Zumo XT: Grundlegend renoviert

Zumo XT im Vergleich
Zumo XT: Hardware neu | die Konkurrenz

 

Das neue Motorrad-Navi Garmin Zumo XT hat Ähnlichkeiten zum 5 Zoll BMW Navigator VI, das erstmals mit einem Touchscreen ausgestattet ist. Beim Zumo XT vom Frühjahr 2020 wurden Gehäuse, Software und Screen deutlich verbessert und nun zur Serien-Reife ausgebaut. Der Screen wuchs auf 5,5 Zoll, endlich auch bei 1280 x 720 Pixeln! Es wurde deutlich heller und mit der höheren Auflösung steigt auch die Bedien-Treffsicherheit enorm. Ein outdoor optimiertes Touch-Display dieser Größe lässt sich nun auch komfortabel mit Handschuhen bedienen.

 
Der Kabelbaum wurde auf vielfältigen Kundenwunsch nun erfolgreich abgespeckt. Die kabelgebundene Intercom Kompatibilität (wer es noch benötigt) ist nun über Zubehör gewährleistet.
Bedienknöpfe gibt es lange nicht mehr (oder immer noch nicht wieder), es blieben aber (fast) alle Funktionen der Vorgänger-Zumos erhalten: von Custom Maps über Birdseye-Select Karten bis hin zur Outdoor Topo-Karte Garmin TopoActive PS Europe, die sich über ein Schnellmenü einblenden lässt, bleiben kaum Wünsche offen.

 

Neu gezeichnet sind viele Symbole und Kartenseiten. Auch die Kartensuche ist fixer geworden, wenn auch ein Online-Abgleich, z. B. mit Google Maps noch fehlt. Garmin ist eher mit HERE verbandelt. Die Firmware scheint mit ein paar Funktionen noch nicht auf dem Stand der Zumo 59x und 39x Geräte. Apps wie Reifendruck Sensor und Virb-Fernbedienung fehlen bisher. Erfahrungsgemäß wird das aber noch.

 
Erweiterungsmöglichkeiten bestehen über OSM Karten oder auch die (einmalig kostenpflichtige) POIbase von Pocketnavigation.de, die Campingplätze, Stellplätze, mobile und feste Blitzer, weitere Tankstellen, sogar Tankpreise, Motorradstreckensperrungen oder auch Einkaufsmöglichkeiten, Motorradhändler und Hotels in den unterschiedlichsten Kategorien zur Verfügung stellt.

 


Auf den ersten Blick kaum ein Unterschied: links die verbesserte Halterung. vermutlich bewirkt die leichte Erhöhung auf der rechten Seite, dass die Halterung nun spielfrei ist. Ein Klebestreifen hätte auch gereicht. Garmin bietet die neue Halterung gratis an.

 

Ram-Mount und Halterung / Cradle: Hier soll es zu Vibrationsproblemen in der ersten Serie gekommen zu sein (bei uns bisher noch nicht). Garmin liefert kostenlos eine neue, verbesserte Halterung nach, die dann auch in den Handel kommt. Die Auto-Halterug ist bei unserem Zumo XT etwas kleiner geraten, so das der Zumo im Hochkantformat gegen die Windschutzscheibe stoßen kann. Abhilfe? Den Halterungs-Arm vom alten Zumo 59x nehmen.

 

