiseenduro-Blog lesen Sie:

Erprobtes Zubehör für die BMW F 7x0/8x0 GS und ab 2020 auch für andere Reiseenduros wie die Yamaha Ténéré 700 (T7)!
10 Jahre wurde über GS-800 Equipment berichtet, von Fußrasten über Gepäcksysteme bis hin zu LED-Blinkern oder Diagosegeräten: Nun öffnen wir uns fürTénéré 700 (T7), ausgewähltes für Africa Twin und KTM 790er Modelle. Voraussetzung: sie sind nicht zu schwer und unter 100 PS.


08.08.2020 17:40 von Markus Golletz

Ténéré 700 auf Alpenreise

Sound der T7 gefällig?

T7 und Vorgängerin: die Einzylinder-Ténéré | Bassa Sanson | Ligurien
T7 und Vorgängerin: die Einzylinder-Ténéré | Bassa Sanson | Ligurien

 

Man könnte den Test auch rein technisch aufziehen: Der DOHC-Zweizylinder der Ténéré ist kein Gleichläufer, ... bla bla bla.

 

Nur wäre das der Ténéré nicht würdig. Sie ist ein Adventure Bike ohne Schischi, gut zu fahren und wenig zu programmieren. Sie ist eine Japanisch-Europäische Co-Produktion, die Motorenkonstrukteure und Fans in Europa, sowie Entwickler und Rally-Erfahrene in F / I / D zusammenbringt.

 

Die Italiener hätten gerne am MT-07 Motor die Ölwanne modifiziert, Yamaha ließ das nicht zu und so kam man zu einer anderen Lösung. Tatsächlich hängt der Motor weit oben, der Ölfilter reckt seinen Körper nach vorne-raus und der Auspuff schlängelt sich seitlich daran vorbei. Oben drüber thront ein Blechtank mit 16 Litern, die Front mit den 4 LED Rallyscheinwerfern ist weit hochgezogen und bietet einen vergleichsweisen guten Wetter- und Windschutz. Ein Bedien-Terminal wie zum Steuern einer Hochseeyacht am Lenkterende? Bordcomputer in Hi-Fi und Farbe? Fahrmodi, Traktionskontrolle? Alles Fehlanzeige und es funktioniert doch!

 


Bildschön auch die Rallyedition in Sonderlackierung

 
Ausgewogene Balance, ausgewählte Kayaba Federungselemente, nichts Überflüssiges, was Gewicht bringt. 43er Gabel USD, 100 mm hinten am voll einstellbaren Federbein - und gut. Auch der Wendekreis von 5 Metern 40 passt dann halbwegs, die Bremsen gehen in Ordnung und so kommt ein nacktes Gewicht von 202 kg (Rally: 204) zustande. Die Tenere 660 Z brachte es zum Schluss auf 206 kg.

 

Das nackte Gewicht wird freilich durch Bodenblech, Sturzbügel und Alukoffer im Reiseornat leicht um 30 kg erhöht. Immerhin lassen sich Soziusrasten auch abschrauben und so kann man mit Softtaschen über der Sitzbank auch leicht und unbeschwingt fahren. Für die Geländeeigenschaften sprechen auch die 21/18 Zoll Bereifung, die endlich wieder auf 18 Zoll Hinterräder baut.

 

Wie ging es auf der Reise zu? Gepäck verstauen, Navi anbauen, und los!
3000 km über Vogesen, Westalpenpässe und über Veneto und Friaul nach Österreich. Das ist freilich keine Weltumrundung, aber sie haben Fahrer und Maschine überhaupt nicht gestresst. Ein Universalbike? Gehen wir mal ins Detail, auch auf der Reiseroute:

 

Landstraße bis in die Vogesen: zum Einfahren. Erster Eindruck: es hat sich doch etwas getan in den gut 10 Jahren, die zwischen der GS 800 und der T7 liegen. Besonders Fahrwerk und Federungselemente wirken weiterentwickelt. Die Front der T7 ist viel höher, die Sitzposition auch mit Gepäck (oder gar im Stehen, wegen des relativ hohen Lenkers) perfekt. Sehr fahraktiv, wenig Lastwechsel. Man sitzt gut im Motorrad. Mit der optional vorhandenen Rally Sitzbank können Ü 1 Meter 80 Menschen sicher noch etwas anpassen.

