30.07.2021 12:34 von Markus Golletz

Soto Benzinkocher aus Japan

Gas und Benzin ohne Düsenwechsel: Soto

 

Nach vielen Flops bei Benzinkochern im Campingurlaub hier eine gute Nachricht: Der japanische Hersteller Soto (since '78) hat Kocher im Programm, die an die Verarbeitungsqualität von japanischen Motorrädern erinnern. Hier ist nichts aus dem Allerweltsbaukasten, die Kocher sind durchdacht und innovativ.

Der Soto Muka ist schon länger auf dem Markt und hat vor einiger Zeit einen großen Bruder an die Seite gestellt bekommen. Muka war schon sehr robust und langlebig. Soto wirbt damit, dass seine Kocher leise sind und nicht langwierig vorgewärmt werden müssen. Wir haben es ausprobiert.

 

Der 'große Bruder' Stormbreaker (2018) hat einen größeren Brenner mit größerer Auflage und ein Flammensieb mit 300 Öffnungen. Der Brenner ähnelt damit mehr den Gasbrennerköpfen und reduziert damit vor allem auch die Geräuschkulisse. Viele, teils hochpreisige Benzinkocher haben nur eine Düse und ein paraboles Flammblech und erzeugen damit einen ordentlichen Lärm. Geradezu ungewöhnlich ist die Möglichkeit, alternativ mit Gas zu kochen und zwar ohne einen Düsenwechsel. Dabei wird einfach ein Adapter für den Schraubkartuschen-Anschluss verwendet und die Kartusche nach dem entzünden über Kopf aufgeständert. Dieses Prozedere soll auch den Brennerkopf schützt vor dem verschleißenden Underburn (Kopf glüht und brennt nicht mehr richtig) bei Gaskochern.

 

 

Beide Kocher lassen sich mit handelsüblichen Normalbenzin betreiben. Wir machten unsere ersten Versuche mit dem synthetischen Aspen 4 Brennstoff (95 Oktan), der aber keine nennenswerten Vorteile brachte außer etwas weniger Geruch. Auf den ersten Versuch gelang allerdings der Schnellstart nicht so einfach, wie bei den 30 Jahre alten Coleman Kochern. Die sehr robuste Pumpe in der Weithals-Brennstroffflasche funktioniert hervorragend und hat am Metallregelventil eine Start-Position. Bei der läuft auch zerstäubtes Benzin zum Vorwärmen in den Kocher. Die gelbe, etwas höhere Flamme ist daher bei allen Benzinkochern normal. Schwierig wird es erst, wenn man den bei Benzin-Betriebszustand abpassen will, um nach 5 Minuten einen weiteren Espresso aufzusetzen. Ohne 'Start' Position loslegen oder erst wieder etwas vorwärmen? Der Gasbetrieb ist da um einiges leichter, denn diese Frage entfällt komplett. Im Alltag ist der Stormbreaker daher im Vorteil, weil man Blitzschnell zwischen Gas und Benzin wechseln kann.

 

Zwei wichtige Regeln für Gas- und Benzinkocher
Gaskartusche
nach dem Entzünden vorsichtig auf den Kopf stellen, damit nur Flüssiggas in den Brenner kommt (Schutz vor Underburn).
Bei Benzinbetrieb nur wenig mit Additiven versetzten bleifreien Kraftstoff verwenden. Extra hohe Oktanzahlen, wie bei V-Power, Super Plus etc. vermeiden. 95 Oktan ist völlig ausreichend.

Den Test gibt es am Ende des Sommers!

 

 

Testvideos von Windmaster (Gas) und Strombreaker von Soto:

 

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Letzte Änderung: 18.04.2019
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