Eindrücke aus den Seealpen 2021

Die zweite MR EXCLUSIV Reportage ist nun online! Unterwegs auf im Royatal und auf Via del Sale und Via Marenca. Hier geht es zur Downloadseite.

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Oktoberunwetter 2020 Royatal [+]
 Letzte Änderung: 15.10.2021

Schwere Unwetter mit starken Wassermassen haben am 2./3.10.2020 am Ligurischen Grenzkamm und in den Französischen Seealpen starke Schäden hinterlassen. Das Roia/Royatal durchzieht nun eine Spur der Verwüstung, die Straße wurde mehrfach unterbrochen, vieles weggespült: Auch die südliche Abfahrt der Via del Sale (LGKS) und die Tunnelbaustelle für die zweite Röhre sind schwer beschädigt. An der Roia-Mündung waren bei Ventimigilia riesige Mengen an Schlamm sichtbar. Es werden mehrere Menschen vermisst.

 

Auf der Italienischen Seite ist das Valle Vermenagna und das l'Alta Valle Gesso betroffen, deren Anwohner zu einer Spendenaktion aufrufen, damit die heftigsten Schäden schnell beseitigt werden. Bei Limone Piemonte z. B. hat es neben großen Schäden am Tenda-Tunneleingang auch etiliche Liftanlagen weggerissen. Die italienischen und französischen Regionen werden auf Monate noch mit den Schäden zu tun haben. Vermutlich ist auch die Vial del Sale für Fahrzeuge mehrfach unterbrochen. Im Tende Tunnel konnte man zur Zeit des Unwetters Wasserski fahren, wie ein Video belegt.
 
Die SS20 und deren Fortführung in Frankreich, die RD 6204 ist an zahlreichen Stellen unterbrochen. Besonders schlimm ist der enge Abschnitt zwischen Tende und Vievola betroffen. Auch zwischen Airole und Tende bzw. dem Tende Tunnel ging lange Zeit nichts mehr. Anwohner in Frankreich werden aus der Luft und über die Bahnlinie versorgt. Es ist ein Müll-Entsorgungsproblem entstanden. Auch das Vallon de la Minière zum Lac Mesches, Casterino und das Tal der Wunder ist bis Sommer 2021 noch nicht wieder auf der Straße erreichbar.

 

Im Januar 2021 ist im französischen Roiatal nur eine Notverbindung aufrecht erhalten. Züge sind ein wichtiges Verkehrsmittel geworden, die Straße kann nur zu bestimmten Zeiten über Notspuren und Brücken befahren werden. Die Strecke Breil-sur-Roya zum Tendapass wurde an etwa vierzig Stellen unterbrochen. Nähere Informationen dazu in einem Wikipedia Artikel zum Alpenhochwasser 2020.

 

Inzwischen hat Europa Hilfen für die Region bewilligt. Für die Instandsetzung der Eisenbahnlinie Cuneo-Ventimiglia-Nizza (Train des Merveilles oder auch Tendabahn) werden allein in Frankreich 395 Millionen Euro ausgegeben. Die Kosten für die Wiederherstellung des Straßennetzes im Tal werden auf 280 Millionen Euro geschätzt. Das Projekt ist auf Jahre angelegt. Welche Brücken ab wann wieder befahrbar sind, erklärt ein Artikel der Sanremonews.
Der Tendetunnel ist hauptsächlich von der italienischen Seite gesperrt. Welche Schäden es im Straßen- und im Eisenbahntunnel gegeben hat, ist uns bisher unklar. Das südliche Royatal wird ab Mitte Mai wieder mit Ventimiglia und dem Mittelmeer verbunden sein.

 

Die Gemeinde Limone Piemont spricht von 14 Erdrutschen auch oben auf der LGKS, in der Nähe des Colle Boarias. Diese wurden rechtzeitig zum Saisonbeginn behoben (19. Juni).

 

Im Juni waren wir mit 4 Motorrädern vor Ort. Dazu wird es hier eine EXCLUSIV-Reportage geben.

