Jethelme 2015

Wer sonst Integralhelm fährt, wird beim Jethelm auf dem Gespann schnell Frühlingsgefühle bekommen. Helme wie der Shoei J-Cuise liegen zwar vom Tragekomfort sehr nah an einem geschlossenen Helm, bei anderen Testkandidaten kommt wegen dem unmittelbaren Kontakt zur Umwelt schneller das das Gefühl von Freiheit auf. Wie diese Freiheit gesetzlich definiert wird, zeigt unsere kleine Recherche zu den Helmnormen. Auch die Erkenntnis, dass in Europa bei Helmen nicht alles konform ist, sollte man dabei nicht vergessen. Zu Teil II: Endurohelme.

 

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In diesem Test begutachten wir Helme von Caberg, Shoei, Schuberth, BMW, Nolan und Bayard. Der brandneue M1 Helm von Schuberth kam leider erst am letzten Testtag an. Weitere Empfehlungen sprechen wir zu Helmen von Louis (z.B. MTR, Highway 1, Liberta) oder den britischen Davida Helmen aus. Außer Konkurrenz testen wir in Teil II weitere aktuelle Endurohelme: u.a. der neue Touratech Aventuro als einziger Carbonhelm und der neue BMW Endurohelm 2. Der Nolan Systemhelm N44 nimmt dabei eine Zwitterrolle ein; er wechselt mit wenigen Handgriffen zwischen Integral-, Jet- und Endurohelm und verschafft sich dadurch einen Vorteil.

Some Italian brands (also very famous) are used to say produced 100% in Italy but it’s not true ... you know what I mean. 

 

Kriterien für offene Helme

Neben Bequemlichkeits- und sicherheits-Aspekten legten wir Wert auf die Intercom-Option, die Passform für Männer, Frauen und Kinder und die Brillentauglichkeit. Sehr subjektiv wird es bei Geschmack und Stilfragen, denn der Kopfschmuck ist vom Look und Lifestyle ein begehrtes und individuelles Objekt. Gerade Vintage-Look und Retrostyle werden zunehmend wieder modern. Sicherheitsrelevante Tests konnten wir nicht durchführen.

Manche Hersteller verwenden für ihr Größenspektrum nur eine Helmschale, andere bis zu drei. Und auch vom Gewicht fielen unsere Testkandidaten sehr unterschiedlich aus: Von 1380g (Bayard) bis gut 600g (Caberg Freeride) ist alles dabei. Einzig bei Kinderhelm-Größen mussten die meisten Hersteller passen. Hier bleibt als Alternative, erst ab der kleinsten Helmgröße, z. B. bei Shoei Gr. XS (Kopfumfang 53/54 cm) einzusteigen. Die Größe XXS (51-52) fanden wir nur bei Caberg, Nolan und Highway 1. Lediglich iXS hat derzeit einen kleineren Kinderhelm im Angebot.

Helmnormen & Auslandsaufenthalte

Immer wieder hört man, dass die ECE-Norm für Helme in Deutschland ausgesetzt sei. Nach unserem Gespräch mit dem TÜV Nord stellt sich das als Irrtum heraus: Die ECE 22-05 (Label meist auf Kinnriemen) ist in Deutschland uneingeschränkt gültig. Auch hatte das ‚Aussetzen‘ der Norm zwischen 1990 und 1992 nicht nachweislich mit den Übergangsfristen für damalige Helme der DDR zu tun. 

 

Von ‚amtlich genehmigten‘ zum ‚geeigneten‘ Helm

1988 wurde der ‚amtlich‘ genehmigte Sturzhelm in der StVO festgeschrieben. Er musste der ECE-Richtlinie Nr. 22 von 1984 entsprechen. Parallel hatte die EU eine Richtlinie zu Schutzausrüstungen erlassen (1989), in der ebenfalls Anforderungen für Motorradhelme enthalten waren. Der frühere ECE-Hinweis war durch diese Richtlinie ‚kein ausreichendes Identifizierungsmerkmal‘ mehr, so das eine temporäre Ausnahme-Verordnung erlassen wurde, mit dem Ziel, die gesetzliche Konformität wieder herzustellen. Diese Verordnung galt zwischen 3/1990 und 12/1992. Am Ende dieser Übergansfrist – nicht die Regelung an sich – wurde die Frist im Dezember 1992 wieder aus dem Gesetz gestrichen – sie war obsolet geworden. En Detail bedeutet das, dass in Deutschland seit 1992 Helme nur noch als geeignet angesehen werden, wenn sie der ECE RL 22 (mit Einschränkungen, der DOT, s.u.) entsprechen. Per Definition wurde der amtlich genehmigte zum geeigneten Helm. Schutzhelme ohne amtlich genehmigte Bauart dürfen aber weiterhin verwendet werden, wenn sie ‚geeignet‘ sind, d.h. eigens für das Motorradfahren und mit ausreichender Schutzwirkung gebaut wurden.Bau- Feuerwehr oder militärische Helme sind deshalb nicht geeignet und damit nicht im Straßenverkehr erlaubt.
Die US-amerikanischen DOT Norm ist teilweise schwächer als die ECE Norm, weil sie von einer anderen Prüf-Philosophie ausgeht. In Deutschland werden die DOT Helme laut StVO in der Regel als geeigneter Helm anerkannt. Auch die ausländischen Normen AS 1698 (Australia), CSA CAN3-D230-M85 (Canada), JIS T8133 (Japan), NZ 5430 (New Zealand), BS 6658:1985 (UK), bzw. DOT FMVSS 218 (USA) werden hierzulande anerkannt.

