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In the middle of Nüscht

Altmark: In the Middle of Nüscht. Der Westen
Altmark: In the Middle of Nüscht. Der Westen

 

Auf der Suche nach Zielen kommt man manchmal im Nichts an. Dazu fand ich eine Landschaft, die dem voll entspricht und an der man oft vorbeifährt. An der Elbe, in Sachsen Anhalt, da liegt dieses Nichts.

 

Daher hier ausnahmsweise mal ein gelungener Klappentext:

 

"Ok, und was bedeutet das jetzt? Vergleiche helfen ja manchmal. Zumindest um an der Stelle zu verdeutlichen, was die Altmark ausmacht, rein faktisch anhand kalter, nackter Zahlen – nämlich das Nüscht! Denn die Altmark ist danach etwa doppelt so groß wie das Bundesland Saarland, hat aber fünf Mal weniger Einwohner – gilt statistisch als eine der am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands. Oh Schreck? Auf keinen Fall! Mitleid? Nein, Danke!"

 

Die Altmark

 

 

Ich bin öfter in der Altmark unterwegs gewesen, auch in Salzwedel. Das Geschäft der mittlerweile mit 98 Jahren verstorbenen Buchhändlerin Helga Weyhe steht leer und insgesamt sieht es trist und leer aus in der alten Salzstadt. Trotzdem kein Grund dort die Ruhe und Stille des Umlandes zu genießen oder mit dem Motorrad auf ländlichem Raum unterwegs zu sein. Das Buch macht Lust darauf und liefert viele Inspirationen.

 

Weiters, aus dem Buch:

 

In the middle of Nüscht – Go West / die westliche Altmark entdecken

Im Oktober 2018 löste das Altmark-Reisebuch “In the middle of Nüscht – die östliche Altmark entdecken” nicht nur eine Welle der Heimatbegeisterung in der Ost-Altmark aus, sondern auch den dringenden Wunsch nach einem Teil Zwei über die westliche Altmark. Diesen erfüllten Herausgeberin Sibylle Sperling und ein zwölfköpfiges Autorenteam. Nur zu gerne und waren 2019/2020 fast ein Jahr lang in der westlichen Altmark unterwegs. Von Salzwedel im Norden bis Letzlingen im Süden, entlang der Flusslandschaften an Jeetze und Milde, in Gemeinden, die “Flecken” heißen und 1A das sind, was die zugezogenen, zurückgekehrten und nie weggewesenen Autor.innen puren Luxus nennen. Nämlich so viel Natur zwischen so wenig Menschen. Oder anders formuliert: herrliche Vielfalt statt Einfalt mitten im Nüscht; zum Abschalten und Entdecken, Runterkommen und Abheben...

Alles eine Frage der Perspektive. Denn die vermeintliche Schwäche ist unsere Stärke. Hier in der Antiqua Marchia, die Alte Mark, ehemalige Kernprovinz des Königreichs Preußens und noch heute Zeugnis nahezu unberührter Landschaften und ursprünglichen Lebens.

 

Was ihnen dort im Naturkino oder bei der ältesten Buchhändlerin Deutschlands (s.u.) ins Auge gestochen, vor allem aber direkt ins Herz gegangen ist – filmreife Ortsnamen genauso wie das Stonehenge der Altmark oder auch hygge auf altmärkisch mit Knistern im Kopf – davon, den Menschen und ihren Geschichten erzählen die Autor.innen auch in “In the middle of Nüscht – Go West”. Ehrlich. Entspannt. Echt.

(Jana Hennig)

 

 

Ja, die tiefe der Wälder, die weite der blühenden wiesen, die sanften Hügellandschaften, die ungefilterten Geräusche der Natur, den blick ungestört bis zum Horizont – den Lippen entflieht unweigerlich ein seliges seufzen. Störche, Fledermäuse, Biber, Kranich, Turmfalken, Seeadler & der wolf inzwischen auch haben hier ein zu hause und es würde nicht wundern, wenn man ganz unverhofft, Fuchs und Hase beim gute-Nacht-sagen antreffen würde. Dazwischen Orte, wo die Welt noch in Ordnung, aber alles andere als stehengeblieben ist.

 
Die Altmark ist ein “weißer Fleck” auf der touristischen Landkarte in Deutschland. Wer genau wissen will, was hier zwischen Berlin, Hannover, Schwerin und Magdeburg los ist, dem sei das Entschleunigungsbuch über die östliche Almark empfohlen. Teil 2 zur westlichen Altmark ist in Arbeit….

 

 

  • Teil 1 östliche Altmark In the Middle of Nüscht
  • A14 Autobahnbau und durch die Altmark und der Protest (MDR)
  • Vollständig bebildert und vierfarbig gedruckt. Rund 30 Ziele, viele Hundert Adressen
  • (Texte von: Ammar Awaniy, Mandy Ganske-Zapf, Barbara Hallmann, Amanda Hasenfusz, Jana Henning, Karina Hoppe, Dr. Mieste Hotopp-Riecke, Bianca Kahl, Kerstin Singer, Katja Schulz, Sibylle Sperling, Verena Treichel und Heiko Wisny; Fotos von Sabrina Beyer und Markus Schrot; Illustrationen von Kerstin Rupp)
  • Bibliografische Daten: In the middle of Nüscht

 

 

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