 

 


Ein paar Eindrücke vom Geschehen zeigt auch diese Erkundungsfahrt eines französischen KTM Fahrers

 
Seit Samstag, 24. Oktober, ist Tende im Royatal wieder mit dem Zug erreichbar, verlautbarte SANREMO NEWS: Endlich kommt der Zug wieder ins obere Royatal: Nach 20 Tagen der Isolation.

 


 

 

Hier findet ihr, nicht immer in chronologischer Reihenfolge, alle Updates zur Befahrung der Ligurischen Grenzkammstraße. Die Redaktion ist bemüht, mindestens einmal im Jahr selbst vor Ort zu sein.

Was sich in der Saison 2021 verändern wird, versuchen wir gerade herauszubekommen. Die 2020 neue italienische Webseite mit ihrer Google Maps Karte ist zumindest etwas hilfreich,sie ist aber auch touristisch un kommerziell ausgerichtet. Uns machen die Unwetter von Oktober 2020 Sorgen, die ja das halbe Royatal verwüstet haben. Die Schäden auf der LGKS sind immens, sollen aber von der französischen Seite ab Juni behoben sein: Ein aktuelles (2021) Popup auf der Seite von Cuneoalpes spricht von 14 Erdrutschen im Bereich Monte Pancani-Boaria, das auf dem kostenpflichtigen nördlichen Teil, oberhalb von Limone-Piemonte liegt. Der südliche kostenfreie Teil liegt noch tief unter Schnee begraben, ob sich jemand um dessen Unterhaltung kümmert, ist zumindest fraglich. Außerdem gibt es im benachbarten Piemont Tendenzen, bestimmte Kammstraßen während der Saison komplett zu sperren.

 


Die Alta Via del Sale oder Strada ex-militare Monesi - Colle di Tenda: Hauptroute ab Limone | weitere interaktive Karten

 

Limoneturismo.it verweist nun auf die neue Seite von Conitours bzw. Cuneoalps.it. Die Öffnungszeiten und Änderungen werden anscheinend nun dort bekanntgegeben.

Wir haben dazu eine kleine News verfasst und hoffen, im Sommer 2020, nach der Pandemie mal wieder oben stehen zu können. Auch einen kleinen Bericht, wie die Befahrung mit der T7 so lief.

 

 

Rückblick: Die Saison 2019 startete ähnlich wie 2018, es mussten nur 5 Euro mehr für die LGKS Nord berappt werden, als noch vor einem Jahr. Ferienwochenenden aber vor allem die gesperrten Tage Dienstag und Donnerstag sollten bei der Befahrung mit dem Motorrad beachtet werden.
In den Jahren 2013/2014 wurde der nördliche Ligurische Grenzkamm (#LGKS) aufwändig aus Mitteln des Alcotra Projekts und der EU instand gesetzt. Wegen der starken Unwetter von November 2016 musste die LGKS 2017 schon wieder aufwändig repariert werden. Derzeit (Stand 2019) ist die Auffahrt zwischen Passo Tanarello und Collardente in einem Zustand, der nur geübten empfohlen wird.

 

Seit der Grundrenovierung von 2014 findet man aber auf dem nördlichen Teil der LGKS eine immer noch glattgewalzte Piste vor. Man zahlt dafür aber eine Maut und wird an zwei Kontrollstellen abgefertigt. Der südliche Teil des Ligurischen Grenzkamms oder der ‚Via del Sale‘, wie die Einheimischen sagen, bleibt davon unberührt. Nur 34 km von rund 68 km sind reglementiert. Auf dieser Strecke wurde die Fahrbahn aufwändig entschärft und erneuert. Motorradreisefuehrer.de machte auf dem Grenzkamm ein Interview mit dem Kassierer und Kontrollposten Gianni Morchio und fragte beim Tourismusbüro (Matteo Eula) von Limone Piemonte nach.

