Salewa Trecking Schuhe zum Motorradfahren

Leicht gegen stabil: Mit angepasste Leisten für guten Geh-Komfort

Der Salewa Trekking Stiefel Evo GTX und der Bison Trek GTX spielen in zwei verschiedenen Ligen: Während der Bison Trek leicht und mit flexibler Sohle daher kommt, setzt der Salewa Evo GTX auf beste Lederqualität, einen hohen Schaft und eine härtere Zwischensohle. Durch die originale Gore-Tex Membrane trotzen beide feuchten Umwelteinflüssen, sodass sich von der Resistenz gegen Regen kaum ein Unterschied ergibt. Beide Schuhe sind außerdem mit einem hochgezogenen, umlaufenden Gummirand versehen.

Beide Schuhe sind bedingt zum Motorradfahren geeignet: Der Evo wäre sehr gut geeignet, würde sich seine Zehenkappe am linken Fuß bei Hitze nicht dauerhaft durch den Schalthebel verformen. Der Bison Trek rangiert von seiner Protektoren-Ausstattung an der Grenze dessen, was man sicherheitstechnisch beim Motorradfahren verantworten kann: Er ist nicht so hoch wie der Evo und hat nur einen textilen Knöchelschutz, statt wie der Evo einen aus Leder.
Ganz anders, wenn man die Schuhe in ihrem eigentlichen Einsatzgebiet testet: Bei leichten und schweren Wanderungen, spielen beide ihre Vorteile aus, der Evo auch für Wanderungen im schwierigen und steinigen Gelände.

Salewa hat sich in den letzten Jahren zu einem soliden Schuh-Fabrikanten entwickelt, auch die erste Generation Schuhe aus China waren nicht schlecht (besonders der Salewa Eagle GTX), nun fertigt man hauptsächlich wieder in Europa: in Rumänien.
Das Besondere an den beiden Treckingschuhen ist, dass es sie in zwei verschiedenen Leistenbreiten (Multiple Lasts) zu kaufen gibt. Dabei wird den sehr unterschiedlichen Fußbreiten Rechnung getragen und das kommt der Passform und dem Komfort zugute.

Auf dem Motorrad kommt die Innenseite der Schuhe ständig mit warmen oder heißen Teilen des Motorrads in Berührung. Wenig Nähte an diesen Stellen sind dabei von Vorteil. Beim Evo ist das im Vergleich zum Bison Trek eine Spur besser gelöst, weil die 3 Flanken des 3F Fit Flex Systems erhaben ausgearbeitet sind, sodass sie als Abstandshalter zur Naht fungieren. Auch nach Testende gab es mit den Nähten des Bison Trek keine Probleme. Der Evo ist außerdem der höhere Schuh, der so mehr Schutz und durch die bessere Lederqualität (2,6 mm vollnarbigen Oberleder) auch mehr Sicherheit bietet. Wer einfach nur mit wenig Gewicht am Fuß gehen will und eine weiche Sohle bevorzugt, der ist mit der viel Bewegungsfreiheit bietenden Sohle des Bison Trek gut bedient.

Fazit: beide Trekkingstiefel sind zum Motorradfahren geeignet, wer mehr Sicherheit möchte, greift zum Salewa Evo, wer mehr auf die italienischen Momente beim Motorradfahren steht, ist auch mit dem Bison Trek gut bedient. Salewa bietet übrigens auch einen guten Besohlungsservice. Dazu interviewt man am besten seinen Fachhändler, der die Schuhe dann einschickt. Wer die Sicherheit eines Motorradstiefels vermisst, kann mit Schienbeinprotektoren nachbessern. Es gibt auch Schumacher, die auf Trekkingschuhe eine Schalthebelverstärkung anbringen können. So profitieren Sie bei beim Motorradfahren von einem geschnürten Schuh, der auch eine Wanderung oder Besichtigung mitmacht.

Feautres:

Salewa Evo GTX: aus 2,6 mm vollnarbigem, naturbelassem Rinderleder, Gewicht 900 g pro Schuh, PUR Mittelsole, 3D Schnürsystem, Größen 6-13, Preis: 249,95

Bison Trek GTX: Gewicht 700 g, 2,2 mm Perwanger oiled Leder (Rinderleder aus dem Alpenraum), Preis 199 EUR

Letzte Änderung: 01.01.1970
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