 
Der Motor präsentiert seine allzeit gut dosierbare Traktion untermalt mit dem nicht ganz echten V2-Sound, der durch den Hubzapfenversatz auf der Kurbelwelle zustande kommt. Mit den 700 ccm (oder 690, wie sie auch sonst in der Typenbezeichnung außerhalb Deutschlands betitelt wird), schießt Yamaha den Vogel ab und zirkelt bei den Zweizylindern in eine Lücke, die kaum einer in den letzen Jahren bestellt hat. Der T7 erspart das den Technikaufwand einer Traktionskontrolle (ABS funktioniert tadellos und feinfühlig), so das wir auf der gesamten Fahrt (auch bei Regen) in Zusammenarbeit mit den Pirelli Scorpion Rally STR absolut keine Rutscher hatten. Erstaunlich und dazu kommen wir erst später, das sich auch Pisten im 3 und 4 Gang fahren lassen, weil der Motor zulässt, Geschwindigkeit und Drehzahl sehr herunterzufahren.

 

Die vielleicht etwas kapp anmutenden Federwege (210/200) erweisen sich aber als Solofahrer mit ordentlich Gepäck als absolut ausreichend und geben viel Feedback zum Untergrund. Die T7 kann sehr leise gefahren werden, Auspuffklappen sind ihr fremd und völlig unnötig. Der Akrapovič Auspuff der Rally Version kitzelt noch etwas an der Leistungs- und Drehmomentkurve und erspart sicher auch ein paar Gramm Gewicht. Yamaha lässt sehr gut passende Alu Koffer bei Givi fertigen (ähnlich Trekker Dolomiti), die dann alle zusammen mit ein und dem selben Zündschlüssel bedient werden können.

Autobahn durch die Schweiz

Hier lässt sich feststellen, das der MT 07 Motor zwar sparsam ist, die GS 800 von 2007 aber auch nicht toppen kann, was Leistung und Verbrauch angeht. Fahrkomfort: sehr okay, Verbrauch ab 130 km/h teils deutlich über 5 Liter. Die 4,2 l pro 100 Kilometer kann man auch erreichen, dann liegt der Tacho aber eher bei 100 oder man fährt gemächlich auf der Landstraße. Noch etwas: sehr früh blinkt im Cockpitwürfel der Reserve-Balken, was auf 4,3 Liter Restvolumen hindeuten soll. Die Tankanzeige scheint aber empfindlich auf Gefälle und Steigung zu reagieren, so das oft voreilig ein Tankstopp suggeriert wird. 350 km sollten aber bei 16 l Tankvolumen fast immer gehen. Nicht bange machen lassen. Auch auf der Schweizer Autobahn zieht die T7 souverän ihre Runden, schneller darf man da sowieso nicht fahren.

St. Bernhard-Pässe, Aostatal, Cormet de Rosdelend

Endlich Pässe. Wir haben uns eingefahren. Der T7 geht auch in der Höhe nicht die Luft aus, die gut abgestimmte Einspritzung macht es möglich. Durchzugsstark geht der Motor zu Werk, enge Kurven erfordern etwas einlenken, Mut und rechtzeitiges Gas geben. Die Koffer und die Beladung sind hier eher limitieren oder bremsend, wer will, kann ohne Beladung auch mit den Pirellis Kurvenkönig werden.

Cormet d’Arêches

Endlich Schotter. Nach einer Nacht auf dem gratis Les Chapieux Campingplatz (voll geworden 2020!) geht es ins Beaufort und zum Cormet d’Arêches. Wochenende, die Franzosen sind in Corona-Zeiten hyperaktiv im eigenen Land und überall, wo ein Eis-Schirm in den Boden gerammt ist, gleißt die Blechlawine. Das nimmt am Cormet dann naturgemäß ab. Der Bodenbelag wechselt und ich merke, das ich nicht mit einem Einzylinder unterwegs sind (obwohl, ja obwohl Yamaha da von Abstimmung und Gewicht und auch Marketing-mäßig so eine goldene Mitte getroffen hat). Langsam kann man sich an flottere Fahrweise herantasten, die Ténéré kann aber auch sehr entspannt tuckern, was für die Fahrsicherheit kein Nachteil ist. Drifts und sportliche offroad Fahrweise steht noch aus, dann aber auch gerne ohne Gepäck. Offroad Fortsetzung folgt auf der LGKS oder Alta Via del Sale, wie die Italiener sagen.