Antworten vom Garmin Produktmanager / Entstehung Zumo XT

MR: Welche Features hat der Europäische Einfluss beim Zumo durchgesetzt?
Garmin: Würzburg war in die Entwicklung des zumo XT einbezogen: Ich würde sagen den XT gibt es wegen uns. Das Feature-Set wurde auch von uns mit beeinflusst. Es gäbe sonst keinen Landscape mode, keinen Lautsprecher oder ein anderes Verhalten beim adventurous routing. Das Display haben wir auch stark gepusht.
MR: Warum kann man nur 500 Favoriten speichern, den gleichen Wert wir beim Zumo 595?
Garmin: Begrenzung Favoriten bleibt, da eher selten mehr als 500 Favoriten benötigt werden.
MR: Im Hochkant Mode nehmen die Datenfelder einen Großteil des Displays ein. Die Felder könnten kleiner oder auch durchsichtig sein, damit man mehr Karte sieht.
Garmin: Hochkant Darstellung: Ich finde schon, dass man weiter nach vorne sehen kann. Das Feld oben musste größer sein, weil wir in manchen Situationen auf zwei Zeilen schreiben müssen. Die Größe der Schrift wollten wir auf keinen Fall anfassen, da es Feedback vom Markt gibt, dass wir hier sogar eher klein sind.
MR: Die vorherigen Zumos hatten einen Micro USB Anschluss, der Zumo XT ist wieder beim Mini USB gelandet, hat das einen Grund? Kartenupdates etc. gehen ja glücklicherweise zügig über WLAN.
Garmin: USB C kommt erst bei Geräten, die ab 2021 auf den Markt kommen. Der Grund so lange bei Mini USB zu bleiben liegt am Zubehör, wie z.B. Car Charger. Der Mini USB Anschluss ist auch bei Vibrationen etc robuster und langlebiger als Micro USB.
MR: Das Design ist kantiger geworden, die Ecken des harten transflektive Displays wirken nicht mehr so gut geschützt. Gibt es Erfahrungen zu Falltests und Stürzen?
Garmin: Das ganze Gerät wurde nach dem Military grade 810G drop test standard (MIL-STD-810G) getestet und zertifiziert. Das sollte ausreichen.
MR: Wie hat Garmin die Performance des Gerätes verbessert?
Garmin: Die nackten Daten unseres Dual Core mit 1,3 GHz Prozessors sagen alleine nicht viel aus. Wir haben vom 39x auf 396 Zumo das 4-fache bei der Routenberechnung aus dem gleichen Chip herausgeholt. Durch optimierte Software. Ähnliches ist uns mit dem Zumo XT gelungen.

 

Verbesserungsmöglichkeiten:

Da wären zum einen die bisher fehlenden Modding Möglichkeiten mit verschiedenen Cockpits, Kartenstyles oder transparenten Datenfeldern. Firmwareupdates können hier Verbesserungen bringen. Auch sind noch einige der Fahrzeugsymbole zu groß gezeichnet, so das sie die aktuelle Abbiegesituation überdecken können. Vielleicht wurde hier noch nicht die erhöhte Bildschirmauflösung angepasst?

Ein richtig coole Feature wäre eine Bluetooth Lenker-Fernbedienung, mit der man Grundfunktionen wie Zoom oder Karte verschieben sicher vom Lenkergriff aus bewerkstelligen könnte. Carpe iter macht es mit einem Lenkercontroller vor. Dann wären die Warnmeldungen, die man beim Einschalten des Gerätes lesen muss, nicht mehr so wild. Wenn man über das Karten-Schnellmenü auch zusätzlich installierte Drittanbieter-)Karten umschalten könnte, wäre das auch von Vorteil.

 

Etwas groß fallen die Datenfelder aus. Damit wird etwas Platz verschenkt. Teiltransparente Datenfelder sind ein Dauerkritikpunkt an Garmin. Trotzdem ist alles groß genug für die Handschuhbedienung uns sehr funktionell abgestimmt.


Datenfelder im Quermodus. Auch zu groß und nicht transparent. Da wird wichtiger Kartenplatz verschenkt. Bitte um Update!

 

Mini USB zum Laden und der einfach abgedeckt MicroSD-Slot für die Erweiterung des 32 GB großen Speichers. Vielleicht ist mit SD Karte der Favoritenspeicher größer als 500 Plätze? Wir haben es noch nicht probiert.

Auch wieder neu: der Zumo XT hat wieder einen Lautsprecher. Bei den älteren Verwandten wanderte der ausschließlich in die Autohalterung.

 

Bravo, endlich ein verschlankter Kabelbaum: Die Kabel-gebundene Technik für Helmsprechanlagen ist nun Zubehör.

 

Neue Halterungsaufnahme: Alles passt wieder an einen RAM-Mount, doch der alte war sicherlich etwas stabiler.
 

Halterung Zumo 595 LM (oben) und neu (unten) Zumo XT. Weniger Kontakte-Pins: Nur für die Stromversorgung.

 

Neue gestaltetes Hauptmenü-Design mit alten bekannten. Die Trackfunktion wurde ausgelagert

 

Topografische Karte oder Birdseye Bilder mit nur 2 Klicks. Die normale Kartenverwaltung ist aber an gewohnter Stelle geblieben

Muss nicht unbedingt sein: Favoriten-Speicher mit nur 500 Plätzen?

Kurzzeitiger Routen-Überblick mit Umweltzonen-Angabe. Für Motorrad eigentlich in D noch nicht relevant.


