20.12.2021 von Markus Golletz

Stark VARG E-Crosser & Ducati DesertX

Die letzten und ersten ihrer Art

 

Die Meldung ist noch keine Woche alt, aber das junge Unternehmen aus Barcelona tritt neben Geld verdienen an, um 'Co2- und Plastikverschmutzung drastisch zu reduzieren', so der Text auf der Homepage. Barcelona soll dabei eine Vorreiterrolle spielen (tut Barcelona bisher nicht unbedingt).

 

Die Webseite ist bisher so neu, das sie zwar anbieten kann, den Kaufpreis vorab zu zahlen, die Seite mit den Ersatzteilen funktioniert aber noch nicht.

Wenn Stark hält, was es verspricht, werden hier einige Crosser hellhörig werden. Man ist es gewohnt fünfstellige Summen für einen Crosser auszugeben, die VARG verspricht aber folgendes: 110 kg bei 80 (oder 60) PS, 275 (938) Nm, (6 Kw Batterie) Leistung und das man quasi 40 Minuten Vollgas fahren kann, ohne das der Akku schlapp macht. Bei gemächlicher Gangart sollen es sogar mehrere Stunden sein. Entscheidend ist, das es für ein GP Rennen oder eben einen Tag auf der Crosspiste ohne Nachlanden reicht. Daran krankten vorhergehende Konzepte, Eigenbau so wie die KTM e-Ride (22 PS), die jüngst mit einem stärkeren Akku ausgestattet wurde, bei dem der (teure) Zweit-Akku aber dennoch empfohlen wird. Ladung? 75 Minuten für 85%.

 

 

Doch zurück zur VARG. Das Barceloner Unternehmen kalkuliert für die 60 PS Variante 12.000€ und kopiert quasi alle Maße einer handelsüblichen 450er. Das Kayaba Fahrwerk mit 310 mm Federweg ist voll einstellbar und es gibt zahlreiche Fahrmodi, die sogar verschiedenste Verbrennungsmotoren imitieren können. Leistungskurve, Schleppmoment und Traktionskontrolle sind ebenfalls einstellbar. Die Optik täuscht nicht, der Motor ist tatsächlich wassergekühlt und wiegt nur 9 kg. Stark spricht vom derzeit 'energiedichtesten Batteriesystem der Welt': es wiegt 32 kg und ist mit einem sehr kompakten Inverter ausgestattet.

 

Einschränkungen: kein Betrieb unter -2°C und über 35°C, Ladung nur (langsam) über Schuko-Steckdose (110/220V), ggf. auch schneller in 1-2 Stunden, je nach Ladegerät.

 

 

 

Ducati DesertX: mit Testastretta 937 Motor

Die andere Überraschung ist Ducatis erste 'richtige' Reiseenduro: Die DesertX gibt es ab 16.000 Euro. Sie reiht sich ein zwischen nunmehr den 790/890er KTM's, der KTM Norden 901, der Yamaha Ténéré 700 und der Aprilia Tuareg 660. Sie wiegt ebenfalls 202 kg trocken (Fahrbereit 223 kg), 230/220 mm Federweg (v/h), hat 110 PS, ist aber die einzige, die einen waschechten 90°V-Motor mit 900 ccm (Testastretta) besitzt. Lange Wartungsintervalle und bewährte Technik stehen auf der Haben-Seite. Der 937er Testastretta-Motor der Ducati Multistrada 950 ist einer der besten, die je gebaut wurden. Für den Endurobetrieb wurde er umfangreich überarbeitet, erleichtert und leiser gemacht. 6-Ganggetriebe mit Quick-Shifter gehört mittlerweile zum Standard in der Preisklasse. Eine Besonderheit ist das Tanksystem bestehend aus dem 21 Liter Fronttank und einem 8 l Hecktank, beide mit asymmetrisch angebrachten Tankdeckeln.

 

 

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Letzte Änderung: 18.04.2019
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