Ladegeräte für Motorräder

Volle Ladung: GYS Absaar
Volle Ladung: GYS Absaar

 

Absaar Ladegeräte erkennen eine Referenzspannung von 3V bei einer 6V Batterie und 7,4V bei einer 12V Batterie. Liegt die tatsächliche Spannung der Batterie unter der Referenzspannung, so vermuten die Absaar Ladegeräte, dass die Batterie defekt ist. Dann leuchtet eine durchgestrichene Batterie im Display. Absaar empfiehlt 'Lithium-Ionen Akkus' bei nicht Gebrauch mindestens alle 3 Monate zu laden, da dann wie beim Smartphone-Akku kein Kapazitätsverlust entstehen kann. Eine Art Memory Effekt also? Konnten wir bisher nicht feststellen, soll nun aber auch nicht Absaar angekreidet werden. Bei unserem Fuhrpark kam es öfter vor, das Motorräder mit modernen Lithium Batterien (LiFePo4) durch Standzeiten völlig entladen waren. Das ist kein Wunder, bedenkt man die versteckten kleinen Verbraucher heutiger Motorräder, und dann den Fact, dass Lithium Batterien ihr geringes Gewicht auch dadurch machen, dass sie weniger Kapazität (in Amperestunden gemessen) haben, als die älteren Original Batterien.

Ergo: sind sie schneller völlig leer gesogen. Trotzdem: im Vergleich zu Blei-Akkus sollten Lithium-Eisenphosphat-Akkus am besten nicht ganz voll, sondern teilentladen überwintern!

 

 

Leere, tiefentladene Batterien

Sind für manche Ladegeräte ein Problem. Sie werden von vielen elektronischen Ladegeräten nicht erkannt oder als defekt abgelehnt. Dann hilft nur Anschieben, überbrücken oder das kurzzeitige Anklemmen eines alten Ladegerätes, das einfach nur lädt. Wenn man einer alten Bleibatterie ein letztes Mal etwas Leistung entlocken will, ist das oft die einzige Möglichkeit: Zuerst ein altes Ladegerät ohne Elektronik (Ist-Zustand-Messung) anklemmen, die Batterie damit auf einen Volt Wert bringen, dass sie von ‘intelligenten’ Ladegeräten erkannt wird, und dann ab ca. 3-4 Volt (bei 6 V Batterien oder eben erst 7 V bei 12 V Batterien) zu einem modernen Ladegerät wechseln. Manchmal geht dann noch etwas. Ausprobieren konnten wir das an einer drei Monate geparkten Yuasa MF Batterie, die mangels Abschaltung von dem Scottoiler xSystem der über die Winterpause leer gesaugt und damit zerstört wurde.

 

Bei Lithium- bzw. LiFePo4 Akkus trat das Problem nicht auf. Abgesehen davon, dass Lithium-Ladegeräte eine völlig andere, flachere Ladekurve haben, haben neuere LiFePo4 Batterien einen Tiefenladungsschutz (oder einen Abschalter), so dass sie nicht zu tief abstürzen. Shido, Absaar oder alle speziellen Lithium Ladegeräte haben also einen sehr geringen unteren Spannungs-Wert, bei dem sie mit der Pflege beginnen können. Läuft der Motor per Lithium Batterie erst mal (überbrücken, anschieben), ist selbige auch durch die Lichtmaschine ruck-zuck geladen. Im Normalbetrieb braucht die Batterie eigentlich keine Ladung. Wir erinnern uns: der eigentliche Vorteil ist ihr hoher Starter-Strom und das auch bei geringerer Kapazität und leichterer Bauweise. Trotzdem ist bei einigen LiFePo4Typen Vorsicht vor allem vor Überladung und Tiefentladung gegeben. Meist haben moderne Akkus aber in Form von Balancerschaltungen und Batteriemanagementsystemen Schutzschaltungen eingebaut. LifePo4 Batterien enthalten auch kein Kobalt, Blei oder Säure, was das Recycling (es kann Radioaktivität entstehen) erleichtert.

 

 

Alle Geräte laden im modernen und schonenden IUoU-Ladeverfahren

 

 

Baas Ladegeräte:

Solide Technik in Zusammenarbeit mit Techmate, Optimate:

 

BA54: Das hat es noch nicht gegeben, ein Ladegerät, das ohne 220 V Steckdose auskommt. Konzipiert für Garagen ohne Strom. Als Stromquelle dient bei dem BA54 am besten eine Autobatterie (Quell-Batterie möglichst mit 50% mehr Kapazität), an die das Ladegerät an der einen Seite und die zu ladende Batterie auf der anderen Seite angeschlossen wird. Nicht im Test, aber auf jeden Fall erwähnenswert.

 

BA201: für alle Motorrad Batterietypen, auch CAN-Bus geeignet, kann auch über Kfz-Stecker laden. Einfache LED’s zeigen an was Sache ist. Die Technik funktioniert zuverlässig.

  • Weitere Baas Ladegerät-Infos hier.

 

Shido Ladegerät DC3: wird zwischen 90 und 120€ gehandelt und hatte im nur im MOTORRAD Ladegeräte Test den Falltest nicht bestanden, was Shido / Afam aber nicht bestätigen kann: Bei 5000 verkauften Geräten keine Rückläufer. Bedienung mit Display, aber etwas langwierig. Man muss immer abwarten, bis die Laufschrift langsam durch das kleine Display gelaufen ist, dann lädt der DC3 aber auch alles, außer 6V Batterien. Erkennt tiefentladene Batterien ab 3V. Verbesserte Nachfolgegeneration wurde schon gesichtet: Shido DC1 und DC4.

 

  • Weitere Shido DC3 Infos hier.

 

Die Geräte der GSY Flash-Serie wie das 6.24 oder 6.12 sind sehr vielseitig und haben bei den 6.er Varianten den Vorteil, auch alte 6V Batterien zu laden. Ein Gerät für alles, außer Lithium (LifePo4). Infos hier.

 

 

Tipp: ABSAAR Pro 4.0 Lithium 

 

Das Absaar Lithium Ladegerät erkennt auch Spannungen unter 6V, kann dann aber bei einer tiefentladenen 12V Batterie nichts mehr retten. Im Display wurden dann Ladebewegungen angezeigt und manchmal kletterte dann auch die Spannung im Zehntelbereich, aber defekte Zellen konnte es dann auch nicht mehr regenerieren. Beim Kauf sollte man darauf achten, auch wirklich das Absaar Pro Lithium auszuwählen, das im vergleich zum EVO Ladegerät einen 11-stufigen Ladeprozess (anstatt 9-stufig) hat.

 

 

Fazit: Wir empfehlen CTEK, Absaar, BAAS, GYS und TecMate gleichermaßen. Shido wird in der Nachfolge-Generation interessanter (DC1 und DC4) weil es dort bei DC4 wieder die 6/12V Variante und ein Rettungsprogramm für tiefentladene LiFEPo 4 gibt. Einen Vorsprung hat wegen seiner Multifunktionalität hat die CTEK 5er Reihe (Testfunktionen) und das Absaar Ladegerät 4.0 Lithium, das auch am wenigsten (40€) kostet und ein nummerisches Display hat. Die Vertriebskanäle sind zwar auf Händler ausgerichtet, man wird aber per Webseite auf Vertriebsseiten verwiesen oder sucht bei Ebay. Bei Absaar auf den Zusatz 'Lithium' achten!

Letzte Änderung: 25.11.2019
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