Die CANON EOS 80D — ein gutes Angebot

80D und alte 7D im Größenvergleich
80D und alte 7D im Größenvergleich
Erscheinungstermin: Mai 2016 

 

D

ie Kamera passt gut in die Historie der zweistelligen EOS Kameras. Nur konsequent ist die Weiterentwicklung des Touch-Displays und die Verbesserung des High-ISO-Rauschens.

 

Das ist bei allen DSLR Kameras neueren Datums nur noch sehr wenig ausgeprägt anzutreffen. Viel teurere Kameras werden dadurch ein ganzes Stück entwertet. Für Neueinsteiger eröffnen sich dabei sehr gute und preisgünstige Möglichkeiten in die available Light Fotografie einzusteigen.

 

Eine lichterbetonte Belichtungsmessung, wie bei einigen Nikon Kameras, gibt es leider nicht, dafür eine Menge Motivprogramme, die hier Special-Scene-Modi genannt werden und zusätzliche Kreativfilter, sowie die üblichen Bildstile. Damit hat man schon auf der Kamera eine ganze Menge zusätzlicher Gestaltungsmöglichkeiten. Möglichkeiten, die lange Zeit verpönt und unprofessionell galten, aber irgendwie nice-to-have sind.

 

Das bei Canon nun auch Intervallaufnahmen möglich sind, wird Motorradfotografen ebenso interessieren, wie das komplett dreh- und schwenkbare Display. Leider ist die Bedienung mit dem App EOS Remote noch nicht möglich, wird vermutlich aber noch nachgereicht. So bleibt für die entfernten ‚Motorrad-Selfis‘ nur der externe Fernauslöser oder eben die Intervallfunktion.

 

Die Akkureichweite wird mit 860-960 Aufnahmen angegeben und erscheint realistisch. Das reicht dem normalen Fotografen auch für einen Kurzurlaub. Ein Ersatzakku (LP-E6N kostet zwischen 70 EUR (original) oder die Hälfte im Zubehör. Übrigens: die wohl leistungsfähigste APS-C (DX) Kamera, die Nikon D500, hält nicht so lange durch.

Um Dynamikumfang und Hell-Dunkel Kontraste einzustellen, gibt es bei Canon die 4-stufige automatische Belichtungsoptimierung (Vergleichbar mit Nikons Active D-Lighting). Detailzeichnung in hellen Partien können so verbessert werden, ebenso wie allzu schwarze Schatten.

 

Schon in der Kamera ist eine Größenanpassung der Bilder möglich, Tiefpassfilter und ein einfacher Staub- Spritzwasserschutz gehören bei der 80D auch zum Lieferumfang.

 

Etwas ärgerlich ist für konservative Canon DSLR Fotografen der Wegfall des viel geliebten Multikontrollers. Wenn ich mich an meine erste Canon DSLR erinnere, war das Handling, die Ergonomie mit Daumenrad und Multikontroller ein echter Kaufgrund. Nun ist er weg, der Daumen sucht danach und findet etwas weiter weg einen runden Wippschalter.

 

Das Neue ist der Feind des Guten

 

Entscheidende Kriterien sind für uns immer Bildqualität und Handling/Ergonomie. Daher auch der Hang zu klassischen DSLR Kameras mit optischen Suchern. Bis auf das angesprochene Manko mit dem weggefallenen Multikontroller ist die 80D ganz vorne mit dabei. Was die Bildqualität angeht, schlägt sie alte Canon Kameras wie die EOS 7D und ist mindestens gleichauf mit der EOS 7D Mark II.

 

Plus

  • geringerer Akkuverbrauch als z. B. Nikon D500
  • Gute Treffsicherheit des AF (Dual Pixel CMOS AF mit 45 Kreuzsensoren)

    Bis zu 7 Serienbilder pro Sekunde

  • Elektronisch gesteuerter Schlitzverschluss (mittlerweile Standard)
  • Intervallaufnahmen möglich
  • hochwertiges Magnesium Gehäuse, rauscharmer 24,2 Megapixel Sensor

    ISO 100-16.000, erweiterbar auf 25.600

  • Eingebauter Aufhellbliz (LZ 12)

 

Minus

  • Wegfall des Multicontrollers
  • Nur SD-Kartenslot
  • EOS Remote / Camera Connect App funktioniert (noch) nicht mit der neuen Kamera
  • Gutes Setobjektiv. Geeignet für Power Zoom Adapter (149 €) für ruckelfreie motorsierte Bedienung, fernsteuerbar
Letzte Änderung: 21.08.2017
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