19.06.2018 15:06 von Markus Golletz

Die feinen Unterschiede

Unterschiede Rahmen und Motor
Unterschiede an Rahmen und Motor

 

Schaut man sich die Konstruktionen von damals (F 800/700 GS, anno 2007) und heute, F 850/750 GS, anno 2018, genauer an, trifft man auf viele Unterschiede. Nicht alles ist anders und neu, z. B. hatte LED- und CAN-Bus Technik schon damals Einzug gehalten.

Am wohl eindrucksvollsten ist das Cockpit im Dashboard-Stil, eine Art Tablet, das alle Daten und Anzeigen programmatisch zusammenfasst. Auch der per RDK Reifendrucksensor ermittelte Reifendruck wird nun serienmäßig angezeigt (Pflicht bei EURO 4). Sogar die Navigation kann hierüber auf zweierlei Weise geschehen, im Roadbook-stil per BT-Verbindung mit dem BMW Connectivity App (Kartendaten D: 1,6 GB, für Offline-Nutzung herunterladbar) oder über den rund 815 € kostenden BMW Navigator VI. Hier entspricht die Geräte-Bedienung ungefähr den Zumos 660 oder 395, BMW ermöglicht aber auch die Bedienung per Lenkerschalter und Drehregler.

 

Grundsätzlich anders sind nun Motor und Rahmen.

 

Der Ölfilter wanderte an eine geschützte Stelle unterhalb der Kupplung, die Wasserpumpe sieht wesentlich größer aus und die Soziusfußrasten sitzen nun (endlich) an geschraubten Aluminiumauslegern.

 

 

Besser und stabiler gelöst scheint auch die Achsaufnahme in der hinteren Schwinge. Der Achsdurchmesser wuchs etwas und die Schiene für den Verstellmechanismus des Kettenspanners ragte nun in einen Hohlraum der Schwinge hinein. Die Einstellschraube kommt ohne Kontermutter aus. Seiten- und Hauptständer sind wie so oft bei BMW vorbildlich.

Dadurch, das der Tank nicht mehr am Heck sitzt, ist selbiges wesentlich schmaler geworden. Der Auspuff Endtopf ist leider immer noch relativ voluminös, was mit Koffern damals wie heute für Asymmetrie und Überbreite sorgt. Die Neue ist wegen des schlanken Hecks etwas schmaler. Tatsächlich wirkt die F 750 GS im Fahrbetrieb trotz Übergewicht etwas handlicher und vom Motor etwas spritziger als die 800er GS. Das Vorderrad bekommt im Solo-Betrieb etwas mehr Last ab, was das ganze Fahrwerk etwas 'gieriger' auf Kurven macht. Im Soziusbetrieb relativiert sich das alles wieder etwas.

 


Hmm: 10 Schrauben und die Achse lösen, um das Ritzel zu wechseln?

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Kommentar von Dieter Zeller | 24.10.2018

Elektronische Fortentwicklung soll hier vielleicht über günstigere Produktionsstätten hinwegtäuschen. Man wird abwarten müssen, wie sich das Motorrad in der Praxis erweist, aber die Hintergründe bleiben wie so oft im dunklen.

Letzte Änderung: 18.04.2019
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