 

Neuerdings wird auch seitens ATL die "Roa Marenca Road", eine angeblich teilweise geschotterte Gebirgstrecke im Süden Piemonts angepriesen. Im Web gibt es einen etwas unübersichtlichen Flyer, der auf die 60 km lange Strecke hinweist. Sie führt etwa von Mondovi nach Garessio.

 

Von offizieller Stelle verlautete dabei, dass die Maut lediglich für den normalen Straßenerhalt und Lohnkosten ausgegeben wird. Im November 2016 haben starke Regenfälle im Val Tanaro schwere Schäden verursacht. Die Bewohner von Upega, Monesi und Piaggia mussten evakuiert werden. Ziemlich sicher ist man bei der Reparatur auf EU-Mittel angewiesen. Genaueres ist noch nicht bekannt Der Region und den örtlichen Kommunen ist der Erhalt und ein guter Zustand der touristische Attraktion sehr wichtig geworden.

 

Via del Sale Interview 2016 mit Gianni Morchio (Kassierer)

Motorradreisefuehrer: Gianni, wie läuft eine Via del Sale-Saison hier oben ab und was haben wir für 2017 zu erwarten? Es gab ja bei der Reglementierung schon ein paar Modifikationen.

 

Gianni Morchio: Ich hoffe, dass die Maut und die bisherige Reglung auf der ‚Via del Sale‘ noch eine Weile anhält. Was noch passieren wird, kann ich auch nicht genau vorhersagen. Was als sicher gilt, ist die Vorverlegung des Kontrollpunktes von hier (Valle Upega) an die 7 km entfernte Kreuzung am Monte Saccarello. Wir sollen dort wenigstens eine bessere Holzhütte für diese Kontrollstelle bekommen. Vielleicht geht das alles noch 5 Jahre so weiter, das ist meine Meinung.

 

 


©Markus Golletz | Motorradreisefuehrer.de

 

Motorradreisefuehrer: Ein paar Getränkevorräte und Broschüren zum Grenzkamm und den Forts kann man bei euch ja bereits bekommen, aber alles andere sieht auch nach einem Jahr (wir waren auch 2015 hier) noch recht provisorisch aus.

Wenn die Maut wirklich funktionieren sollte, dann müsste die Straße auch regelmäßig ausgebessert werden.

Gianni: Meine persönliche Meinung ist, dass wenn diese Maut mal ausnahmsweise funktionieren sollte, dann müsste die Straße auch regelmäßig ausgebessert werden. In Italien passiert aber schnell folgendes: Wenn dabei – wie durch unsere Arbeit – Geld in die Kassen kommt, entstehen auch ganz schnell Begehrlichkeiten von anderen Seiten. Alle wollen dann ein Stück vom Kuchen abbekommen. Man kennt das ja, dann fließen die Gelder in verschiedenste Taschen, werden aber nicht für den Unterhalt der Grenzkammstraße ausgegeben. Und die müsste nach den alljährlichen Winterschäden mindestens alle zwei Jahre, besser jährlich instand gehalten werden. Sonst ist der Belag bald wieder nur noch für 4x4-Fahrzeuge zu befahren. Mindestens fünf Gemeinden in Frankreich und Italien sind an dem Projekt beteiligt, da sind schnelle Entscheidungen nicht unbedingt zu erwarten.

 

Motorradreisefuehrer: Wurden die Fahrzeugkontingente in der letzte Saison öfter ausgeschöpft und zu welcher Fahrzeuggruppe werden eigentlich die Quads gerechnet?

 

Gianni: Quads zählen zum Motorräder-Kontingent. Die richten deutlich mehr Schäden als Autos an, aber zum Glück kamen bis jetzt nicht allzu viele. Bei dem Auto-Kontingent gab es im Sommer schon mal Engpässe. Die Kapazitätsgrenze für Autos wird öfter erreicht, 40 Fahrzeuge pro Richtung sind dann nicht viel, vor allem im August und an Wochenenden, weil öfters auch für mehr als 10 Fahrzeugen vorbestellt wird. Viele Italiener bestellen vor. Die Kapazität für Motorräder wurde bisher nur einmal ausgeschöpft, da gab es eine einzige Vorbestellung für 130 Motorräder, dann ging natürlich nichts mehr. Sonst kommen Motorräder eigentlich immer durch.

