Garmin Zumo 396: noch konektiver

Zumo 595 und 396: Größenvergleich
Zumo 595 und 396: Größenvergleich

 

 

Es ist wieder einmal an der Zeit, so das Garmin ein Update in der Zumo Motorrad-Navi-Serie launcht. Die auffälligste Änderung ist das nun kantige Gehäuse. Die inneren Werte stammen zum größten Teil von der Garmin Zumo 3** Serie, die ebenfalls auf das helle 4,3 Touchdisplay setzt. Es ist wirklich auffällig, dass die kleineren Displays heller sind als die der Zumos 59*-Serie. Eine Spur schneller könnte der Prozessor auch geworden sein. Über Details schweigt sich Garmin ganz gerne aus.

 

Jedenfalls passt die Halterung von den älteren Zumos 3** und vermissen von derer Funktionalität muss man auch nichts.

 

Neu dazugekommen ist die Wifi-Anbindung, die vor allem Updates der Karte einfacher macht. Auch die LiveTrack Funktion ist eigentlich eine Garmin Smartphone Link Leistung, die es erlaubt, via Smartphone in Echtzeit seine Position zu teilen. Im Falle eines schwerwiegenden Umfallers kann nun auch ein Notfall-Kontakt benachrichtigt werden. Voraussetzung ist auch hier die Koppelung mit einem Smartphone und eine bestehen Verbindung (energieintensiv, wegen Standortfunktion) zum Telefon. Ein Feature zur Unfallerkennung und Unfall-Benachrichtigung, wie in professionellen Systemen (eCall von BMW) haben wir hingegen der Meinung anderer Tests nicht proprietär gefunden. In der Produktbeschreibung steht, dass auch dazu ein Abonnement erforderlich ist. Anscheinend verfügt der Zumo 396 aber über integrierte Lage-Sensoren, die eine Unfall erkennen können

 

 

 

 

Hier könnte der Test zu Ende sein, denn auch preislich ist der Neue im Vergleich zu den alten 395er sogar etwas günstiger und macht ihn deshalb zum Auslaufmodell. Zugunsten von Preis und Kompatibilität zur alten Halterung wurde anscheinend auf eine zeitgemäße Schnelladefunktion (USB-C) verzichtet. Große OSM-Kartenkacheln ließen sich zwar per Mapinstall auf das Gerät schieben, öffneten aber nach einer Zeit nicht mehr. Gut funktionieren tut die Garmin OSM Freizeitkarte (kostenlose Topo-Karte, routingfähig).

Positiv zu vermerken sind die leicht veränderten Navigations-Optionen: Neuerdings können verschiedene  Routenpräferenzen mit dem konfigurierbaren Garmin Adventurous Routing kombiniert werden, was zu sehr individuellen Ergebnissen führt.

 

 

Was wir uns wünschen?

 

Eine Spracheingabe, eine Google-Suche von POI’s, Orten und Adressen. Auch die sogenannten Motorrad POI's gehörten mal von einer Redaktion überarbeitet. Sie sind nur in einigen Regionen Deutschlands rudimentär präsent. Von der Hardware könnte man beim Display noch einen Zacken zulegen. Der (hauseigene) BMW Navigator VI macht es vor. Dort wird ein brillantes, weitgehend Sonnenlicht-resistentes Display verwendet (TFT-Farbtouchscreen resistiv, aber mit harter, glatter Oberfläche).

Motorradgerechte, konfigurierbare Navigation ermöglichen

Für Experten wäre wünschenswert, das Karten Umschalten (wechseln der installierten Karten) schneller möglich machen. Derzeit sind es minimal 8 Klicks, um das Kartenbild zu verändern. Das nervt.
Neben all dem drumherum sollte man die Kernkompetenz eines Motorrad-Navis nicht vergessen: Zu zeigen wo man ist und ein Motorrad-gerechtes, konfigurierbares Routing mit Zwischenzielen zu ermöglichen. Letztere Disziplin löst Garmin mit den Zumos seit Jahren besser als die Konkurrenz. Vor allem Routenübersicht und die Möglichkeit durch einfaches Berühren die Routen zu verändern erfreuen den topografisch ambitionierten Tourenfahrer. Pocketnavigation.de kritisiert die anscheinend geringere Akku Reichweite, doch die kann man in der Praxis (mit Bordnetzanschluss) kaum feststellen. Sie soll von 7 auf 4 Stunden gesunken sein. In der Praxis altern die Akkus durch die Dauerladung recht schnell und halten schon nach weniger als 2 Jahren kaum noch den Strom, bzw. lassen sich nur an 220V etwas weiter aufpeppen. Hier wäre viel wichtiger, ob sich der Akku überhaupt wechseln lässt. Beim Zumo 396 ist dafür keine Klappe vorgesehen, aber das Gehäuse lässt sich aufschrauben. Solche Dinge werden dann interessant, wenn die Zumos ein paar Saisons im Gebrauch waren.

 


Mini USB Anschluss und MicroSD-Card Slot

 

Minus:

  • Keine Verbesserungen in den Menüs gegenüber älteren Zumos
  • Kein USB-C Ladesystem
  • Kein Hochformat möglich
  • Anscheinend besteht eine Größenbegrenzung bei benutzerdefinierten Karten (meist OSM Kacheln)
  • Keine Schatten auf Landkarte (DEM-Relief, Hillshades, Schummerung)
  • Kein Wechselakku (ß)
     

Plus:

  • Schnell und ausreichend helles Display
  • Alle Updates über Wifi möglich
  • Wifi, BT und Smartphone Link
  • Custom Maps- und Openstreetmap-Kompatibilität
  • Routing mit Zwischenzielen
  • Smart Notifications und Verkehrshinweise, Notrufmöglichkeit

 

Infos

Geben Sie einen Kommentar ein!

Letzte Änderung: 14.08.2018
LETZTE NEWS   Alle News als RSS-Feed

13.08.2018 11:02

Yuasa nun bei AFAM DC

AFAM DC hat einen neuen Investor | Neben Ketten nun auch Yuasa Batterien lieferbar.

Weiterlesen …

10.08.2018 21:58

Relags Outdoor Trends

Relags Outdoorartikel: Eigenmarke im Test

Weiterlesen …

07.08.2018 12:51

Neue Petec Klebe- und Montage Produkte

Kleine und große Reparaturen am Motorrad: Petec Powerkleber Blitzschnell, Montagepaste und Flächendichtung

Weiterlesen …

30.07.2018 09:33

Drei Harz Reiseführer

Drei Harz Reiseführer für ein excellentes Tourengebiet in Norddeutschland.

Weiterlesen …

26.07.2018 06:51

LED News: Highsider Conero und Comet High/Low

Mini-Design Blinker und punktuelles LED Fernlicht, dazu M-flash von Motogadget.

Weiterlesen …