'Göttin der Morgenröte': Leistungsstark & konservativ

Vollformat Up-To-Date: Dual Pixel, WiFi, GPS, 30 MP: Die EOS 5D Mark IV

 

 

Im Ergebnis freut man sich über gelungene Bilder, einen rundum guten, hellen Dynamikumfang und treffsichere Farben. Wir hat Canon das nach 5 Jahren Entwicklungszeit hinbekommen? Es wurde konsequent aktuelle Technik angewendet: Im Vergleich zur EOS 5D Mark III gibt es nun deutlich mehr und 'Dual Pixel' auf dem Sensor und vor allem eine verbesserte Autofokus-Funktionalität. Viel treffsicherer wurde der AF auch bei wenig Licht, -3 bis -4 LW ermöglicht die Kamera nun dank 61 Kreuzsensoren, die bis zur Lichtstärke 1:8 ihren Dienst tun. Vorher schaffte das nur ein AF- Feld.

 

Zur Bedienung der AF Felder gibt es nun noch mehr Möglichkeiten: Neben der AF Taste, der Auswahltaste M-Fn hat die neue unterhalb des Multi Controllers eine weitere, frei belegbare kleine AF-Bereichswahl-Taste. Sie liegt auf der Rückseite des Bodys in Daumenreichweite neben dem Jogdial-Multicontroller. Hier programmierten wir im Test die AF Modus Wahl, so dass man mit Multicontroller und der neuen Taste sehr schnell zu einem guten Fokus Ergebnis kamen. Die Kombiniermöglichkeiten orientieren sich an der Idee des 2009 mit der EOS 7D eingeführten Autofokus System mit gruppierbaren Feldern, Spots und Einzelauswahl.

Höhere AF-Trefferquote

Die Belichtungsmessung wurde ebenfalls revolutioniert, denn statt Zonen können nun 150T Pixel über RGB und IR die Belichtung messen und den AF bei Motivbewegung unterstützen. Zusammen mit den 30 Megapixeln im Vollformat erlaubt das nun ‚traumhafte‘ Möglichkeiten, was Bildbearbeitung und Bildrauschen angeht.

 

Testbundle
EOS 5d Mark IV Body 3379€ und EF 24-105/3.5-5.6 IS STM 360€
EF 16-35/2.8L III USM 2120 €
Canon Speedlite 600EX II-RT ab 515€

 

Wo es bei der EOS 5 D Mark III  im Argen lag, wurde nachgebessert:

USB 3.0, GPS, WLAN/NFC, ein fest eingebautes Touchdisplay mit 1,6 Mio Bildpunkten, 4K bei 25/30 B/S, 7 Bildern pro Sekunde und der einstellbaren ISO Empfindlichkeit, die nun theoretisch bis 32.000 ISO reicht. Nicht tätig wurde man bei der drahtlose Blitzsteuerung (hier wird ein Transmitter benötigt) oder bei dem Wunsch nach einem klappbaren Display, wie sie jetzt aber die EOS 6D Mark II bekommen hat. Auch sind die AF Messfelder noch nicht wie bei der DX Kamera Nikon D500 über die komplette Breite des Bildes angeordnet.

 

 

Tipp:I R- Fernauslöser mitbestellen, einer der bis 10 Meter Reichweite hat, das reicht für die meisten Aufnahmen und funktioniert unkompliziert.

 

Die EOS 5d MKII hat dadurch ihren Referenzposten bei der Bildqualität (Klarheit, Schärfe) eingebüßt. Schärfster Konkurrent ist nun die neue und ausverkaufte Nikon 850D.

 

Canons Dual Pixel Technologie (DualPixel RAW muss im Menü aktiviert werden) hilft denjenigen, die häufig mit Rohdaten optimieren und mit dem Canon RAW Programm Digital Photo Professional arbeiten. Beim Fotografieren nutz einem diese Technik nur bei Live-View-Modus und Video-Drehs. Was sie auf jeden Fall vermeidet, ist das berüchtigte „Pumpen“ des AF, wenn entschieden werden muss, in welche Richtung verstellt werden muss.

AF 'Pumpen' war gestern

Angenehm leicht fühlt sich der Body der IVer an und in Kombination mit dem preisgünstigen 24-105 mm original EF-Zoomobjektiv mit der Lichtstärke 1: 3,5 -5,6 IS STM ist die Kamera gut zu handhaben und neuerdings auch immer auch für Schnappschüsse gut. Das Programmwahlrad liefert auch eine grüne Stellung, die smart Motivprogramme auswählt. Auch der einstufigen Bildstabilisator des IS Objektives liefert gute Ergebnisse.

