Galaxy Xcover2 und S Duos

Ein Jahr im Gebrauch sind Samsungs Galaxy Xcover2 und S Duos. Kurz gesagt: keine Ausfälle, sie halten, was sie versprechen. Lediglich ist ein ‚Alterungsproblem‘ der Android Software festzustellen.

Android lässt den Benutzer nicht mehr frei entscheiden, in welchen Speicher Apps und Daten abgelegt werden sollen. Das hat zur Folge, dass gerade Telefone mit geringem internen Speicher schnell zumüllen. Samsung schuf anscheinend nur bei den Topmodellen Abhilfe. Ab Android 4.0.3 können sich nur Fortgeschrittene unter Verlust der Geräte Garantie mit einem Foldermount behelfen, um wieder Herr der Lage zu werden. Wer seinen Androiden bereits gerootet hat, kann sich auch mit dem App FolderMount behelfen. Samsung hat das Problem nur ab S4 Usern gelöst.


Während das XCover2 ein voll abgedichtetes Outdoor Smartphone ist, glänzt das S Duos mit einem 2. Simkarten-Slot. Beide Sim-Karten sind immer aktiv, was das Telefon zu einem empfehlenswerten Dual-Sim Telefon macht. Auch hier ein Makel vorweg: Das S Duos ist nur mit einem Singlecore 1 Ghz Prozessor ausgestattet. Bei vollem Speicher durch ein paar Apps kann das zunehmend nervig werden: Selbst das Aufrufen der Telefon-Funktion kann dann Sekunden dauern.


Nach gut einem Jahr läuft das XCover2 noch relativ flott (1Ghz Dual-Core-CPU), es hat einen Kratzer auf dem sonst kratzfesten Display und die gedichtete Klappe für den Ladestecker ist nicht mehr 100% dicht.

 

S Duos

Das S Duos wurde Ende 2013 konzipiert und schloss endlich eine Lücke im Smartphone-Bereich: Der chronische Mangel an Dual SIM Smartphones wurde durch das technisch aktuelle S Duos beendet. Das S Duos ist der Nachfolger von Y Duos und Ace Duos. Seit 2014 bestehen mehr Alternativen, auch von Sony und Acer.
Das S Duos (GT-S7562) gibt es seit ist für ein 4 Zoll Gerät unglaublich leicht. Das Gehäuse ist etwas schlüpfrig, Haptik und Sicherheit lassen sich aber mit einem Silikoncase verbessern. Durch assisted GPS (aGPS) bekommt Navigationsfunktion relativ schnell einen GPS Fix.

Die SIM Kartenverwaltung hilft alle wichtigen Einstellungen einfach erledigen, auch wenn nur das Datennetz der einen SIM verwendet werden soll. Die SIM-Karten spezifischen Einstellungen für SMS, MMS oder Internet werden selbsttätig erkannt. Einzig bei der Mailboxnummer muss manchmal manuell Hand angelegt werden.
Quadband-GSM bringen mit dem Downloadbeschleuniger HSDPA passablen Download Werte. Etwas knapp wird es schnell im internen Speicher (1,6 GB), besonders wegen des andauernden Android 4 Problems (s.u.), bezüglich des verschieben von Apps auf den externen Speichers (s.u.).
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Plus:
  • Leicht, klein, handlich
  • Guter Bildschirm
  • DualSIM Funktion funktioniert tadellos
  • Erstaunlich lange Akkustandzeit im Energiesparmodus
  • 5 MP Cam, WiFi direkt
  • aGPS
  • SAR Kopf-Wert: 0.27 W/kg,


Minus:

  • Sehr glipschig, Cover notwendig
  • Nur 750 MB RAM und Singel-Core 1 Ghz Prozessor
  • Mikrofon (Hörer) muss direkt vor den Mund gehalten werden, sonst ist beim Gesprächspartner der Ton weg. Sprachqualität nur mittel
  • Eingabe verbesserungswürdig mit großen Fingern (Display-/Tastatur-Größe)

 


Die PC Software Samsung Kies hilft bei Systemupdates und Datenmanagement, ist aber nicht zwingend erforderlich, da es auch als USB Massenspeicher erkannt wird. Firmwareupdates (funktionieren auch über WLAN) hat es aber seit einem Jahr nicht mehr gegeben.