LGKS mit der T7 im Sommer 2020

Am Rifugio Grai (LGKS) mit der T7
Am Rifugio Grai (LGKS) mit der T7

 
Die Temperaturen sind hoch, es ist ein Mittwoch und ich rufe vorsichtshalber einen der LGKS Kontrollposten an: ja es sind noch Tickets frei, aber es ist voll im August 2020, schreibt mir Gianni. Endlich mal ohne Gepäck und da bewegt sich die T7 doch leichtfüßiger. Sie ist keine 125er, aber es geht mit ihr ab dem Rifugio Melosa leichtfüßig und vor allem sicher auf dem beginnenden Schotter bergauf. Das ABS schalte ich nicht aus, denn es ist wirklich gut abgestimmt und stört kaum beim bergab fahren. Am der Ruine des Rifugio Grai eine kleine Pause, puh, das ist schon mal gut gegangen. Der Abschnitt gilt mittlerweile als einer der schwersten, aber wer weiß, was noch kommen sollte...

 

Der Passo Tanarello ist ebenfalls noch eine Herausforderung, dann wird es ruhiger bis zum Kontrollposten im oberen Upega-Tal, das so schön mit Lärchen bestanden ist.

 

Ich merke schon, das heute kein leerer Tag ist, es sind auch einige 4x4 Fahrer verschiedenster Nationalität hier auf dem Ligurischen Grenzlamm unterwegs.

Gianni macht es mir dann klar: 2020 wurden die Tickets für die Befahrung des Nördlichen Teils der LGKS schon knapp, die organisierten kaufen langfristig alles weg, was dann extrem schwierig ist für die Solo- und unorganisierten Fahrer.

 


Kontrollposten LGKS Upega im Sommer 2020
 

Ich zahle meinen Salär und fahre weiter, die T7 schnurrt vor sich hin. Es ist tatsächlich sogar in der Höhe heiß, doch der T7 Ventilator springt nur selten an.

Am Rifugio Don Barbera steht eine Kolonne 4x4 Autos, die parken alles zu. Neu ist eine Art Parkplatz hier oben und zum Rifugio ist die Abfahrt gesperrt. Der Rifugio Wirt ist ganz entspannt, aber irgendwie wirkt die italienische Hauptsaison etwas befremdlich. Auch der touristisch-motorisierte Hype, dem ich ja auch angehöre. Vermutlich ist das der Corona Pandemie und der nun neu geweckten Lebensfreude geschuldet. Gianni sagt noch, komm besser im September und ni nich an Wochenenden ;o).

 


Stau am Grenzkamm: tatsächlich
 

Ich drehe um und fahre am Monte Saccarello zum neuen Rifugio La Terza, für mich und die Ténéré der Tipp abseits der Tour. Einfach schön hier und die Anfahrt ist auch sehr spannend. Die Neueröffnung scheint gelungen.

 

Und jetzt etwas, das nicht zur Nachahmung sein sollte: Ich frage den Wirt nach der Verbindung zum Colle Garezzo. Die ist Luftlinie nur 5 km entfernt, aber sieht eben sehr Wanderweg-mäßig aus. Seiner Auskunft nach ist das 'machbar' es gäbe große Steine und man muss am Monte Fronte scharf rechts hoch abbiegen.

Ich überlege lange und fahre dann vorsichtig los. Heute habe ich ja Crossstiefel an und die T7 ist kaum bepackt und ohne Koffer.

 


Gefährlich aber schön: Kasernen unterhalb des Monte Fronte
 

Ein alter Mann kommt mir auf einem steinigen Abschnitt entgegen, ich überlege das erste Mal umzudrehen. Dann dieser Ausblick...

Am Monte Fronté, 2 km hinter dem alten Rif. San Remo muss ich absteigen und den weg zu Fuß inspizieren. Vorher dieser herrliche Ausblick auf die ruinösen Kasernengebäude.

 

Transpiration, Schweißbildung auf der Stirne, dann packe ich die steile Passage mit der T7. Kein aufsetzen, sie fährt einfach gutmütig drüber. Um es kurz zu machen, man ist irgendwann am höchsten Punkt, der weg bleibt schmal und steinig, sehr steinig, große Steine... Exorbitanter Ausblick und dann entlang an Kuhweiden der Abstieg zum Scheiteltunnel des Garezzo, - puh, geschafft. Nie wieder alleine sowas sage ich mir und trolle mich die lange schöne Abfahrt hinunter nach Triora. Zufrieden, nass geschwitztes Hemd, Mopped heile.