 

Body: Blitzschuh und Anschlüsse sind alle am gleichen Ort geblieben, lediglich die dreipolige Blitzsynchronisation Buchse wanderte weiter nach unten. Ein externes Mikrofon kann angeschlossen werden. Für die Verwendung auf dem Motorrad ist alles gleich geblieben. Der Magnesium Body ist robust, gegen Umwelteinflüsse abgedichtet und hat eine automatische Sensorreinigung. Gut auch nun, dass es einen Intervalltimer gibt.

 

Das 1: 2,8 L USM Objektiv mit einer Brennweite von 16 bis 35 mm ist ein Top EF Superweitwinkel-Objektiv (82er Filter) das mit wenig Verzeichnung und ausgezeichneter Lichtstärke aufwartet. Mit einem relativ hohem Preis (2200 €) ist das innenfokussierte Objektiv allerdings recht kostspielig und auf Reisen relativ schwer (640g).

 

Das Canon Speedlite 600EX-RT bietet auf hohem Niveau viel Licht (Leitzahl 60) und Möglichkeiten. Der Blitz wird per Steckschuh, Wireless (WLAN Funktion der Kamera aktivieren) oder per Infrarot mit der EOS Kamera verbunden uns kann als Slave oder Master, Linked Shot oder individual Slave angesteuert werden. Die Menüführung ist logisch und gelingt intuitiv, wenn man sich mit Canon Blitzen beschäftigt hat. Ansonsten hilft die umfangreiche Bedienungsanleitung.


Entfesselt Blitzen haben wir dagegen nur mit einem Yongnuo YN-E3-RT Speedlite Transmitter (70 €) hinbekommen. Die EOS 7d konnte das ohne Zusatzgerät. Bounce-Adapter und zwei Farbfilter liegen bei. Neben den üblichen Sync- und Mess-Modi, können am Blitz auch Highspeed Sync oder 2. Verschlussvorhang gewählt werden. Eine LED zeigt jeweils an, ob die Kamera beim entfesselten Blitzen erfolgreich mit der Kamera verbunden ist (Link). Vermisst haben wir eine Batteriestandsanzeige.

 

Fazit:

Die EOS 5D Mark IV ist eine Kamera mit verbesserten Autofokus, verbesserter AF-Treffsicherheit, DualPixel Vorteilen bei der RAW Nachbearbeitung und einer brillanten Bildqualität. Sie schafft helle, klare, wenig zu bearbeitenden Bilder schon im JPG Modus. Ihre Auflösung von 30 MP ist dabei ein derzeit optimaler Kompromiss für geringes Bildrauschen und genug Auswahlmöglichkeit innerhalb des Bildes. Die JPG Bilder bleiben dabei noch vernünftig groß. So werden professionelle Anwender, die für Druckerzeugnisse arbeiten gleichermaßen gut damit zurechtkommen, wie Studiofotografen. Sogar die Schnappschusstauglichkeit stieg mit der Automatikfunktion. Auf der Soll Seite bleibt der oft vermisste eingebaute Aufhellblitz, das exzellente, aber nicht klappbare Display. Die EOS 50D Mark IV ist bisher der Gewinner in puncto Gewicht, Handhabung und Bildqualität [2017].

(Nicht getestet: Videofunktionen)

 

Minus

  • Wenig Innovation beim Dynamikverbesserer D+
  • Hoher Preis (Body > 4000 €)
  • Display könnte besser & beweglicher sein (wie bei EOS 6D Mark II)
  • Wenig Innovation bei der Bedienung: nervig: Suche in den Menüs
  • Autofokus ist gut, könnte gerne noch besser sein, z. B. so wie der von der Nikon D500 mit Phasen-Sensoren über das komplette Display
  • Kein eingebauter Blitz

 

Plus 

  • 30 MP, Touch Screen, 4k Filme
  • Programmwahlrad mit PINsicherung
  • Klare, meist helle Fotodarstellung
  • Wlan, GPS, NFC, Timer
  • Geringes Gewicht (910g)
  • 61 AF Felder bis 1:8
  • Neu: Picture Style FineDetail, Antiflacker Funktion, neues MyMenü
  • Neue konfigurierbare Funktionstaste
  • Dual Pixel Technologie erlaubt im RAW Modus den Fokus leicht zu verändern und pumpfreie Fokussierungen
  • Durchdachte Direktzugriffe
  • Touchdisplay
  • Bildrauschen: gute Ergebnisse bei schlechtem Licht

 

Letzte Änderung: 12.10.2017
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