Hier versteckt sich das Adventurous Routing: Bei den Zwischenzielen

Tipps: Wenn es auf Anhieb mit der USB-Verbindung zum Computer nicht klappt, ist es möglicherweise hilfreich, nach dieser Anleitung (MTP-Settings) den Zumo auf den 'USB Ethernet' Modus Umzustellen. Damit wird eine Art Massenspeichermodus erzwungen.

 

Apps

Das Zumo XT ist nicht mehr kompatibel zur App Smartphone Connect. Stattdessen wird die Drive App oder Explore angeboten. Drive kann Smart Notifications und Live-Informationen, wie Live-Verkehrsdaten und Wetter melden, ist aber den ersten Augenschein noch nicht so weit entwickelt wie Smartphone connect. Auch das Programm Garmin Explore, das eher für Outdoorgeräte entwickelt worden ist, steht mit einem Zusatz auf der Kompatibilitätsliste. Wir bekommen bisher keine nennenswerte Verbindung zustande:

"Das Zumo XT ist mit Garmin Explore Informationen vorinstalliert. Die Garmin Drive App synchronisiert die Explore Daten und kann nicht mit der Garmin Explore App auf einem Smartphone gekoppelt werden." Eine Erklärung lautet:

Das Explore Konto ist ein Zwischenkonto zum Erstellen, Löschen und Übertragen von Daten auf und von einem zumo XT. Sie müssen mit der Garmin Drive App verbunden sein und es Garmin Explore ermöglichen, Ihre Garmin Explore Kontodaten mit dem zumo XT zu synchronisieren. Hier soll es Abhilfe geben.
Die Garmin Drive-App arbeitet hingegen sehr gut mit dem Zumo XT zusammen und greift bei der Ortssuche auf aktuelle Online-Quellen zurück. Live Verkehrsdaten und sogar ein Regenradar sind an Bord und sehr praktisch auch für Biker. Der weitere Funktionsumfang bezieht sich auf Garmin Dash-Cams und Smart Notifications. Das ist zumindest nice to have, wenn man den Zumo auch im Auto benutzt.
 

Verwirrung um Explore App. Braucht man die oder nicht?

 

Vorläufiges Fazit: Garmin hat alle notwendigen Modifikationen und Transformationen getroffen. Anfängliche Soft- & Firmware-Problematiken mal ausgeblendet, verteidigt der neue XT Zumo einmal mehr seine Marktführerschaft bei der Motorradnavigation. Zu einem Preis von rund 500€ scheint das für anspruchsvolle Tourenfahrer okay zu gehen. Bei der neue Hardware, vor allem Display und Gehäuse hat Garmin erfolgreich den Sprung zum kapazitiven Touch-Display geschafft. Der Zumo 396 LMT war ein Zwischenschritt dahin, das vom Konzept betagte Zumo 590 (2014) kann nun durch den XT abgelöst werden.
Starker Regen auf dem Display kann auch jetzt noch zum Problem werden, Fehlbedienungen sind aber recht unauffällig.
Uns würden Nutzer-Erfahrungen interessieren, wie sie der 'Neue' in einem etwaigen Falltest macht. Das Gehäuse ist wesentlich kantiger geworden und nicht mehr so stark gummiert. Zumo 595 & Co haben auch herbe Stürze bzw. das herausflutschen aus der Halterung bei voller Fahrt überstanden.
Bitte ändern Garmin: einen größeren Favoritenspeicher, die Möglichkeit einer BT-Lenkerfernbedienung oder Sprachsteuerung und eine Abschaltmöglichkeit der Karten-spezifischen Warnungen, wie uns ein Leser unten schreibt. Im Hochkantformat hätten wir gerne flachere Datenfelder und auch bein den Firmwareupdate ist daher noch Luft nach oben (Cockpits, Mapstyles, etc.). Auch ein Dateimanager (falls Explore / Drive nicht lauffähig wird), zum gezielten Austauschen von Dateien per Bluetooth wäre ein zukunftsweisende Option. Das wird schon.