 

Gianni Morchio

 

Motorradreisefuehrer: Gibt es Ausnahmegenehmigungen für Fahrten?

 

Gianni: Ausnahmegenehmigungen für Fahrten an den Motor-freien Tagen Montag und Dienstag sollte es eigentlich nicht geben. Es gab eine Ausnahme, weil eine Gruppe schon vor Festlegung des Ruhetags vorbestellt hatte. Montags und dienstags sind im Sommer wirklich viele Fahrräder (kostenfrei) hier unterwegs. Sonst nicht. Da greift die Reglementierung schon.

 

Motorradreisefuehrer: Wollte auch mal jemand nicht bezahlen?

 

Gianni: Ja das gab es. Es gab mal welche, die wollten das überhaupt nicht einsehen. Die Maut sei nicht berechtigt, meinten sie. Sie haben es dann eingesehen, wenn die Maut in die Straßenpflege fließt.

Frühjahr 2017: Straße unterbrochen: Bei Rezzo, C. S. Bernardo, Piaggia und am Monte Saccarello

 

Motorradreisefuehrer: Wie ist der Zustand der Straße?

 

Gianni: Nicht mehr so gut wie 2015. Im Winter verändert sich immer einiges. Dieses Frühjahr gab es nur eine Routine-Inspektion.

 

Motorradreisefuehrer: Wieviele Autos, Motorräder und wie viele deutsche Motorradfahrer kommen hier in der Saison vorbei?

 

Gianni: Schau auf die Ticket-Nummerierung. Die Straße wird ja von beiden Kontrollstellen aus angefahren: 5000 Fahrzeuge waren das im Jahr bestimmt, davon ungefähr 3500 Motorräder. Davon wiederum sind rund 50 % Italiener und 50 % Ausländer. Von den Ausländern sind die Deutschen mit 80 % (1400 Motorräder) die häufigste Gruppe, gefolgt von Schweizern, Spaniern und wenigen Franzosen.

 

Motorradreisefuehrer: Wie läuft das mit der Vorbestellung?

 

Gianni: Das geht zur Saison ganz einfach online. Wenn du eine Bestätigung hast, darfst du fahren. Dafür bin ich hier.

 

Motorradreisefuehrer: Wie lautet Deine Empfehlung?

 

Gianni: Vorbestellen oder z. B. die Augustwochenenden meiden. Ein angepasster Fahrstil ist auch wünschenswert. Wie gesagt, ab nächsten Juli stehe ich etwas weiter vorne an der Abfahrt nach Monesi [Anm.: 2017 noch nicht umgesetzt]. Der andere Kontrollposten wird dort bei den Skiliften oberhalb von Limone Piemonte bleiben.

 

Motorradreisefuehrer: Vielen Dank Gianni. 

 


Wie einheimische Motorradfahrer den Grenzkamm feiern | LGKS, Monte Beigua (Genua)

 

 

Faktencheck für den Ligurischen Grenzkamm (Nord)

  • Genehmigungen gibt es online oder bei den Kontrollposten: Località Cabanaira (Comune di Limone Piemonte) und Le Navette (an der Kreuzung mit Upega - Comune di Briga Alta) bzw. durch Überweisung an eines der folgenden Bankkonten:
  • Beneficiario Comune di Limone Piemonte
    IBAN IT 46 W 06906 46410 000000015818
  • oder
  • Beneficiario Comune di Briga Alta
    IBAN IT 86 O 08450 46100 000000831449
  • Zur Saison auch online
  • ‚Öffnungszeiten‘ Grenzkamm: Anfang Juli bis 15. September. Die Kontrollposten sind zwischen 8 bis 20 Uhr besetzt. Letzter 'Einlass' ist gegen 18 Uhr, ab Mitte September um 16 Uhr. Davor/ danach sind die Schranken geschlossen. Das Ticket wird meist auch bei der Ausfahrt kontrolliert. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 20 km/h begrenzt, eine Übernachtung ist genaugenommen nur am Rifugio Don Barbera gestattet. Wer in der Region Wandern will, findet auf der Seite Alpi Cuneesi neuerdings einen Online-Reiseführer auf Deutsch.