30.06.2020 10:40 von Markus Golletz

Test Ténéré T7

Ligurien / Piemont & Paragliding: Adventure mit der T7

T7: Westalpen | Monviso | Juli 2020
T7: Westalpen | Monviso | Juli 2020

 

Der F 800 GS Blog erscheint nun ein Test des größten neuen Konkurrenten. Die Ténéré 700 gibt es nun auch in einer Rally Ausführung, die an die Afrika Dakars der 80er Jahre erinnert. Akrapovic Auspuff, Motorschutz, hellblaue Lackierung und viele optische Details wurden von den ehemaligen Werksrennern der Ténéré-Klasse übernommen.

 

 

T7, Dessert Sled von Ducati, all diese Motorräder gehörten in diese leichte, Rally-inspirierte Klasse. Eine Mittelklasse von Motorrädern, die preislich um die 10T Euro zu haben sind. Die T7 Rally liegt bei 11.365€ ab Werk in SkyBlue.

Die T7 fahren wir, nun hoffentlich in nach-Corona-Zeiten auf kleinsten Sträßchen am südlichen Alpenrand entlang. Unsere alpine Testfahrt wird auf einer normalen T7 mit Explorer-Kit stattfinden. Wir starten am 21.7. nach Italien und fahren ab Villach mit dem Urlaubs-Express zurück.

 


Ténéré 700 Rally Edition 2020

3000 km waren wir unterwegs mit der T7: ein sehr gelungenes Motorrad zu einem attraktiven Preis. Dabei macht sie alles mit: Enduro, Trails, Autobahn, Landstraße. Durch 6 Länder in den Alpen ging die Reise. Näheres dazu in Kürze.

 


Treffen der Generationen: XT 500 // T7

 

→ weiter zum den aktuellen Posts

Literatur zur Ténéré 700

Yamaha Infos zur T7 Rally Edition
Youtube: Motorrradtest.de

Jochen Vorfelder Test (Spon.de)

Rally Edition T7 Vorstellung Tourenfahrer



26.06.2020 19:49 von Markus Golletz

Faherausstattung Handschuhe Summer, Gürtel und Jacke PureXcursion

BMW PureXcursion
BMW PureXcursion

 

Kompliment an BMW Fahrerausstattung: Endlich mal eine Jacke, die preislich im Rahmen bleibt, durchdacht ist und sehr gut für die Enduro-affine Sommertour taugt. Hitzesommer und entsprechende Reiseziele tun ihr übriges dazu, das luftige Motorradbekleidung auf dem Vormarsch ist. Die BMW PureXcursion Jacke ist ein Gemisch aus Baumwolle und PES, erinnert vom Feel & Outfit etwas an Wachsjacken, hat aber vom Schnitt und Tragekomfort viele Vorteile.

Sehr viele Taschen, auch einen serienmäßigen Rückenprotektor, der angenehm zu Tragen ist und viele Lüftungsmöglickeiten. Preis: 400€

Eine passende Hose gibt es bisher nicht dazu.

 

 

Pure Boxer ist ein hochwertiger Gürtel,der für gut 80 Euro angeboten wird. Er ist aus Leder, schwere Ausführung und entsprechend robust. Die Schnalle und die der Doppeldorn sind aus Kupfer. Er wird in den Längen S-2XL angeboten. Für die Ewigkeit. L= 110 cm.

 

 

BMW Motorsport-Hemd, Kurzarm: hochwertige Baumwolle & Polyester, wertiges outfit. In den BMW Motorsportfarben Weiß, Rot und Blau und den Größen S bis 3XL. Preis: ab 50€ bei Ebay oder im Fachhandel. Berufsbekleidung für Motorradfahrer?



12.05.2020 12:26 von Markus Golletz

BMW Faherausstattung 2020 Teil II

 

Die BMW Sommer Jacke PureXcursion gibt es für 400 Euro. Wie andere Hersteller verzichtet mittlerweile auch BMW auf ein aufwändiges Innenfutter. Eine Innenjacke gibt es auf Wunsch extra. Die Überraschung: Der Schnitt ist nicht mehr amerikanisch leger, sondern halbwegs Körper-betont. Nicht buggy.