Wir haben im Oktober noch einen Fachmann vom TÜV Rheinland dazu interviewt, Peter Schaudt schrieb uns dazu:

"Der erhebliche Vorteil eines ECE-genehmigten Helmes ist, neben den für Europa angepassten Prüfanforderungen, eine regelmäßige Produktionskontrolle. Hierbei müssen je 3.200 produzierten Helmen 5 Helme bei einem benannten technischen Dienst geprüft werden. Vorher darf dieses Produktionslos nicht verkauft werden. Zudem gibt es die Möglichkeit der Genehmigungsbehörden, zusätzliche Muster im Markt zu entnehmen und prüfen zu lassen. Dabei ist zu bemerken, dass es tatsächlich auch vereinzelt zu fehlerhaften Chargen im Markt kommt.
Bei DOT-genehmigten Helmen entfällt diese Art von Kontrollmöglichkeit. In den USA unterliegen die Helme der US-Marktaufsicht. Das funktioniert in Europa aber nicht, weil die US-Behörde hier natürlich nicht zuständig ist, somit können hier Helme mit DOT-Kennzeichnung angeboten werden, die den Bestimmungen nicht entsprechen oder aber US-Rückrufe werden hier gar nicht bekannt."

Kommt es mit so einem Helm zu einem Schadensfall, geht die Rechtsprechung in Bezug auf Versicherungsfragen dazu über, dem u. a. DOT Helmträger immer häufiger eine Teilschuld zuzusprechen: Weil es ja besser Helme gegeben hätte.

Der TÜV Nord empfiehlt deshalb immer auf die ECE Normierung des getragenen Helmes zu achten, dann ist man in Europa, besonders in Italien, auf der sicheren Seite.

Harmonisch geht es aber bei der Grenzübergreifenden Urlaubsfahrt in Europa noch lange nicht zu. In Italien müssen seit 2007 alle im Straßenverkehr gefahrene Motorradhelme die Europäische ECE-22 Norm erfüllen. Das Benutzen eines nicht homologierten Helmes ist verboten. Dies gilt auch für Beifahrer. Auch aus Frankreich hört man Ähnliches. Braincaps sind in den meisten Fällen nicht nach der ECE Norm zulassungsfähig. Dazu auch aktuell: 2017 Bike und Business.

 

Italienische Helme

Bei Caberg, im Norden Italiens werden seit 1974 Helme Hergestellt. Der namenhafte Hersteller Nolan, nur ein Steinwurf von Caberg entfernt, ist sogar schon zwei Jahre länger im Geschäft. Zur Nolangroup gehören auch die Marken GreX, X-Lite und N-Com. Nimmt man New Max dazu (Brembo-Helm, nahe dem piemontesichen Alessandria) hinzu, ergibt sich ein enges Bermudadreieck der italienischen Helmproduktion im Großraum Bergamo. Allen gemein ist, das sie hochwertige Helme in unterschiedlichsten Preisklassen herstellen. Chinesische Zulieferteile findet man dabei allenfalls bei den günstigeren Helmen, meist leicht am Geruch zu erkennen.

 

Caberg seit 1974

Cabergs Doom und Freedom benutzen die gleichen Visiere, die von außen angeschraubt werden. Eine edle Fiberglasschale haben beide gemeinsam. Nur gibt es wohl keinen kompromissloseren Helm für Italiens Sonne, als den quasi durchlöcherten Doom! Vier nur von einem Sieb bedeckte runde Öffnungen sorgen für den bei Hitze notwendigen Airflow Effekt. Im aufknöpfbaren Brillenfixier-Band fanden wir vier runde Abdeckplatten für die Sieblöcher. Das Visier rastet nur in 2 Positionen, ist aber in vielen Farbvarianten zu bekommen. Wir finden: Ein cooler leichter und leiser Helm für sommerliche Tage.


