01.04.2020 11:59 von Markus Golletz

Buff als Mundschutz?

Was bringt der Schlauchschal?

Höflich: Mund und Nase Geschützt?
Höflich: Mund und Nase Geschützt?

 

Besser als gar nichts - auf jeden Fall. Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer haben neben der üblichen Schutzausrüstung meist auch ein Schlauchtuch oder Halstuch dabei. Der ist meist als Gesichts- und Hals-Abdichtung gedacht, erfüllt aber in Zeiten von Corona auch einen anderen Zweck: Beim Einkauf im Tante Emma Laden oder Supermarkt oder auch ganz seriös als Höflichkeits-Mundschutz verwenden. Dabei gibt es einiges zu beachten. Ähnlich wie OP-Masken bieten handelsübliche Stoffen nicht den Schutz professioneller Masken. Sie wirken aber wie ein mehr oder weniger feines Netz, das man sich vor Mund und Nase spannen kann. Beim Niesen bleiben Teile der Tröpfchen darin hängen und sie hindern einen auch daran, sich in das Gesicht zu fassen.
Vorläufiges Fazit also: Psychologisch wertvoll und besser als gar nichts. Radio Regenbogen hat dazu einige weiterführende Überlegungen zusammengestellt.

»psychologisch wertvoll & besser als gar nichts«

 

Wahrscheinlich ist ein Buff oder ähnliches nicht so gut wir ein OP-Atemschutz, weil Stoffe nicht unbedingt dafür spezifiziert sind, das keine Tröpfcheninfektion durchgehen. Auf jeden Fall sind sie aber besser als kein Mundschutz. Hier eine Antwort von Buff:

 

»Grundsätzlich bietet ein Textil vor Mund/Nase einen Fremdschutz, d.h. ich reduziere die Ausbreitung der eigenen „Tröpfchen“. Es ist jedoch nicht vergleichbar mit einem professionellen Atemschutz, wie es in der Medizin verwendet wird. Unsere Tücher haben keinen Filter o. Ä., was einen Schutz vor Infektionen bietet. Unsere offizielle Stellungnahme finden Sie hier. Eine Studie, welches unserer Textilien mehr oder weniger Tropfen „durchlässt“ gibt es nicht. Alle Aussagen wären auch nicht korrekt, da wir keine Zertifizierungen oder Tests vorweisen können.«

 

Über Buff Schlauchtücher haben wir wiederholt geschrieben, jetzt bekommen sie eine neue Aktualität. Die andere Frage ist eher, wir sich derzeit Motorradfahren und Reisebeschränkungen vertragen. Das ist je nach Aufenthaltsort unterschiedlich und es gibt diverseste Wortmeldungen dazu:

 

 

Prolliges, lautes Rumfahren ist in der Tat unangebracht, aber Einkaufen, wichtige Besorgungen, etc.? Diskussionen über das Motorrad als ganz normales, Transport- und Verkehrsmittel werden wider wach in einer Zeit, in dem das Bike fast ein bisschen zum ausschließlich luxuriösen Freizeitspielzeug verkommen ist. Ist Motorradfahren nur noch ein 'vermeidbares Hobby'?

 

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Kommentar von X_FISH | 10.04.2020

Es gibt inzwischen einige Videos wie man einen Schlauchschal zum provisorischen Gesichtsschu... Zur provisorischen Mund-Nase-Barriere (»Schutz« darf man ja nicht sagen/schreiben) umfunktionieren kann.

Mal einfach nur mehrlagig, mal mehrlagig mit Küchenrolleneinlage, mal mehrlagig mit Kaffeefiltereinlage. Die Varianten sind zahlreich.

Im Alltag begegnen mir inzwischen viele Schals - bei über 22°C schauen darüber verschwitzte, rote Gesichter hervor. Aber die hatten dann auch ihren dicken Wollschal mehrmals ums Gesicht gewickelt.

Dann doch lieber den Schlauchschal für 1-22 Euro (je nach Anbieter und Qualität). Wobei es schon befremdlich ist wenn man damit herumläuft. Mit echtem Mundschutz wird man zwar auch komisch aber nicht ganz so wertend angeschaut. Reine subjektive Wahrnehmung meinerseits...

Letzte Änderung: 18.04.2019
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