 

Topps und Flopps

 

  • Mini USB Schnittstelle (vorher Micro USB) statt USB C (3.1), wenig gummiertes Gehäuse, keine Reifendrucksensor- und Virb Apps
  • Favoritenspeicher mit nur 500 Positionen
  • Einstellungen für das motorradspezifische Garmin Adventurous Routing sind nun im Zwischenziel-Auswahl Menü zu finden, warum?
  • Datenfelder sehr groß: Sie decken unnötigerweise viel vom Display ab (im Hochformat)
  • Akku jetzt fest verbaut. Wir hoffen, dass das 12V Bordnetz-Lade-Management besser geworden ist, damit der kostspielige Akku nicht, wie so oft bei den älteren Zumos, über den Winter stirbt
  • Installations- und USB-Probleme mit Garmin Express unter alten Windows Versionen (8.1), erste Displays haben manchmal 'Ghost touch'. An / ausschalten hilft.

 

 

  • Routingfähige Topokarte TopoActive PS Europe und Birdseye Select Luftbilder inkludiert, CustomMaps, genauso wie das lebenslange Kartenupdate auf die City Navigator Karte, leistungsfähigere 3D Ansicht
  • Zumo XT ist leichter als ältere Modelle: 381g zu 272g
  • Display: 1280 x 720 Pixel: endlich die perfekte Größe und Bedienbarkeit! Spiegelt leicht
  • Topokarte per Schnellmenü verfügbar (ohne Einzelhaus-Darstellung, wie z. B. Garmin OSM Freizeitkarte --> OSM Produkte)
  • Schnellerer Prozessor, durch verbesserte Software leistungsfähiger
  • iOverlander POI's (Camping) an Bord, Foursquare, Tripadvisor (eine simple Städtesuche wie beim Vorgänger, fehlt bisher)

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Kommentar von Wolfgang Maier | 05.08.2020

Das wäre super wenn du mir sagen könntest, wo ich den Akkustand ersehen könnte. Das Batteriesymbol oben rechts am Display zeigt immer voll an. An dem kann ich mich nicht orientieren.

Antwort von Markus Golletz

Wenn man den Zumo von Strom trennt, zeigt das Batteriesymbol relativ genau bildlich an, wie voll der Akku ist.

Sonst vielleicht mal 5 Sekunden auf die Tachoanzeige drücken und dann im Experten-Menü unter battery settings nachschauen. Sorry, sehr vage gerade von unterwegs...

Kommentar von Wolfgang Maier | 03.08.2020

Hallo Markus.
Vielen herzlichen Dank für die Info. Hätte noch eine Frage. Ich lade mein Zumo XT mit dem Garmin Netzteil. Wie lange ist denn die Ladedauer? Bei mir zeigt das Navi auch nach 2 Tagen immer noch "Akku wird geladen" an. Irgendwann ist der Akku doch voll. Ich weiss, dass man nur im Standby-Modus laden kann. Mach ich auch. Vermisse auch eine Akkuanzeige wie voll der Akku noch ist. Oder kann man das irgendwo einsehen.
Gruß Wolfgang

Antwort von Markus Golletz

Wolfgang,

die alten Zumos wurden am Motorrad (12V) nie ganz voll. Schlechtes Management oder eben ständig geladen, was die Akkus nicht mögen. Lädtst du an der 220V Steckdose, sollte der Akku in 2 h voll sein. Anzeige des Ladestands nur über das Batteriesymbole. Oder wenn du in die versteckten Einstellungen gehst, kannst du es genauer sehen. Ich schaue noch Mal nach.

Kommentar von Wolfgang Maier | 23.07.2020

Hallo.
Habe mir vor ein paar Wochen das Zumo XT zugelegt. Hatte zuvor ein Tom Tom Rider 550 und nach kurzer Zeit wieder zurückgegeben. Das schlechteste Navi das ich kenne.
Zu meiner Frage: Warum gibt es zur Routenplanung die "Zieleingabe" und unter Apps die "Routenplanung"? Kann keinen Unterschied feststellen. Kann bei beiden Zwischenziele einfügen, die ich während der Fahrt auch wieder problemlos löschen kann. Die Routen abändern und speichern ..... Oder hab ich noch was übersehen?
Wolfgang

Antwort von Markus Golletz

Hallo Wolfgang,

ich bin zwar nicht der Produktmanager, sehe das aber ähnlich. was man bei Apps auch denkt ist, das es Ich einen Store gibt und man welche dazufügen kann. das ist bisher auch nicht der Fall, Virb Kamera Steuerung und Luft-Drucksensoren Anzeige fehlt bisher auch noch. Bisher kam sowas über neue Firmware oder eben über eine Neue Gerätebezeichnung.