 

Zahlreiche Lüftungsmöglichkeiten und wasserfeste Außentaschen machen Sie zu einer coolen Sommerjacke. Es wird Baumwolle verarbeitet und die Werbung spricht von einem Wachs-Finish, das wirklich so aussieht. Die Sandfarbe gibt dem etwas abenteuerliches, die Features sind zweckmäßig. PureXcursion ist eine Sommerjacke, die zwei Wasserdichte Außentaschen hat - fertig. Die Farbgebung ist relativ dezent, kleine, verspielte Details in Orange setzen Akzente. Tourenerfahrungen werden folgen - auch nach dem ersten Regenschauer werden wir Bilanz ziehen, doch eine 'eierlegende Wollmichsau' stand auch gar nicht zum Verkauf.

 

Etwas legerer fällt das Boxer Mechaniker T-Shirt von BMW aus. Schlicht, baumwollig und relativ weit geschnitten. Einen Ledergürtel gibt es auch noch bei der Casual Fahrerausstattung und den Fahreranzug Xride, den wir vielleicht auch in kürze vorstellen können. So wie einige Accessoires.

 


Frühling trotz Corona ;o)

 

Infos zur PureXcursion

 

  • Robuste Jacke im Adventure-Look
  • Baumwoll-Polyamid-Mix mit Wachs-Finish
  • Zwei wasserdichte Taschen am Vorderteil, eine große Tasche im Rückteil
  • Separat erhältliche Regen-Innenjacke
  • Stretch an Schulter und Ärmeln für perfekte Bewegungsfreiheit
  • Belüftung an Rücken und Brust für angenehmes Körperklima
  • Integrierte NPL-Protektoren
  • CE-zertifiziert
  • Farbe: Braun
  • Größen: 46–60


05.12.2019 17:25 von Markus Golletz

BMW Fahrerausstattung 2020 Teil I

Vorschau: BMW Fahrerausstattung 2020

 Drei Dinge haben wir uns herausgesucht: 

#1 BMW Systemhelm 7 Carbon 
#2 BMW Wachsjacke PureXCursion
#3 BMW Anzug XRide

BMW launcht seine Neuheiten 2020 bei der Fahrerausstattung auf der EICMA 2019 in Milano.
 
 
 
 
Der Anzug XRide: hier in der Damenausführung.
 
Er soll besten Tragekomfort mit Sicherheit verbinden. Soweit wir das sehen, wird mit einem hohen Anteil an elastischem und abriebfestem Polyamid sowie mit 'Ergonomiefalten'  in der Leder-Dopplung an den Schultern und Knien gearbeitet. Die wichtigste Info lautet, es handelt sich um eine Z-Liner Konstruktion. Das Layout ist bei Damen - und Herrenschnitt angenehm schlicht gehalten, damit blamiert man sich nirgends. 
Größen: 46 bis 66, 98 bis 118 und 24 bis 32 erhältlich, für Damen in den Größen 34­ bis 48. Zusätzlich gibt es noch eine  auf 1500 Stück limitierte Jacke XRide Pro mit Sonderausstattung (Leder-Kunststoff-Stahlkombination an Ärmeln bzw. Schulter). Trotz üppigem Ledereinsatz soll der Anzug relativ leicht sein. Mehr Infos: BMW, BMW Tag: #neverstopchallenging
Test folgt.
 
Der Helm Bowler erhält ein neues Retrodesigen (Option 719, in dem es auch andere Helme wie den System 7 Carbon geben wird).
GS Systemhelm 7 Carbon: Der Helm GS Carbon ist zudem für den Einsatz von BMW Motorrad Kommunikationssystemen vorbereitet. Sein Gewicht beträgt mit Schild und Doppelscheibenvisier ca. 1450 g, was deutlich unter dem Gewicht seiner Vorgänger liegt. Die Vollcarbon-Helmschale besteht aus 100 % carbonfaserverstärktem Kunststoff. Er ist in den Größen 52/53 bis 62/63 erhältlich. Weitere Infos hier.
 