Doom
: Verschluss: Ratsche (Microlock), waschbares Futter, 6 Farbvarianten, Material: Fieberglas-Kevlar-Mix, Gewicht: 1025g (mit Visier), Preise einfarbig: 209,90€, Deko Versionen: 229,90€

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Caberg Freeride

Ein extrem leichter Fieberglas Helm im Café-Racer Look. Edlere Innenausstattung als die anderen Caberg Testkandidaten. Wegen seiner kompakten Bauweise trägt der Helm nicht dick auf. Eine zusätzliche Öse zum Helm aufhängen ist am Kinnriemen angenäht, sein Ratschenverschluss ist gut bedienbarer. Verschiedenste Visiere, auch ein gelbes kontraststeigerndes ‚gute Laune Visier’ sind lieferbar. In der Carbon Version ist er einer der leichtesten Helme seiner Klasse. Geeignet für kurze und mittlere Touren. Gut geeignet auch für ‚Naked Rider‘ mit Sonnenbrille.

 

Freeride: Gewicht: 826 g (ohne Visier), Material: Fieberglas-Kevlar-Mix, Carbon Version (750g) verfügbar, 12 Farbvarianten Preise einfarbig: 179,90€, Deko Versionen: 199,90€, Carbon 239,95 €

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Caberg Riviera V2+ Italia

Der Caberg Riviera firmiert eher in der Klasse der Rollerhelme. Er hat ein solides Visier, keine weiteren Lüftungsmöglichkeiten in der Helmschale, hat aber eine integrierte Sonnenblende die über einen Schieber oben auf dem Helm bedient wird. Schwach ausgeprägte Rastungen und ein für seine Größe durchschnittliches Gewicht machen den Helm zum schicken und preisgünstigen Kurzstreckenhelm. Selbst in dieser Preisklasse bietet Caberg drei Helmschalen an, um die Größendifferenz zu überbrücken. Ein Bluetooth-Intercom-Kit (Caberg just speak) ist zum Helm separat erhältlich. Beim Testhelm fiel die Polsterung relativ dünn aus. Brillen passen bei allen Caberg Helmen relativ gut, beim Caberg Riviera V2+, wird es wegen fehlender Aussparung und dünner Polsterung im Ohrenbereich etwas hakelig. Dafür ist er im schön Italia-Design zu haben.

 

RIVIERA V2+: Gewicht: 1044g, Material: Thermoplast, 11 Farbvarianten, Preise einfarbig: 99,90€, Deko Versionen 119,90€

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Louis

Tipps für den Jethelmkauf bei Louis

Besonders bei Eigenmarken und Restposten lassen sich bei Louis gute Schnäppchen schlagen. Wir tragen auf einen Restposten von Liberta Fiberglas Helmen, den es in coolen Farben und guter Verarbeitung für rund 100 € zu haben sind. Auch MTR bietet Retro-Jethelme in Fiberglas (ab 40 €) oder Carbon (ab 100 €). Unter der Eigenmarke Highway 1 findet man 16 Jethelme aller Stilrichtungen (Police, Pilot, Jet, Retro) zwischen 30 und 100 €. Hochpreisiger geht es bei den Angeboten des portugiesischen Helmherstellers Nexx zu: auch hier stehen 15 Helme (auch Carbon) bei Louis im Regal. Wir fanden die Nexx X70 Helme Core und Freedom (200 €) besonders geeignet. Mit der Eigenmarke Probiker bietet Louis noch einmal 5 Jethelme unter 100 Euro. Ansprechend für den Sommerbetrieb fanden wir den Probiker Pilot für 89,95 € aus ABS-Kunststoff und in Airflow-Ausführung.


Davida

Jet und Ninety-Two

Laut Davida England werden besonders die Helme mit dem schwarz-orangenen Flame-Dekor von Seitenwagenpassagieren gekauft. Sie sind stilistisch Replikationen von original in den 1950er & 1960er Jahren getragenen Helmen. Zu bedenken gibt es, das sie nicht ‚allen Sicherheitsstandards‘ in Europa entsprechen. Davida testet seine Jethelme nach ECER 22-05, die Reihe Ninety-Two nach dem britischen Standard BS 6658 Type B und die Speedster-Helme sind nach keinem dem öffentlichen Verkehr konformen Standard geprüft. Dafür gibt es bei Davida unverwechselbar handgemachte Helme aus Fieberglas mit einem besonderen Komplett-Lederinnenfutter. Wer so eines einmal getragen hat, weiß was ein leiser Helm ist. Leder legt sich allmählich schaumweich um die Ohren und befreit von lästigen Windgeräuschen. Klassisch geht es mit Doppel-D Kinnriemen und bis zu 100 (!) verschiedenen Dekos und Farben zu.