Die Militär-Forts am Colle di Tenda | www.westalpen.wordpress.com

 


Karte mit Höhenprofil

 

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Kommentar von Franki | 15.09.2017

Hallo,
wir sind am 13.09.2017 hoch zum Fort Central und wollten die normale Nordroute nehmen. Ist lt. dem Mautkassierer derzeit wg. Bauarbeiten gesperrt. Die Mautstelle steht derzeit direkt am Abzweig zum Fort Tounand. Die "Ersatzstrecke" geht bis kurz vorm Fort Tournand und dann scharf nach links die MTB-Strecke weiter. Soll 2 S-förmige Engstellen haben (Hören-Sagen), die mit Großenduros nur schwer zu passieren sein sollen. 2Leichtmotorradfahrer konnten das uns bestätigen.
Wir drehten mit unserer Dicken um und bekamen unsere Maut zurück.
Bauarbeiter, Baufahrzeuge oder ä. waren nicht zu sehen.
Wir hatten trotzdem etwas Spaß, obwohl wir unser Ziel (Col della Boaire) nicht erreichen konnten. Also müssen wir nochmal hin.
Im Netz konnte ich keine Hinweise für die Sperrung finden. Ich weiß auch nicht, wie lange diese ist. Am 13.09. 2017 war die Schranke unten.
Vielleicht kommen ja noch andere Infos von anderen.
Schöne Grüße
Franki

Antwort von Markus Golletz

Hi Franki,

hatte ich auch noch nichts von gehört. Meinst du das Fort Tabourde oder das Castell Tournou? Interessante Umfahrung!

Hier ist aber doch etwas zu lesen. Ich denke mal die Via del Sale macht sowieso demnächst zu: 

http://www.limoneturismo.it/pagina.php?id=76&lang=eng

Kommst du auch aus Hannover?

Lieben Gruß,

Markus

Kommentar von Arne | 10.10.2017

Ich war am 16.09. auf der Via del Sale unterwegs. Bin von La Brigue über den Col Linaire auf die Strecke gefahren. Dann hoch zum Saccarello und dann zur südlichen Mautstation. Hier standen Schilder das die Strecke für Autos gesperrt ist. Der Mautposten sagte mir aber das es mit dem Motorrad kein Problem sei. Also schön die Strecke gefahren und die ganze Strecke genossen. War kaum was los am Samstag. Dann zum Ende kam ich an die Sperrung wo die Strecke runter in das Skigebiet sonst geht. Dort dann der ausgeschilderten Umleitung gefolgt. Bis auf die zwei erwähnten Stellen mit jeweils zwei Kehren die ich mit meiner 990@ im vollen Lenkeinschlag ohne Probleme fahren konnte, war die Umleitung Problemlos auch mit dickeren Zweirädern zu fahren. Ein wenig Erfahrung ist aber schon nötig. Mit Gepäck und Sozia würde ich es wahrscheinlich nicht wagen. Die Umleitung eröffnete ein paar neue Ausblicke und ist eine gar nicht so schlechte Alternative. Die könnten sie so lassen :-) Die Sperre mit der Umleitung war ausgeschildert für den Zeitraum vom 28.08.2017 - 08.10.2017. Ich denke mal nächstes Jahr geht´s wieder über die gewohnte Strecke.
VG Arne

Antwort von Markus Golletz

Hi Arne,

ja vielen Dank für die Infos. Ich hatte die Umleitung in die Karte in den Artikel eingezeichnet, ich hoffe, es stimmt so. Aber dann hat sich das ja bald erstmal erledigt. Ich bin vielleicht noch mal im November in der Gegend, aber dann ist ja da oben gar keine Saison mehr...
Ciao

Markus

Kommentar von Flo | 20.10.2017

Hallo,

wir würden gerne nächstes Wochenende zwischen 26. Oktober und 30. Oktober in die Region fahren. Bezüglich der (Winter)Sperre der via del Sale finde ich viele unterschiedliche Aussagen im Netz. Nun meine Frage: Kann man Teile der Strecke jetzt noch fahren? Ist ein bestimmter Teil komplett gesperrt? Kann man diesen umfahren? Vielen Dank für die Rückmeldung.