 
Die neue Wachsjacke PureXCursion besteht aus einem langlebigen Baumwoll-Polyamid-Mix mit Wachs-Finish wird mit der wind- und wasserdichten Regen-Innenjacke Ride mit verstaubarer Kapuze geliefert. Diese kann auch in der Großen Rückentasche der PureXCursion verstaut werden. PureXCursion verkörpert einen gewissen Adventure Look vergangener Tage, behält aber die Zeitgemäße Funktionalität im Auge. Daher: Vielfältige Belüftungsmöglichkeiten, hoher Tragekomfort und einige Stylische Druckknöpfe. Nur Herrengrößen: 46 bis 60, Test folgt. 
 
 
Außerdem neu: Die Crossover Stiefel aus vollnarbigen Rinderleder (Gravel Evo, Größen 38 bis 48) die sich an das Vorgängermodell anlehnen. Neuzugänge auch bei der Funktionsbekleidung oder Heritage Kollektion.
 

Preise sind bisher noch nicht bekannt. BMW Händler werden ab Januar 2020 beliefert. 

 

 



17.09.2019 10:49 von Markus Golletz

ABS entlüften F 800 GS

 

Gestern haben wir es gemacht, das ABS entlüftet. Mit der Motoscan App ging es Kinderleicht und es hat was gebracht.

OBDII Stecker anschließen, Bluetooth starten, das richtige Modell in der App auswählen. Es gibt Warnhinweise, dass das Entlüften nicht immer notwendig ist und das man vorsichtig sein soll. 2 mal für zwei Sekunden je Rad ertönt dann ein lautes Vibriergeräusch. Nachher ist der Druckpunkt deutlich besser. Was mich wundert: Dabei sollen keinen Bremszangenventile geöffnet sein. Doch wohin erfolgt dann die Entlüftung? Das Ergebnis ist schon mal gut denn besonders die sonst teigige Vorderradbremse hatte nachher einen deutlich besseren Druckpunkt. Sicherheithalber werden wir noch mal vorne und hinten entlüften, wie bei Motoscan hier beschrieben. Dann kann man sicher gehen, das die alte Bremsflüssikgeit sich nicht mit der neuen vermischt.

 

 



09.09.2019 12:44 von Markus Golletz

Ténéré 700, F 800 GS oder F 850 GS?

T7 oder ne BMW?
T7 oder ne BMW?

 

Seit dem die F 800 GS nicht mehr gebaut wird, darf man auf ihr rumhacken. Da ist die Rede vom 'hölzernen Fahrwerk', von den unausgewogenen Massen, wegen dem Hecktank, etc.

 

Nun ist sie da, der Hoffnungsträger der Rallye-Enduros im mittleren Hubraumbereich. Hat eigentlich mal wieder sehr lange gedauert bei Yamaha, mit einem Super Ténéré Nachfolger.


Die Hoffnungen sind Groß und die Marketing-Maschinerie ist angelaufen, Herbert Schwarz, David FrétignéRodney FaggoterStéphane PeterhanselAdrien van BeverenNick SandersCristobal Guerrero und Alessandro Botturi beteuern, dass das von ihnen gefahrene Vorserienmodell richtig gut ist.

 

Optisch ist sie eine gelungene Erscheinung, polarisierend die Scheinwerfer und das Cockpit, aber wo ist der wirkliche Fortschritt. Wir sind sie noch nicht gefahren, daher gemach, aber auf dem Papier gibt es kaum ein Feature, mit dem sich eine T7 mit 10 Jahre Entwicklungsvorsprung von einer F 800 GS absetzt:

 

Federwege und Gewicht? ähnlich. Elektronik und Cockpit? Vorteile für die GS mit Bordcomputer und Can-Bus. Gewicht? Die erste F 800 Gs wog 2007 auch 107 kg. Motor? Beide Twins mit weichem Antritt. Innovation: Wird sich wohl noch zeigen. Man darf wirklich sehr gespannt sein auf den ersten Vergleichstest. Gebaut wird die T7 bei MBK in Saint-Quentin im norden Frankreichs, mal schauen, was sie zu bieten hat.

 

Die F 750 und F 850 GS disqualifizieren sich etwas durch ihr hohes Gewicht, den Preis und das 'overloadige' Design. Ein Motor aus China kommt auch nicht unbedingt gut an. Als echte alternative für Rallye und Leichtgewichts-Fans gelten tatsächlich nur die Husqvarna 701 und die 2019er KTM 690 Enduro R.

