17.07.2016 15:14 von Markus Golletz

Von Zupin über die Alpen

SWM und Duc: Start bei Zupin
SWM und Duc: Start bei Zupin

Josef Zupin ist auch da. Und schraubt an einer 100 Jahre alten Husqvarna, die er mal für 200 DM gekauft hat. Udo Dörich erzählt uns von der vermeintlichen MV Agusta Pleite, von der wir noch nicht wussten. Die SWM 650 Enduro (technische Daten) steht bereit. Nur noch GPS anklemmen, Ortlieb Taschen drüberwerfen und … Nein! An der Ducati müssen noch Bügel befestigt werden, damit die SW-Motech Koffer halten.

Zupin erzählt weiter von dem BMW-KTM-Husqvarna-Deal, bei dem schlussendlich einige (ehemalige) Husqvarna Mitarbeiter durch das Engagement von Ampelio Macchi und Shineray wieder in Lohn und Brot kamen. Man besorgte sich vom Fantic-Eigner Federico Fregnan die Markenrechte an der alten Italienischen Marke SWM. Dort arbeiten mehr als die halbe alte Husqvarna-Belegschaf und die stellen Motorräder her, die sich nicht nur wie Husqvarnas vom Modelljahr 2010 aussehen, sondern auch so fahren. Trotzdem sind sie eigenständig. Mit der Hilfe von Shineray werden einige Teile dieser Motorräder günstiger in Fernost hergestellt, dadurch kommen für die SWM Modelle günstige Preise zustande.

 

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Doch zurück zu Zupin: hier zeichnete man sich für den Abverkauf der alten italienischen Husqvarna Modelle und deren Ersatzteilversorgung zuständig. Jetzt ist Zupin der Generalimporteur von SWM. Das scheint folgerichtig. Wir packen alles auf die Motorräder und fahren los: Chiemsee in Wolken, später muss auf Kurs Süd der Großglockner herhalten – allerdings wird’s hier nochmal richtig kalt. Der Eiswarner der Ducati springt an und wir ziehen alle Schichten an, die wir haben. Hoffentlich zum letzten Mal.


Der Großglockner, Österreichs höchste Passstraße ist schon etwas Besonderes, aber die Betreiber haben die Preise auf 25, respektive 35€ für Autos hochgeschraubt. Wir würden fast sagen, heute sind die meisten Motorräder und Quads. Auf der Südrampe wird es endlich sommerlicher und der Plöckenpass bringt dann auf der italienischen Seite den Sommer zurück. Die italienischen Motorräder laufen hier gleich viel besser und unsere Gedanken kreisen über gutes Italienisches Essen, Motorradfabriken und die vielen Supermoto-Straßen in der Gegend. Zum Abend gönnen wir uns von Ampezzo eine Runde hinauf zur Staumauer von Sauris. Ein gerades Stück Straße gibt es dort nicht mehr, dafür abenteuerliche Natursteintunnel, die bis zur Staumauer einen irren Höhenunterschied bewältigen. Kaum weniger spektakulär ist die Abfahrt über den Passo Puro. Am Ende landen wir auf einem Picknickplatz, auf dem ein paar Fischer gerade Forellen räuchern, die sie aus dem breiten Flußbett des Fiume Tagliamento gezogen haben. Wir dürfen bleiben!

 

Wegen technischer Probleme (warum muss man auch mit Win XP verreisen?) können wir einige Blog-Beiträge nur mit Verzögerung einstellen.

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Letzte Änderung: 20.03.2018
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