 

Davida: Preise: ab 365 € (Ninety-Two) bis 417 € (Speedster), Informationen: Davida, Händler in D: www.motorradgarage.de

[ohne Bewertung]

 

 

BMW Airflow Helm 2

BMW’s Airflow-Jethelm 2 wird seit 2014 in Italien gefertigt. Trotz relativ kurzer Form findet ein kurzes Visier unter der Helmschale Platz. Leicht im Einstieg und in Bewegung gut belüftet ist der Helm schnell angelegt und vom Einsatzzweck für wärmere Gefilde prädestiniert. Insgesamt sieben Farbvarianten sind verfügbar und für das Visier gibt es Clips, um die Länge anzupassen. Komfortabel gepolstert ist auch der Kinnriemen, der mittels eines schnell und mehrfach rastenden Ratschenmechanisms verstellt und verschlossen wird. Ausgeklügelt ist auch das AirFlow System: zwei Öffner/Schließer rechts und links der Helmkannte geben je drei Lüftungsöffnungen meist nur dann frei, wenn man den Kopf ein wenig dreht. Per Schieber sind sie wasserdicht verschließen. Der Helm ist vorbereitet für den Einbau einer Kommunikationsanlage. Die möglichen Helmfarben sind auf BMW’s Maxi Scooter abgestimmt.

BMW Airflow 2: Material: GfK Carbo-verstärkt, Microlock Verschluss, 3 Helmschalen, Gewicht: 1280g, Preis: 410 €, Bezug: BMW Motorrad

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Shoei

Shoei J-Cruise

Der J-Cruise von Shoei genügt auch den höchsten Ansprüchen von Jethelmfahrern. Als einziger Helm hat er ein aufwendiges Lüftungssystem in der Helmschale und trägt den Ansprüchen von Brillenträgern besser Rechnung als andere Testkandidaten. Selbst am Hinterkopf finden sich zwei Auslässe für warme verbrauchte Luft. Das soll Ermüdungserscheinungen auf Langstrecke vorbeugen und dafür scheint der J-Cruise auch gemacht. Das stabile Pinlock-Panorama-Visier ist serienmäßig, das dämpfende Innenleben des Helmes arbeitet mit einem mehrteiligen, modularen Styroporkernsystem – dessen Elemente mit unterschiedlichen Dämpfungsgraden ausgestattet sind. Auch beim Edelstahl Ratschenverschluss geht es hochwertiger zu, als bei den Mitbewerbern. Die Ratsche bietet unserer Meinung nach die einfachste Handhabung, lässt sich perfekt justieren oder Nachspannen und kann auch im Falle eines Falles leicht und ohne Erklärungen geöffnet werden. Der Helm ist vorbereitet für eine Intercom Installation und hat Ear-Pads zur Geräuschreduzierung. Laut Louis Beratung garantiert Shoei dafür, Ersatzteile auch noch bis 7 Jahren nach Produkteinstellung verfügbar zu haben. Die Komplette Innenausstattung samt Wangenpolster und Riemenabdeckung ist herausnehmbar und waschbar. Die AIM Helmschale (Advanced Integrated Matrix) ist fünflagig ausgeführt.

 

Shoei J-Cruise: 3 Helmschalengrößen 1) XS-M 2) L, 3) XL – XXL, Helmschale aus AIM – „Organic Fiber“ und „Multifiber“, Gewicht: 1313g, Verschluss: Ratschenverschluss aus Edelstahl, 10 Farbvarianten, Preis: ab 449 € bis 549 € Bezug: Louis

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Nolan

N21 Visor Duetto

Der neue Visor Duetto N 21 entspricht gewissen Vintage-Ansprüchen und erinnert an die 70er und 80er Jahre. Von der Helm-Technologie ist er natürlich up-to-date. Eine gute Passform, ein solides Visier und sogar eine umrandete Sonnenblende entsprechen den hohen Nolan Qualitätsansprüchen. Nolan prägte einst den Begriff ‚Lexan‘, der auch heute noch als thermoplastischen Ausgangswerkstoff (auch Polycarbonate, Makrolon) für viele Helme herhält. Andere Helme werden bei Nolan auch aus Duroplasten oder Mischungen, verstärkt mit Carbonfasern, im italienischen Bergamo in Form gebracht. Der N21 gefällt durch ein gut rastendes Visier, der edlen ‚Clima Comfort‘ Innenausstattung und einen weißen Leder-Abschluss am Halsbund. Auf weitere Lüftungen bei geschlossenem Visier muss man auch bei Nolan verzichten, Sonnenbrillen passen hingegen trotz fehlender Aussparungen recht gut. Wegen seiner soliden Ausführung ist der Helm mit 1200g kein Leichtgewicht mehr.