 

Info: Testvideo T7

 

 

 

Nomad Umbau 2019er Husqvarna 701


13.05.2019 20:22 von Markus Golletz

Fotos BMW Fahrerausstattung 2019



11.04.2019 10:36 von Markus Golletz

Fahrer*Innen-Ausstattung BMW 2019

Retrohelm Bowler von BMW
Retrohelm Bowler von BMW

 

Diesmal geht es wieder um Bekleidung, auch wenn es für die GS 750, 700, 800 850 noch eine Menge Hardware gäbe.

 

Die BMW Fahrzeugausstattung 2019 präsentiert bewährtes und einiges Neues. Im Alltag wollen wir über das Jahr ein paar Bekleidungsstücke testen, die sich für Touren verschiedenster Art eignen. BMW hat auch eine Live Style Sparte, die wir hier nicht berücksichtigen. Ich denke, das kann jeder selber.

 


StreetGuard Jacke im Damenschnitt

 

Diesmal also wieder einen Jethelm mit Retroaustattung (aber aktueller ECE 2205), Airflow Handschuhe, die bewährte Streetguard Garderobe bei der es mittlerweile auch Herrn und Damenschnitt sowie eine Option auf den Airbarg (StreetAir) gibt, den BMW in Zusammenarbeit mit Alpinestars verbaut. Es fragt sich nur, ob StreetAir vom derzeitigen Pantentstreit mit Daninese betroffen ist.

(Noch ohne Bewertung, wir testen noch.)

Zubehör: Retrovisier für Bowler

 

Der Jethelm 'Bowler Tricolore' ist schon mal ein schmal geschnittener Helm mit Kalbsleder Umrandung, Brillenband und Wangenpolster, die den Helm auch dicht und leise machen. Erinnerungen an Davida Helme werden wach, die hatten ein komplettes Lederinnenfutter und waren auch schick und winddicht. Zum Helm gibt es Zubehör wie Visiere (auch ein Retrovisier mit Taucherglocken-Outfit) und kleine Sonnenblendschilder. Helm 'Tricolore' 540€ (!). Nach einem halben Jahr im Gebrauch kann man sagen, das hier Qualität geliefert wird. Highlight ist die schmale Form, der gute, leise Sitz und die hochwertige Innenausstattung.

2019l: Softshell Jacke Logo


Die BMW Softshell-Jacke Logo: Schick und winddicht, auch als casual Wear zu gebrauchen. Klassischer Schnitt, 4 Außen-RV-Taschen. 135,01€.

Erster Eindruck: sieht gut aus, trocknet schnell, hat leider keine Mobiltelefon Tasche. Arme etwas kurz für schlanke Große. 
Zweiter Eindruck: Die Telefontasche haben wir nachträglich erweitert, die Jacke ist ideal für den kurzen Sommerritt oder einfach als Zweitjacke auf Tour. 

Venture Grip Stiefel: Allrounder fürs Gelände

 

Venture Grip Stiefel: für die harte Gangart, aber auch universell einsetzbar, weil sie nicht ganz so dick auftragen wie Motocross Stiefel. Gr: 36-48. 260€. Zweiter Eindruck: gar nicht so schwer, schick durch Nähte und farbige Zwischensohle, sehr gutes Fußbett. Ein schöner Allround-Stiefel in geölter Optik, Wasserdicht durch eigene BMW Membrane, Fabrikation vermutlich italienischer Herkunft. Da spricht für Qualität.

AirFlow Handschuh: Touring/Gelände aus hochwertigem Ziegenleder.

 

Der Airflow Handschuh: Unser Lieblingshandschuh in der Saison 2019. Riecht nach echt gutem Leder und fühlt sich auch so an. Wegen seiner kurzen Stulpe mit viel Mesh an der Oberhand und dem Knöchelschutz samt Lederinnenhand. Wir vermuten: hergestellt bei Held. Wildlederdaumen als Visierwischer fehlt auch nicht. Ziegenleder, 110€.

Erster Eindruck: sehr gutes Leder, vermitteln mehr Sicherheit als KLIM Sommerhandschuhe Marrakesh, hochwertig gemacht, Passform eher für gleichlange Finger.

 

Alles Weitere im Test. Hier zum Katalog 'der Eitelkeiten' (pdf).



