Schuberth C3 Pro: das Update

Die feinen Unterschiede

Über ein Jahr lang haben wir den C3 Pro nun im Test gefahren. Einen Sommer und einen langen Winter, bei Schmuddelwetter und Sonnenschein, auf verkleideten und unverkleideten Maschinen. Er war auf dem Ligurischen Grenzkamm genauso wie in der Auvergne, den Pyrenäen, in Marokko oder in Ligurien. Seine Kilometerleistung sieht man ihm kaum an, außer den obligatorischen Kratzern an seinem höchsten Punkt, verursacht durch die niedrigen Wagons des DB Autozuges oder herunterhängende Äste beim Endurofahren.

 

Im Vergleich zum ‚normalen‘ C3 ist der C3 Pro kein Nachfolger, sondern eher eine verbesserte Variante des bewährten Modells. Die Evolutionsstufe scheint gelungen und wird seitens Schuberth auch immer wieder mit neuen Dekoren aufgelegt.

 

Der C3 Pro staubte in aktuellen Tests die besten Werte bei der Schlagprüfung ab und ist auf der Höhe der Zeit, auch was das Design angeht, das dezent angepasst und verändert wurde. Ein paar Gene stammen vom hauseigenen Integralhelm S2: Aerodynamik und Heckspoiler, oder auch die angenehm zu tragende Innenausstattung. Aero-Akustik ist eines der Alleinstellungsmerkmale, auf die es Schuberth besonders abgesehen hat und sicherlich gehört auch der C3 Plus zu den leisesten Helmen seiner Klasse. Da wir aber in der Testphase häufig das Motorrad gewechselt haben, ein tiefschürfender Satz dazu: Unserer Erfahrung nach ist die Geräuschkulisse neben individuellen Faktoren um ein Vielfaches mehr von der Art der Verkleidung (respektive Fahrergröße), als vom Helm selber abhängig. Als sehr wirkungsvoll am Helm empfinden wir den gelungenen integrierten Akustikkragen. In den lässt sich auch schlauerweise das Schuberth eigene Bluetooth-Kommunikationssystem SRC (345 €) integrieren und funktioniert auch passabel. Bei diesem System-Helm ist eben alles von einem Hersteller, daher generiert man Vorteile, die andere nachgerüstete Intercom Lösungen nicht bieten können.

Den Schuberth C3 Pro gibt es im bekannten Fachhandel ab 595 €. Dekore und Sonderfarben (wie Fluo Yello oder Orange) kosten Aufpreis. 

 

Plus

  • Gewicht, Handhabung, Komfort
  • Aeroakustik - je nach Höhe der Frontscheibe - sehr gut
  • Umfangreiches Zubehör und mehrere Dekore erhältlich

 

Minus

  • Bei der nächsten Evo-Stufe kann man sich nur noch eine verbesserte Visiermechanik mit mehreren Drehpunkten und ein kamerafreundlicheres Gesichtsfeld vorstellen
  • ist ausschließlich mit Integral-Teil zu fahren

Fazit

Das C3 Update ist gelungen, auch wenn Außenstehende den Unterschied auf den ersten Blick nicht bemerken würden. Nach kurzer Eingewöhnungszeit erfreut man sich schnell an Detailverbesserungen, die manchmal erst zum Tragen kommen, wenn man Zubehör benutzt. Der C3 Pro macht irgendwie schon auf den C4 neugierig. Was wir uns da wünschen: noch weniger Gewicht, ein größeres Gesichtsfeld und eine Exzenter-Klappung für das Integralteil, das damit näher am Helm anliegt. 


Die wesentlichen Unterschiede:

  • Der C3 Pro hat die verbesserte Innenausstattung des Schuberth S2
  • Kabelanschluss für Schuberth "SRC System" (Intercom, SRC Ready)
  • Aerodynamik und Heckspoiler vom S2
  • Gefühlt eine verbesserte Visiermechanik
  • Gewicht: Identisch
  • Geändertes Be- und Entlüftungssystem (oben: geänderte Einlassöffnung) 60 % höherer Frischluftdurchsatz 
  • 2 dB (A) leiser (82)


Weitere Infos:

  • Für Frauen ist ein besonderer Schuberth C3 Pro Women erhältlich
  • ECE-Norm: ECE-R 22.05 (wichtig für Italienreisende)
  • Material: S.T.R.O.N.G.-Fibre
  • 2 integrierte Antennen für Bluetooth und Radio-FM-Emfang

 

Ersatzteilpreise, Zubehör & Größen

Eine Visierscheibe kostet ca. 55 € + eine Pinlocklinse dazu noch mal 29,90 €. Gefallen tut am Visier das EasyChange System, das ein schnelles Ein- und Ausbauen der Schreibe ohne Werkzeug ermöglicht. Sonnenvisier, Windabweiser, Nacken-/Wangenpolster und Innenausstattung sind als Ersatzteile erhältlich. Als Kommunikationssystem empfiehlt Schuberth das SRC-System C3 Pro, das ganz auf den Helm abgestimmt ist.
Größensystem: XS 52/53 cm Kopfumfang, S 54/55, M 56/57, L  58/59, XL 60/61, XXL 62/63, XXXL 64/65.
Die Aufgaben der Service-Abteilung sind Garantie-/Kulanzbearbeitung sowie Reparatur und Telefonhotline (Info: kundenservice@schuberth.de, Stefanie Reichenbach, 0391-8106-555)


Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentar von Jörg Rangott | 13.04.2016

Ich habe mir ein neues Motorrad K1600GT Sport gekauft. Bis dato habe ich alle C.. Reihen an Helmen von Schuberth getragen, zuletzt den C2. Den Helm C3 pro mit dermKommunikations-Teil würde ich gern testen, da mein C2 jetzt 8 Jahre alt ist.

Kommentar von Walter Gyssler | 25.12.2016

Ich fahre bisher nur BMW Helme. Meine Frau hat schon einige Jahre einen Schubert-Helm.
Ich überlege ob ich auch einen Schubert-Helm kaufe. Was ist der Unterschied zwischen C3 und C3 pro. Kann ich meine Bähr Sprechanlage einbauen lassen?

Antwort von Markus Golletz

Hallo Walter,

Bähr Sprechanlagen kannst Du sicherlich einbauen lassen. Ich kenne hier in Hannover auch einen Dealer, der das macht. C3 und C3 Pro Unterschiede sind schon die Form der Helmschale und ein wenig in der Innenausstattung. Wenn Du die Wahl hast, besser den Pro.

Letzte Änderung: 01.01.1970
LETZTE NEWS   Alle News als RSS-Feed

21.05.2019 09:48

Garmin Overlander

Ein neuer Garmin, nicht nur für 4x4. Ein 'All-Terrain-Navi'

Weiterlesen …

08.05.2019 22:22

Bremskraft­verbesserer

Wie man Endurobremsen nachhaltig verbessern kann.

Weiterlesen …

06.05.2019 13:48

Mofessor Kettenöler von Berotec

Ein bezahlbarer Kettenöler made in Ba-Wü.

Weiterlesen …

23.04.2019 23:06

Kulturelle Landpartie 2019 | Wendland Elbe

Kulturelle Landpartie 2019 im Wendland: Lohnenswerte Motorradrunde und Gorleben Tag.

Weiterlesen …

16.04.2019 09:28

Nordisk & MSR Leichtgewichte

Stabile Zweierzelte für die 2019er Saison.

Weiterlesen …