05.12.2013 14:17 von Markus Golletz

Vertemati's Zweizylindermotor ist fertig

Vertemati Factory Infect 1000 V2

Vertemati Factory Infect 1000 V2

Vertematis erstes Zweizylindermotorrad ist fertig. Sicher nicht für Jedermanns Geldbeutel gedacht haben die alternden Gebrüder Alvaro und Guido Vertemati mit personeller Unterstützung von Studenten der polytechnischen Universität Mailand eine 'Rarität' auf die Felgen gestellt.

 

Nichts ist wie bei einem Serienbike, denn schon die Felgen sind aus Carbon, wie auch der Tank, Kotflügel oder Verkleidungsteile. Auch wenn der Rahmen wir Aluminiumguss aussieht, wird man hier getäuscht: alles ist im Bearbeitungszentrum aus dem Vollen gefräst, genauso wie Motorteile und Motorgehäuse. Titan wird als Werkstoff bevorzugt. Erstmalig liegen alle Zeichnungen und Details als 3D CAD-Zeichnungen und Animationen vor, so das im Prinzip alles maschinengerecht für eine Serienproduktion bereit wäre. Anhand der nun von Vertemati und moto.it veröffentlichten Bilder könnte man sagen, das alles, bis auf den letzten Schliff fertig sei.

 

Bei 145 kg Gewicht muss man über die Leistung des Stirnradgetriebenen 1000 V2 keine großen Worte verlieren. Jeweils eine Nockenwelle, angelehnt an Hondas Unicam-Format reichen dem modernen Motor ausreichend Vortrieb zu entwickeln.

 

Weitere Varianten sind denkbar: eine kleinere Supersport Schwester, eine Superbike-Straßenversion wird sogar schon genauer geplant. Die Vertematis würden später sogar noch eine Enduro bauen, bei der eine Mischung aus Titanrohr und Aluminium-Rahmen verwendet werden soll. Der Motor ist so ausgelegt, das durch Vergrößerung der Bohrung auch Varianten von 1100 oder gar 1200 ccm entstehen könnten.

 

Bei unserem Besuch im Juni 2013 haben wir die Entwicklungsstätte der Vertemati Brüder in Triuggio (Brianza) genauer betrachten können, hier können natürlich keine Serienmotorräder gebaut werden und so ist die Vorstellung der Infect auch als Ausschreibung für eine Serienproduktion zu verstehen. Derzeit sind die Motorräder für Jedermann einfach nicht bezahlbar. Man möchte also derzeit Interessenten von dem kühnen Projekt faszinieren und man hat schon funktionstüchtige Prototypen vorzuweisen. Roberto Roncalli, Geschäftsmann und Mäzen seines Zeichens, ist in diesem Projekt bisher der Unterstützer der Vertemati Brüder. Neuen Antrieb bekam die Hinterhofwerkstatt der Gebrüder durch junges Blut von der polytechnischen Universität Mailand in Gestalt von:Maurizio Amatruda, Federico Belli, Timothy Macchia und Luca Menon. Sie sind für die CAD Konstruktion des Projekts zuständig.

 

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  • Link zum Moto.it-Artikel (samt ital. Interview)

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