 

 

XCover2

Schon der Auslieferungszustand des Samsung Outdoor-Telefons überrascht: Aufblasbare Keule, Tupperdose mit Plastik-Fischen und eine Tüte Strandsand liegen jedem Paket bei. Das XCover2 macht von Anfang an Spaß und wurde mit einer (damals) aktuellen Android Version 4.1. bestückt. Speed ist im Vergleich zum S Duos weitaus mehr her. Doch auch das XCover2 wurde zum Testende wesentlich langsamer. Alle weiteren Kritiken laufen auf einen Android-Versionsvergleich hinaus weswegen wir uns auf Hardware und Nutzen auf der Reise und beim Enduroausflug beschränken.
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Minus:
  • Derzeitiger Android bug: Anwendungen können nicht mehr auf externe Speicherkarte verschoben werden. Der Vorgang ist nur mit den Garantie einschränkenden Root Rechten möglich.
  • SAR Kopf Rate: 0.61 W/kg

Plus:
  • flotter(er) Dualcore-Prozessor
  • Android 4.1 Jelly Bean mit offline Spracherkennung und anpassbaren Notifikationen
  • Gute Sprachqualität
  • Flotter Aufbau aller Verbindungen dank Dual Core 1 GHz Prozessor
  • hochauflösender Bildschirm
  • ‚Echte‘ Android Tasten
  • Wasserfest nach IP67 Schutz vor Wasser (bis zu 1 m, bis zu 30 Min. und Staub)


Fazit: Zum einen die Robustheit und Wasserfestigkeit (IPX67) oder die Dual SIM Fähigkeit sind Features, die man besonders auf einer Motorradreise zu schätzen lernt. Auch wenn Roaming zumindest in Europa schrittweise bis 2016 von der Europäischen Union verboten wird, können derzeit mit einer 2. SIM-Karte im Ausland noch bares Geld gespart werden. Auch ein vom Regen durchnässtes Telefon, das dann auch noch funktioniert kann mancherorts Gold wert sein. Das Samsung Xcover2 wird dem ohne Einschränkungen an Handhabung gerecht.


Navigations-Tipps:

Diktiergerät, Google Maps, CleanMaster, Chrome, Dropbox, Opera Mini oder Apps zu Sprittpreisen, Wetter und Verkehr sollten zum Standard gehören. Mit Opera Mini lässt sich wegen der Datenkompression reines Geld sparen, Clean Master oder Android Assistent schaffen wieder freien Speicherplatz, wenn es auf dem Telefon eng wird. Bei den Navigationsprogrammen können wir in der Reihenfolge Empfehlungen aussprechen: OSMAnd+Komoot, Locus, Mapfactor Navigaor oder Google Navigation. Unser Favorit ist die Software OsmAnd, deren offline Kartenmaterial es größtenteils umsonst gibt. Grund dafür sind die mit zahlreichen sinnvollen POIs veredelten OSM-Karten, die in touristischen Gebieten Europas kaum noch Wünsche offen lassen.

 

Android Problem: App Installation auf externem Speicher

Dieses Feature hatte Google in den aktuellen Android-Versionen aus dem Betriebssystem entfernt. Schnell können deshalb die Telefonspeicher von neuen Android Telefonen vermüllen – dann geht nach kurzer Zeit nichts mehr. Bis Android Version 2.3.6. konnte man sich mit dem App App2SD behelfen, ab 4.0.3 wird das erheblich aufwändiger. Dann muss zuerst Root Zugriff erlangt werden. Dazu gibt es eine Vielzahl von eher komplizierten Anleitungen. Ein offenes Android-System erlaubt Fortgeschrittenen eine Menge an Anpassungen.
 
 
SIM Tipps für Auslandaufenthalte
Bei Auslandsaufenthalten empfehlen sich 2014 besonders die SIM-Karten von Simquadrat (bis zu 4 Wochen kein Roaming und kostenlose Festnetznummer) oder auch Blau.de. Neuerdings verzichet auch Alditalk auf Roaminggebüren.
Letzte Änderung: 01.01.1970
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