Bei der App kann man das adventurous Routing UND die Reihenfolge der Punkte noch verändern, vielleicht ist das ein Unterschied.

Kommentar von Michael | 21.07.2020

Guten Tag,
in dem Artikel steht, das Kabel-gebundene Technik für Helmsprechanlagen nun Zubehör ist.
Welches Zubehör ist damit gemeint ?, bei Garmin kann ich keines für das XT finden.
Einen vorhandenen Bluetooth-Adapter kann ich zwar koppeln, aber es wird nur der Ton vom Mediaplayer übertragen, keine Navigations-Ansagen.

Michael

Antwort von Markus Golletz

Ich weiß nur, das es angekündigt wurde. mache mich Mal schlau. Bin aber gerade unterwegs...

Markus

Kommentar von Timo | 20.07.2020

"Bravo, endlich ein verschlankter Kabelbaum" - aber dafür mit externem Spannungsregler, das heißt für viele eine neues Kabel von der Batterie an den Lenker ziehen, bisher hat ein 12 V Kabel gereicht, mit der entsprechenden Verbindung am Lenker (z.B. AMP Superseal und RAM ) konnte man schön das Navi zwischen den Fahrzeugen wechseln.

Außerdem fehlt mit noch eine Öse um eine zusätzliche Sicherung des Gerätes (Schnur o.ä) zu befestigen.

Wenn man jetzt noch endlich mit BaseCamp an den internen Speicher rankommen würde, wäre das perfekt.

Kommentar von Manfred | 30.06.2020

Ich möchte den Beitrag von Thomas ergänzen.
Bei meinem 395 knallen auch ständig die Achtung Hinweise auf.
Im Dorf stehen 50km/h, das >Navi zeigt 30km/h an. Oder umgekehrt. Autobahn 120km/h. Navi freie Fahrt. Wenn ich stur nach Navi fahren würde hätte ich schon längst keinen Führerschein mehr. Datenpflege bei Garmin mangelhaft.
Weiterhin knallen ständig die Achtungs Hinweise auf. Achtung Schule, Achtung... Achtung... Das Auge geht automatisch auf das Display weil der Hinweis schön orange eingefärbt ist. Bei jedem Hingucker (dauert zwischen 2-4sec) fahre ich bei 50km/h 14Meter/sec. im Blindflug.

Antwort von Markus Golletz

Hallo Manfred,

die optischen Warnungen kann man ausschalten:

 

 

Ansonsten empfehle ich sehr, mich nach der Realität, nicht nach dem Virtuellen zu richten ;o).

Ich glaube, bei der Verbesserung dessen, was an Schildern, Straßen etc. sich verändert, kann man auch mithelfen. Wenn man Veränderungen kartiert, kann Garmin Express oder Basecamp dann auch etwas an Garmin Server zurücksenden. Sofware wird immer etwas hinterherhinken, außer vielleicht bei den 'live'-Diensten, aber auch d gibt es Verzögerungen.

Markus

Kommentar von Thomas | 25.06.2020

Für mich total unbrauchbar als Navigerät für Motorrad - Ich bin enttäuscht.
Ich habe mir trotz des sehr hohen Preises, das Zumo XT gekauft. Hätte ich das Nachstehende vorher gewusst, hätte ich mir das Geld absolut gesparrt.
Das XT kündigt beim Fahren die kommenden Geschwindigkeitsänderungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten an. Etwas, was in Europa tlw. alle 300 bis 500 Meter passiert: Landstraße, Baustellen, Innerorts. Dies erfolgt als Warnung! Achtung in 300 ..., in 200 ..., in 100 ..., in 50 ... Meter Tempolimit 50km/h. Diese Warnung erfolgt visuell und akustisch. Und man kann es nicht abstellen!!!!!!! Fragt dazu gerne so wie ich Garmin direkt. Mit der visuellen Warnung kann man noch notfalls leben. Aber die akustische nervt total und unterbricht im Sekundenabstand die Musik, das Telefonat oder die Navigationsansage selber. Wie gesagt, nicht abstellbar laut Garmin. Das einzige, was man tin kann, ist komplett den Ton abstellen. Nur dann hat mach auch keine Music, Telefonie oder Navigationsansagen mehr. Und damit macht das Navi aber auch keinen Sinn mehr. Warum die meisten Tester dieses besondere Produktfeature nicht erwähnen oder nicht entdecken, keine Ahnung. Aber wer so etwas liest, würde es sich zu recht zweimal überlegen, so ein Navi zu kaufen, oder?

