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Spanien im Frühjahr mit dem Motorrad entdecken

Nach Spanien mit dem Zug oder auf eigener Achse

Obwohl der Frühling in diesem Jahr lange auf sich warten ließ, hat die Motorradsaison endlich begonnen. Ein nicht unerheblicher Teil der Motorradfahrer verabschiedet sich in der letzten Saison von dem bisherigen Motorrad und steigt um. Auf der Suche nach einer neuen Reisemaschine stehen viele Biker vor einer großen Herausforderung. Das Angebot sowohl der Neufahrzeuge als auch der Motorräder auf dem Gebrauchtmarkt ist durchaus groß.

Letztendlich kommt es auf eine Kombination aller Ansprüche an. Wer viel reist und lange Strecken fährt, ist mit einer großen Reisemaschine gut beraten. Jedoch fehlt es diesen oftmals an Agilität und Wendigkeit, was vor allem auf Alpenpässen und Bergstraßen zu begrüßen ist. Nicht jeder Motorradbesitzer ist durchweg zufrieden mit seiner Maschine und hält Ausschau nach einem passenderem Motorrad. Hilfreich ist hin und wieder der Blick in ein Portal für gebrauchte Motorräder, unter anderem Motoscout24. Besonders, wenn das Motorrad einige Saisons abgeleistet hat, ist eine Neuanschaffung durchaus gerechtfertigt. Nicht zuletzt sind Motorräder mit sicherheitsrelevanten Systemen, wie ABS, mittlerweile auf dem Markt auch gebraucht günstig zu erwerben uns stellen mit Sicherheit das Sicherheitskriterium schlecht hin für lange Reise dar.

Etliche Biker wollen aber nicht einfach nur fahren bzw. von A nach B gelangen, sondern vor allem etwas erleben. Genau deshalb erfreuen sich Touren einer steigenden Beliebtheit. Besonders Touren im Ausland ziehen ein zunehmendes Interesse auf sich.

Spanien als Reiseland ist regelrecht populär geworden. Etliche Motorradfahrer spielen mit dem Gedanken, demnächst eine oder sogar mehrere Motorradtouren in Spanien zu absolvieren. Spanien hat Besuchern aus Deutschland noch eine ganze Reihe mehr zu bieten, als Strand und Kneipen. Im Motorradreiseführer Pyrenäen ist einiges darüber zu lesen.

Es sind vor allem die zum Teil sehr unterschiedlichen Landschaften, die viele Biker in den Bann ziehen. Wer sich in Spanien auf eine Motorradtour begibt, kann ungemein viel entdecken, zumal auch das Wetter zur Saison in den meisten Regionen sehr freundlich ausfällt. Während man in Deutschland immer noch sehr warme Kleidung tragen muss und auf Handschuhe nicht verzichten kann, ist die Situation in Spanien eine andere. In vielen Regionen des Landes herrschen einfach deutlich höhere Temperaturen vor.

Selbstverständlich gibt es auch andere warme Länder, aber dennoch ist Spanien gleich aus mehreren Gründen sehr reizvoll. Da wäre vor allem die Anreise: Wer zielstrebig unterwegs ist, kann Spanien von Deutschland aus innerhalb von ein bis zwei Tagen erreichen. Zumal niemand dazu gezwungen ist, eine solch lange Anreise auf dem Motorrad zu absolvieren: Wer möchte, kann auch mit dem Zug fahren. Dank entsprechender Zugverbindungen (Autozug) können die Motorräder problemlos mitgenommen werden. Außerdem ist es sogar möglich, Motorräder vor Ort zu mieten. Vor allem Neulinge, die sich wegen der Anreise ein wenig sorgen und es beispielsweise vorziehen, vor Ort überwiegend Tagesausflüge zu machen, entscheiden sich häufig für diese Variante – ebenso wie diejenigen, die das Motorradfahren für sich gerade erst wieder entdecken.

