16.01.2019 14:53 von Markus Golletz

Garmin Instinct - GPS am Handgelenk

Garmin Outdoor-Smartwatch für Genügsame

Instinct von Garmin: biketauglich
Instinct von Garmin: biketauglich

 

Instinctheißt die neue erschwingliche Serie von Garmins smarten Outdoor Uhren. Durchdacht, aber ohne Schnickschnack und ohne Statussymbol-Attitüde kommt das kleine Wearable mit rein praktischen und sportlichen Charme aus. Der Preis liegt um 250 Euro. Dafür bekommt man eine Smartwatch mit vielen Outdoorfunktionen. Mit an Bord sind Navigation (Navigation mit Strecken oder Luftlinie von Punkt-zu-Punkt), Tracback und folgende Sensoren: Höhenmesser, Barometer, Kompass und eine Herzfrequenzmessung. Mit dem Explore App (samt offline OSM Karten)lassen sich auch Karten darstellen und Routen zusammenstricken, die dann auf Instinct übertragen werden können. Leider ist damit kein Routing möglich. Die Route wird mit Luftlinienrouting zusammengeklickt. 

 

Mit Garmin Connect lässt sich das auch alles im Internet grafisch darstellen, bzw. den Trainingserfolg beurteilen. Unser Motorradversuch ergab auch, das man Instinct als Tracker für Motorradtouren verwenden kann. Es empfiehlt sich nur, die *.fit-Dateien dann auch gelegentlich von der Uhr downzuloaden, da sonst irgendwann der Speicher (nur 4,7 Mb frei verfügbar) voll sein könnte. Der kleine Speicher ist einer der Unterschiede zur teureren Fenix-Serie. Wer regelmäßig auf dem Computer speichert, kann damit leben. Eine Aufzeichnung einer Tour von 4,5 Stunden schlägt laut Navigation-Professionell mit rund 260 KB zu Buche. Die Aufzeichnungsqualität und die Intervalle sind gut aber eher auf Fußgänger abgestimmt.

Wie es am besten klappt, einem Track zu folgen, ist einfach bei Navigation Professionell erklärt. Dabei verschiebt man eine GPX- Datei am besten vom Smartphone oder Computer via der Apps Connect oder Explore in den Speicher der Instinct. Ruft man dann die Datei auf, kann es losgehen. Zwar ohne Karte, aber Instinkt sendet z. B. spürbare Vibrationssignale, wenn man vom Weg abweicht. Eine bequeme Art der Navigation, wenn man vorher einen Plan hat und sich auf das Wesentliche konzentrieren will.

 

Garmin gibt an, das der Akku 12,5 bis 16 Stunden Navigation verträgt. Im Standby und im normalen Gebrauch hält der Akku bis zu mehreren Wochen. Das 128 x 128 Pixel transflektives MIP-Display ist zwar Monochrome, lässt aber kaum Wünsche offen. Zumal keine Karte dargestellt werden muss.

Praktisch zum Biken

Bei den Aktivitäten kann auch auf den Datenseiten auch jeweils ein Tacho prominent eingestellt werden. Das hilft bei der Kontrolle der Tachogenauigkeit oder ersetzt an Offroadmaschinen kurzfristig das Instrument. Dabei muss man nicht umständlich mit dem Smartphone fummeln, am Handgelenk oder der Lenkerstrebe ist alles unter Kontrolle.
Was wir gut fanden, ist auch da wichtige Benachrichtigungen oder Wetterberichte direkt am Handgelenk ankommen. Die nun am Handgelenk anlandenden Infos sind auch gut mit Motorradhandschuhen abzurufen und insgesamt ist das Ziffernblatt gut abzulesen. Acht geben sollte man auf die Connect App, die als sehr stromhungrig gilt. Also zu Synchronisation nur anschalten, wenn es drauf ankommt. 

 

 

Apps und Widgets:

Hier gibt es eine Presets, die je nach Aktivität bestimmte Daten und die GPS Koordinaten mittracken. Widgets sind nützliche Zusammenstellungen von der Virb-Fernbedienung über Herzfrequenz bis zu Benachrichtigungen, Schrittzählern oder Daten von Sonnen- Aufgang und Untergang. Apps (GPS Taste) sind eher den Tätigkeiten und Sportarten zugeordnet. Davon können über 30 geladen werden.

 

Wenn es am Handgelenk vibriert, dann sind meist Benachrichtigungen eingegangen oder man ist von der Strecke abgewichen. Benachrichtigungen gibt es für E-Mails, eingehende Anrufe, neue SMS oder WhatsApp sowie Garmin Connect Meldungen. Alles konfigurierbar.

 

Vorläufiges Fazit: Insgesamt wird die Instinct derzeit in ihren Möglichkeiten stark unterschätzt. Wer den Bogen raus hat, erreicht eine ähnliche Funktionalität wie bei den teureren Fenix-Smartwatches von Garmin. Verglichen mit Billigprodukten und anderen Anbietern eine wirklich gut funktionierende Outdoor Smartwatch, die auf Anhieb gut funktioniert. Koppeln, Massenspeichermodus, Daten übertragen - alles ohne Probleme möglich. Die smarte 'Uhr' erspart beim Motorradfahren den Blick auf das Smartphone, hält lange durch und kann bei zu Fuß Outdoor-Aktivitäten sogar lange Navigieren. Auch vom Preis her ein echter Tipp.

 

 

  • Gute Ablesbarkeit und Bedienbarkeit auf dem Motorrad
  • Tachofunktion am Handgelenk und Anzeigen zu Sonnenauf- und Untergang
  • Wetterwarnungen und Barometer
  • Tracking auch für Motorradtouren möglich
  • Vibrationsalarme bei Abweichung von Wanderroute
  • Virb Fernbedienung
  • zahlreiche Gesundheits- und Fitness-Funktionen
  • Garmin Connect wird als stromhungrig indentifiziert
  • Kleinerer Speicher als Fenix

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