24.09.2018 22:36 von Markus Golletz

Fahrerausstattung BMW GS Anzug Dry

BMW GS Dry Anzug Damenversion
BMW GS Dry Anzug Damenversion

 

 

Für rund 875 EUR gibt es bei BMW den Einsteigeranzug GS Dry. Er ist mit einer nicht weiter spezifizierten Membran ausgestattet (BMW Climate Membran), hat Versteller an den Armen und an der Hüfte und einfache Abschlüsse für Waden und Handgelenke (Klett). 

Beim Fahrtest war die Hose mal wieder etwas kurz (Fahrer: 180, schlank) und die Belüftung, die mittels Auslassöffnungen am Rücken und zwei relativ verdecken RV-Lüftern an der Burst, eher mangelhaft. Die Climate Membran ist nicht für wärmeres Wetter gedacht (besser unter 20°C fahren).

Sonst ist der Anzug sehr funktionell, auch die große Quertasche am Rücken gefällt (zum Äpfel sammeln) und der Endurogerechte Schnitt ist schon zu spüren, der eher komfortabel ausfällt. 

Elastische Materialien werden als Einsatz an einigen Stellen verarbeitet, dafür viel CORDURA 500 / Polyamid.

Die Vorliebe, nach festem zwei- oder Dreilagenlaminat kann ich nicht verbergen (Fühlt sich besser an, ist schneller wieder getrocknet) ist aber bei BMW eine andere Preisklasse.

 

Im Werbetext wird noch auf folgende Features hingewiesen:

 

  • Das Obermaterial für den Anzug GS DRY ist eine  BMW Eigenentwicklung (CORDURA 500 / Polyamid) mit dichter Gewebestruktur für hohe Festigkeit. Die sturzgefährdeten Stellen sind mit einer PU-Beschichtung mit Keramik-Partikeln („Dots“) ausgerüstet
  • Herausnehmbare NP2-Protektoren der neusten Generation an Schultern, Ellenbogen, Hüfte und dreifach verstellbar an den Knien, neuer NP Pro-Rückenprotektor serienmäßig
  • Wasserdicht verklebte Spezial-Reißverschlüsse an Brust und Rücken öffnen nicht nur das Obermaterial (Anmerkung: siehe oben, ist auch notwendig)
  • Eine Membran im Rückenbereich sorgt mittels 3D Abstandsgewirke zusätzlich dafür, dass der Fahrer während der Tour nicht zu stark ins Schwitzen gerät. Ist aber sehr schwer.
  • Die Z-Liner-Konstruktion (Außenmaterial kann sich bei Regen vollsaugen) mit integrierter BMW Climate Membrane macht den Anzug GS DRY  atmungsaktiv, wind- und wasserdicht. Lederbesatz an den Innenseiten der Knie sorgen für guten Halt am Tank und Stretch-Einsätze an Armen, Knien und über dem Gesäß sorgen auch abseits der Straße für die nötige Bewegungsfreiheit. Für großzügigen Stauraum sorgen acht Taschen an Jacke und Hose, darunter zwei wasserdichte Pattentaschen.

 

An der Hose gefällt auch der Besatz aus Leder am Innenknie. Die Hosentaschen im Jeansstil haben einen Reißverschluss.
Die Jacke ist in den Farben schwarz / blau oder grau erhältlich, die Hose in schwarz / blau. Identische Farbvarianten der Damen- und Herren-Version ermöglichen bei eigenständiger Schnittführung für den Partnerlook. Der Anzug GS DRY ist in folgenden Größen erhältlich: Herrenanzug 46-60; Damenanzug 34-48, jeweils im Regular Fit mit 40cm Verbindungsreißverschluss.

  • regular Fit mit relativ kurzer Beinlänge
  • Schwerer Rückenprotektor, leichter Luftzug am Hals
  • Lüftungen unter den Armen fehlen, nur mäßiger Bein-/Bündchenbaschluss

 

  • Gute Übergangszeit Kombi
  • relativ regendicht
  • Knieinnenseite mit Lederbesatz

 

A bisserl kurz das Bein

Gibt es etwas zu ergänzen? Nur zu!

Kommentar von Peter Distler | 31.05.2015

Mich würden mal die Touratech Tractive Federbeine im Vergleich zu den originalen ZF-Sachs Beinen interessieren. Sonst finde ich MR gut gemacht und auch die kleinen Tipps am Rande bringen es. Weiter so!
Peter

Letzte Änderung: 08.08.2020
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