Florian

Kommentar von Florian | 24.08.2018

Hallo!
Ich bin am 23.8.2018 über den Colle Fauniera (Colle dei Morti) und den Colle Sampeyre gefahren. Zu der von Dir angesprochenen SP104 kann ich nur folgendes sagen:
Die Sperrung erfolgte nicht ohne Grund. Selbst TomTom kennt sie nicht mehr als Strasse. Warum?
Das Elvia-Tal ist extrem steinschlaggefährdet. Überall lagen haufenweise herabgestürzte Felsbrocken. Da mich bei den ersten Tunneln, bzw. nach der ersten Lawinengalerie ein Gewitter überrascht hat, bin ich in einem Tunnel stehen geblieben, um das Gewitter abzuwarten. Während dieser Wartezeit (ca. 20 Minuten) ist ein ca. helmgrosser Felsbrocken abgerutscht, auf die Strasse gestürzt und wie ein Flummie ins Tal gesprungen. Wäre zu dem Zeitpunkt ein Moppedfahrer dahergekommen, der hätte das nicht überlebt. Was einem Autofahrer passiert wäre, möcht ich mir nicht ausmalen.
Im weiteren Verlauf der SP104 ist der Zustand der Strasse seit meiner Erstbefahrung 2014 als katastrophal einzustufen. Es gibt etliche Verwerfungen, über die man in den letzten Jahren notdürftig etwas Teer geschmiert hat. Dieser bricht aber mittlerweile an allen Ecken und Enden wieder auf, da das Gelände geologisch scheinbar sehr aktiv ist. Zudem gibt es viele große Schlaglöcher, die teilweise die gesamte Breite der Strasse umfassen. Regen und Dreck machten die Strasse recht rutschig. Mir ist das Hinterrad einige Male leicht weggerutscht, passiert ist Gott sei Dank nichts.

Zur Ino noch: Am südlichen Einstieg zur SP104 sind Betonbarrieren so aufgestellt, dass nur einspurige Fahrzeuge durchpassen. Es gibt aber noch ein Zusatzschild, das Fußgängern und m. E. auch Einspurern das Passieren verbietet. Am oberen Ende steht eine halbseitige Metallbarriere mit einer Scheibe mit Durchfahrt verboten. Da es ständig geregnet hat, habe ich keine Fotos gemacht.

Mein Resultat ist also wie folgt:

Die totale Sperre ist gerchtfertigt; die Strasse aktuell zu befahren ist nach meiner Einschätzung lebensgefährlich und besonders für Ungeübte und Strassenmotorräder nicht mehr geeignet.

Kommentar von Flo | 24.08.2018

Vielen Dank für dein Update

Kommentar von Andreas | 17.02.2020

Hi Florian, habe das eben erst gelesen...
ich fuhr dieselbe Strecke am 09. September 2018 (fast hätten wir uns also getroffen), vom Col de Sampeyre kommend, auf der D 104 abwärts, die war so wie Du sie beschrieben hast. Es war aber doch eine tolle Fahrt (Triumph Bonneville T 120), und ich bin diese Teufelsschlucht noch mehrfach hoch und runter gefahren, wohnte in Marmora für einige Tage für Valcavera und Maira Stura. Aber Du hast recht, es ist schon riskant, würde es heute nicht mehr machen.

Kommentar von HERZING14 | 07.10.2021

Доброго вечера!!

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Letzte Änderung: 22.09.2021