Antwort von Markus Golletz

Hallo Thomas,

Ich kann Dein Ärger verstehen, aber vielleicht helfen dir die Tipps und Hinweise aus meiner Erfahrung:

1. Die Vorgängermodelle Zumo 39x / 59x waren noch viel teurer, also über 600 Euro. Für einen so großen Garmin ist das schon ein gesenkter Preis, auch wenn er hoch ist.

2. Die Warnungen kann man auch abstellen. Das geht über Einstellungen/ Fahrerassistenz/ Warnungen für Fahrer. Außerdem sind die Warnungen auch weg, wenn man eine OSM Karte verwendet. Bei Tomtom geht das z. B. nicht.

3. Die akustische Warnung kann man aber auch so ganz einfach abstellen. Ich fahre allerdings generell ohne Sprachansagen, daher muss ich noch mal schauen. Im Auto ging's, einfach in der Software den Lautsprecher stummschalten. Okay, dann könnten alle Ansagen aus sein.

3. Schaltet man in der Kartenverwaltung um auf Garmin OpenTopo oder Garmin OSM Freizeitkarte, dann ist das alles sowieso weg. Die Karten sind auch empfehlenswert, müssen aber vorher erst heruntergeladen und installiert werden.
4. Es erscheint schon logisch, das Warnungen, so aktiviert Vorrang vor Musik etc. haben, aber man müsste sie auch komplett ausschalten können, das ist sicherlich ein Fehler, der durch Updates noch behoben werden wird.

Ich hake mal nach,

Lieben Gruß,

Markus

Kommentar von Kirsten | 12.06.2020

Also die Geschichte: Bis vor kurzen sind Thomas und ich (also jede*r auf eigenem Motorrad) immer noch mit Karte und Ortschaftenliste auf dem Tankrucksack gefahren. Wie vor 30 Jahren. Aber frau wird ja nicht jünger und letztes Jahr hatte ich einen Unfall weil ich zu lange auf der klein geschriebenen Karte nach dem richtigen Weg gesucht habe (meine Augen brauchen inzwischen etwas länger zum ScharfstellenJ) während ich fuhr und plötzlich stand das Auto, was gerade noch fuhr vor mir und ich musste eine Vollbremsung machen und Vorderreifen blockierte und so rutschte ich über die Straße mit dem Motorrad über mir. Zum Glück ist nichts richtig Schlimmes passiert. Jedenfalls haben wir uns nun ein TomTom Rider 550 vor ca. 2 Wochen gekauft und dachten lieber ein bisschen Geld ausgeben und dafür sicher fahren. Auf der ersten Tour waren wir so semi zufrieden. Kann aber auch daran liegen, dass wir uns in diese Umfangreiche Technik die das alles mit sich bringt erst richtig einarbeiten müssen. TomTom mit Handy Mydrive und SenaHeadset koppeln war schon eine Herausforderung. Dann ließen sich Touren aus dem Netz mit GPS Daten nicht richtig runterladen. Auf der Tour hatte ich zwischendurch mal die Suche nach einer Tankstelle eingegeben, danach wollte das TomTom uns immer zurück zum Start anstatt ans Ziel führen. Kurvenreiche Strecke waren dann Kurven in Ortschaften. Das kostete alles Energie und hat nicht soviel Spaß gemacht. Wir sind ja eher so Hobbyfahrer und beschäftigen uns nicht so viel mit den ganzen Zubehörmöglichkeiten. So wusste ich gar nicht, dass es auch gute Navi-Apps fürs Smartphone gibt. Und nun stehen wir vor der großen Entscheidung. Sollen wir den TomTom zurückschicken, denn der kostete über 300 Euro und stattdessen lieber auf Calimoto als App setzen? Was wahrscheinlich doch einiges an Geld sparen würde. Was ist besser? Ein „richtiges“ Navi wie TomTom oder bringt es die App auch? Kann man die App bei Sonne auf dem Handy erkennen? Wie ist es mit Stromverbrauch? Macht das Handy das überhaupt bei Tagestouren so lange mit? Läuft die App auch offline ohne Probleme? Auch wenn ich zwischendurch neu programmieren muss? Oder ist das TomTom Rider 550 sein teures Geld tatsächlich wert? Fragen über Fragen… Und du bist doch der Fachmann, der seit Jahrzehnten mit dem Motorrad reist. Kannst du mir einen Tipp geben? Wie würdest du an meiner Stelle entscheiden?

