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Kommentare

Kommentar von Paul S. |

Hm, ich finde, „Analyse“ ist ein großes Wort für Peters Einlassungen.
Klar funktionieren Motorradreisen auch ohne Zeitungen und Internet, sogar ohne Lesen überhaupt.
Auch bei Magazinen schwankt selbstredend die Qualität. Aber hier ist sie immerhin kalkulierbar, weil nicht jeder unabhängig von seiner Kompetenz alles unkontrolliert in die Öffentlichkeit trompeten kann.
Apropos: Peters Analyse des Ablaufs von Motorrad-Pressevorstellungen liest sich nicht unbedingt so, als wäre er selbst jemals dabeigewesen. Aber wenn er als Freund seriöser Informationen das so ins Internet schreibt, muss es ja stimmen.

Kommentar von Peter M. |

Hallo Markus!
Ja, wenn die eigene Firma verkauft wird und man das als Mitarbeiter erst aus den Medien erfährt... das macht keinen Spaß!
Aber von der Funke Medien Gruppe zu Syburger verkauft zu werden, kann ja auch was gutes werden... ;-)
Die Auflagen aller Motorradzeitschriften sind in den letzten 10-15 Jahren massiv eingebrochen. Wer glaubt, das würde sich irgendwann ändern, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Die "Corona-Krise" wird das ganze nur noch beschleunigen... Wenn (nach Experten-Meinung) 25% "der Alten" von Corona weg gerafft werden, dann betrifft das natürlich auch ganz viele Motorrad-Fahrer. KTM Fahrer wohl weniger, Honda und Yamaha schon mehr, BMW massiv und Harley... gibt´s denn Harley-Fahrer unter 60?
Die Jungen haben keinen Motorrad-Führerschein, werden auch keinen machen und Motorräder ohne "riding assist" können sie nicht fahren, weil nie gelernt!

Zum letzten Abschnitt deines Beitrags...
"Informationen für Reise etc." nur mit Internet-Recherche...
Ja, das geht, mache ich seit 10 Jahren immer so und das funktioniert.
Motorrad-Zeitschriften (aus dem Motorrad-Einheits-Presseverlag) kaufe ich schon ewig nicht mehr, höchstens das ich mal auf dem MRT ein Paar mitnehme. Die werden da ja stapelweise verschenkt.
Wenn im Winter die bekannten Hersteller BMW, Honda, Yamaha, KTM, Ducati ihre neuesten "Elektronik und Plaste-Motorräder" in Südspanien und Portugal präsentieren, dann sind nicht nur die üblichen Red. dabei, sondern auch diverse Blogger und YouTuber...
Die anschließend produzierten Artikel, Videos und Blogs sind dann auch identisch.
Der Hersteller ist der beste, das neue Motorrad phantastisch und das sollte man, muss man sie unbedingt kaufen!
Kritik Fehlanzeige!
Sich so einen Mist im Internet anzusehen ist schon übel, dafür aber auch noch am Kiosk 5€ zu bezahlen... niemals!
Ein Reiseenduro-Test ohne Reise, ohne Gepäck... in einer geführten Tour hinterm Tourguide wie die Lemminge durch die Gegend eiern... am Abend im Hotel dann auf Spesen feiern und zurück in Deutschland einen einseitigen Artikel absondern...
Brauche ich nicht, muss ich nicht lesen!
Btw: Den mit Abstand miesesten "Enduro-Test" haben sie bei 1000ps.at produziert... mit dem Motorrad faxen gemacht: Wheelie, Stoppie, Burnout bis... irgendwann der Hinterreifen platt war... Unterhaltungswert:100%
Nutzwert: 0%

Antwort von Markus Golletz

Peter,

danke für Deine Analyse und mir geht's ein wenig wir dir, deshalb bin ich auch kein Tourguide oder auch kein Händler, der gegen Profit verkaufen muss und entsprechend seine Beratung auf profitables abstimmen muss.

Aber ich biete meine Recherchen umsonst oder seit 20 Jahren zum Dumpingpreis den Verlagen an. Die Form der Veröffentlichung (digital / analog) ist dabei nicht so wesentlich, nur das dahinter auch Überlegungen und Arbeit stecken, die logischerweise entlohnt werden müssen. Wer Journalismus ehrhaft und eben so betreibt, das man unabhängig bleibt, leistet einen Beitrag zur Aufklärung und und am Ende zur Demokratie. Im Internet kursieren viele gut-geredete und gekaufte Informationen, aber eben auch die von echten Journalisten. Von uns Journalisten geben auch viele diese Infos als Teaser oder umsonst ab. Die +Angebote (Paywalls, Bezhalschranken) poppen aber auch überall auf uns sind sicherlich notwendig.


Angesichts der Masse und wenn man gut zwischen gekauft oder realistisch unterscheiden kann, kann man auch ganz gut durchkommen. Klar gibt es auch Raubkopien und klar verdienen die Verlage überproportional und die Urheber unterirdische wenig. Darum geht es eher.

1000PS.at z. B. gehören zu den abhängigen der Branche, die vieles gutreden weil sie eine Vielzahl von Verkaufsportalen am Start haben, die sie bedienen wollen oder müssen. Trotzdem arbeiten da Journalisten, die eine gewisse Kompetenz haben. Ein ziemlicher Spagat also.

Was ich sagen will: Wenn wir überhaupt noch etwas realistisches, ungesponsortes lesen wollen, müssen wir Wege finden, bei dem diese Journalisten noch eine Verdienstmöglichkeit haben.

Lieben Gruß aus dem Corona-Homeoffice mit kleinen Kindern,

Markus

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