 

 

Nolan N21: 2 Helmschalen, Material: Lexan EXL, Gewicht 1200g, viele Dekore, auch ‚Italia‘, Preis: ab 179,99 €, Bezug: Louis

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Nolan N44

Eine Überraschung im Test ist Nolans Modularhelm N44, der in vielen Belangen überzeugt. Es gibt ihn in vielen Farben und mit einer riesigen Visier- und großer Größenauswahl (acht Größen). Modular kann der Helm von Integralhelm zum Jet- oder Endurohelm mit Sonnenblende umgebaut werden. Bisherige Tests attestieren dem Helm gut aerodynamische Eigenschaften zu einen moderaten Preis (179-259 €). Einige attestieren dem Helm Schwächen bei der Sonnenblende oder in der Lautstärke-Entwicklung bei schneller Fahrt. Im Test haben wir keine Auffälligkeiten bemerkt. Der Helm ist entweder mit Sonnenschutz-Blende und Endurobrille, als Integralhelm mit Visier oder, nach einfachen Entfernen des Kinnteiles, als Jethelm verwendbar. Eine Besonderheit ist die Größe des Panorama-Visiers, die das Gesichtsfeld kaum einschränkt. Gigantisches Visier rastet allerdings nur vier Mal über den gesamten Bereich ein. Für ein beschlagfreies Pin-Lock-Visier ist der Helm nur vorbereitet. Die Pinlock Scheibe muss extra bestellt werden. Gut funktionieren auch die zweistufige vordere Belüftung und der großflächige und gut bedienbare Lüfter-Schieber ‚on top‘ des Helmes. An der Innenausstattung gibt es nicht zu bemängeln.

 

Nolan N44: Integral-Jethelm, zwei Helmschalen, Gewicht: 1300g, Verschluss: Microlock, Material: Lexan EXL, -COM und Special Variante, Bezugsquelle: Louis, Preis: ab 179 Euro.

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Schuberth M1

Der neue Jethelm M1 von Schuberth kommt gerade zum Erscheinungstermin dieses Tests auf den Markt. Messebesucher haben ihn schon in den Händen halten können. Dabei ist er nicht der lang erwartete Nachfolger des J1 Jethelms, der wegen seines Kinnbügels für Aufsehen sorgte. Der Metropolitan 1 macht auf uns den Eindruck für Scooter-Fahrer oder, wie der Name andeutet, für urbane Cityrider entwickelt zu sein.

Schuberth setzt wie auf Komfort und noch mehr auf Chic, ohne dabei auf Sicherheitsfeatures zu verzichten. Café-Racer werden ihren Gefallen daran haben und auch auf der sommerlichen Ausfahrt wird man mit ihm gut zu Rande kommen.

Aus sieben Helmfarben und fünf verschiedenen Visieren sowie weiteren fünf Sonnenvisieren und einem Peak kann der für Pinlock vorbereitete Helm direkt ab Werk konfiguriert werden. Das Schuberth Emblem auf der Helmrückseite dient gelichzeitig als Entlüftung. Einströmen kann die Luft durch einen großflächigen und leicht zu bedienenden Lüfter on Top des Helmes. ‚SRC Ready‘ bedeutet bei Schuberth, dass ‚unsichtbare‘ Mikro sowie die Lautsprecher für das Intercom-System schon eingebaut sind. Für Pinlock Visiere ist der Helm vorbereitet. Edel ausgeführt wirken die zahlreich verfügbaren Lackierungen.

 

Schuberth M1: Material: S.T.R.O.N.G. (glasfaserverstärkte Spezial-Duroplast-Matrix), 2 Helmschalengrößen (53-59, 61-63), nahtloses Innenfutter, Gewicht: 1395g, Preis: ab 399 € unifarben, 429 € für Dekore, Bezug: Louis

[ohne Bewertung]

 

Dieser Test ist in gekürzter From auch erschienen in den Zeitschriften MOTORRAD-GESPANNE No. 147 und im Trike Magazin.

 

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Letzte Änderung: 26.10.2017
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