Mit dem Bike durch Katalonien

Für diejenigen, die sich noch auf der Suche nach einem Tourenvorschlag befinden, haben wir nachfolgend zwei Motorradtouren zusammengestellt. Die erste Tour führt durch Katalonien, die östlichen gelegenste Region Spaniens. Ausgangsort der Tour ist Figueres, eine spanische Kleinstadt, die ganz in Grenznähe zur Frankreich liegt und außerdem über eine gute Anbindung zur Autobahn verfügt.

Bevor es losgeht, sollte in Figueres zumindest das Dali-Museum besucht werden – bei ihm handelt es sich zweifelsohne um eine der größten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Am ersten Tag führt die Tour direkt an der Küste entlang, unter anderem an Kleinstädten wie Roses, L'Escala und Toroella de Montgri vorbei. Das erste Etappenziel ist Palamos. Am nächsten Tag geht es dann über Sant Feliu de Guixols nach Barcelona. Ein Besuch der Metropole sollte auf gar keinen Fall ausgelassen werden. Zwar mag das Motorradfahren womöglich ein wenig kürzer kommen, doch letztlich warten noch genug Kurven auf den Fahrer.

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Von Barcelona aus geht es dann am dritten Tag in Richtung Parc Natural del Montseny. Hier ist man als Motorradfahrer auf Straßen mit vergleichsweise wenig Verkehr unterwegs und kann die tolle Naturlandschaft ausgiebig genießen. Weil der Park von zahlreichen Touristen besucht wird, existieren genügend Möglichkeiten zur Übernachtung. Die meisten Kilometer werden am darauffolgenden Tag gemacht, der an den Parc Natural del Cadi-Moixero führt. Diese Tour erstreckt sich über zahlreiche Bergstraßen und verspricht somit einen besonders großen Fahrspaß. Nach einer Übernachtung im Park geht es dann weiter nach Andorra. Der kleine Staat wird von zahlreichen Bikern gern übersehen, doch wenn man schon in der Nähe ist, sollte man die Chance nutzen. Außerdem bietet er eine gute Ausgangsbasis, um weitere Touren anzuschließen oder die Heimfahrt anzugehen.

Tour von Madrid und Barcelona

Madrid und Barcelona sind die größten und zugleich bekanntesten Städte Spaniens. Besuche beider Städte im Rahmen einer Tour zu kombinieren ist sehr reizvoll, immerhin gilt es in deren Rahmen mehr als 550 Kilometer zurückzulegen.

Nachdem man sich Madrid angesehen hat, führt die erste Etappe nach Sigüenza. Auf dieser Etappe ist in erster Linie die Reise das Ziel, es gilt eine vergleichsweise trockene Landschaft zu entdecken, am Zielort wartet eine geschichtsträchtige Burg darauf, entdeckt zu werden. Am nächsten Tag geht es weiter nach Saragossa, wobei sich die Landschaft im Rahmen dieser Etappe wandelt, die Umgebung wird zumindest stellenweise deutlich grüner. In Saragossa verbringt man am besten einen vollständigen Tag, immerhin überrascht die Stadt ihre Besucher mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, unter anderem der Basilika sowie der Puente de Piedra, die über den Ebro führt.

Auf der vorletzten Etappe geht es Lleida. Mehrere Bundesstraßen verlaufen parallel zur Autobahn, sodass viele Straßen in die nähere Auswahl kommen. Vor allem die Route über Sarinena gilt als empfehlenswert, die stark von der Landwirtschaft geprägte Region verspricht Ausblicke auf große und farbenfrohe Felder. Von Lleida geht es am letzten Tag dann auf nach Barcelona. Es lohnt sich, vor Ort nach guten Routen zu fragen: Nahezu alle Passanten können tolle Routen empfehlen, die nicht auf dem direkten Weg nach Barcelona führen, dafür aber besonders schön sind.

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