Antwort von Markus Golletz

Ich kann euch da ein paar Tipps geben. Ich muss aber vorher sagen, das ich auf Garmin stehe und von den Navi Apps noch nicht so viel halte.
Den TomTom 550 habe ich auch gerade da und er liegt praktisch nur rum. Tomtom hat keine topografische Karten und dann fährt man auch nur nach einem Strich, was nicht sehr erquicklich ist.
 
Ich bin nämlich ein Fan von echten Informationen, zu wissen, was rechts und links der Straße ist. Ein wenig sollte man sich seine natürliche Orientierungsfähigkeit auch erhalten und das Navi z. B. auf genordete Karte stellen, damit sich nicht ständig alles dreht.
 
Garmin kann im Vergleich zu TomTom auch kostenlose Openstreetmaps anzeigen (OSM), kann das gängige gpx Format einfach importieren und ist für mich daher das Mittel zur Wahl. Günstig geht allerdings anders, das neue Topgerät Zumo XT kostet 500 Euro:
 
Calimoto routet noch immer nicht über Schotter, fährt riesige Umwege und hat ein Tarif- Abosystem was ganz schön ausgefeilt ist und dir andauern Geld abzockt. Ohne Nachladen halten die meisten Handys nur 4 Stunden bei GPS Gebrauch und die USB Schnittstellen gehen ggf. kaputt, wenn sie öfters auf dem Motorrad genutzt werden.
 
Der Zumo XT hat nun auch ein echt helles Display und ist auch wegen seiner Größe (5,5 Zoll) gut zu bedienen.
Ich fahre ohne Sena und Headset, weil mit das einfach zu nervig ist und zu viel Information. Eine Karte nehme ich zum Überblick trotzdem mit (Mittlerweile ADFC Radkarten 1: 75 000 oder eben die 200 000 Generalkarte, wenn es weiter weg geht.
 
Calimoto hat Offlinekarten, die allerdings viel Platz auf dem Telefon einnehmen. Bis vor kurzem musste man aber zur Adressauswahl kurz online gehen, damit Calimoto das Ziel findet. Das finde ich unpraktisch.
Die Zumos 396, 595, 590 etc. funktionieren ähnlich, haben aber jeweils ein kleineres dunkleres nicht kapazitives Display. Kann man auch probieren, weil gebraucht erhältlich und günstiger.
 
TomTom hat zwar nachgelegt, ist schnell in der Berechnung, bietet aber wenig Karteninfos und Kompatibilität.

Kommentar von Günther | 01.06.2020

Suche auf dieser Seite:
"Halterung: alt (oben) und neu (unten) Zumo XT."

Kommentar von Günther | 01.06.2020

Die Grundplatte bleibt. Alte Halterung(Adapterplatte) abschrauben und neu anschrauben. Der Lochabstand passt. Ich habe das bei meiner KTM-Garmin-Halterung genauso gemacht. Leider geht hier kein Bild anzuhängen

Antwort von Markus Golletz

Bild bitte an redaktion@motorradreisefuehrer.de!

Die Ram Mount Halterung mit Kugelkopf bleibt, aber der Stromanschluss ist völlig anders. Bin gespannt auf das Bild!

Markus

Kommentar von Henning | 31.05.2020

Guten Tag,
kann mir jemand erklären, ob das neue Zumo XT in eine vorhande Garmin-Motorrad-Halterung passt, an dem bereits ein altes Zumo 660 oder auch Zumo 595 oder auch BMW Navigator 6 betrieben wurde.
Da das neue Zumo XT ist gegenüber dem Zumo 595 bzw. BMW-Navigator 6 deutlich weiterentwickelt ist, liebäugele ich mit dem neuen XT. Doch geht dies nur, wenn es sich wenigsten an eine vorhande Garmin-Halterung adapieren lässt, auch wenn ich dabei auf die Funktionen des BMW-Multicontrolers am linken Lenkgriff verzichten muss.
Eine Bastel-Lösung, ein Zumo XT separat am Lenker per zusätzlicher Halterung anzubringen kommt für mich nicht in Frage.

Antwort von Markus Golletz

Hallo Henning, leider nein, Garmin hat eine neue Halterung konzipiert, siehe Artikel. Vielleicht gibt es ja bald einen Adapter. Markus
Letzte Änderung: 13.07.2020
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