NEWS, Tests & Werksbesuche in Italien

Tour zu den Motorradwerken Italiens 2016, 2013 und 2009



In Norditalien liegen fast alle Produktionsstätten des italienischen Motoradbaus. Im 'Land der Motoren' (oder 'Silicon Valley') kommt man in Kontakt mit viel Leidenschaft, Herzblut und unkonventionellen Lösungen. Stolz und Lokalkolorit führen zu einer hohen Fertigungstiefe; die meisten Zulieferer kommen aus Italien. 2016 gibt es ein paar Änderungen, denn auch der Anteil von Zulieferern aus China steigt. Trotzdem werden die Motorräder in Italien gebaut.
Die Landkarte ist gepflastert davon, zwischendrin immer wieder auch noch eine Automobile Traumfabrik wie Ferrari oder Lamborghini und Maserati. 2009 machten wir uns das erste Mal auf, diesen Herstellungsorten einen Besuch abzustatten, 2013 war die Zeit reif, ein Update einzuholen. Dabei besuchten wir u.a. TM-Racing in Pesaro, Fantic, Umberto Borile und die legendären Vertemati Brüder. Im Juli 2016 fahren wir mit einer 650er SWM Enduro und einer 1200 Ducati Monster von Zupin (Chiemsee) zur heutigen SWM Produktionsstätte in Biandronno bei Varese und ziehen einen historischen Vergleich. Auf dem Weg besuchen wir weitere Zuliefer- und Motorrad-Zubehör Betriebe.

 

Hier zum Blog, bzw. der englischen Version von 2009:

[BLOG: Achtung, ggf. von unten nach oben lesen!]

 

Die vorherigen Werksbesuche von Markus Golletz und Jörg Jeske führten im Juli 2013 und zu Ostern 2009 (siehe Blog weiter unten) zu den Werken von Moto Guzzi, Husqvarna, Cagiva, Gilera, Vertemati, MV Agusta, Moto Morini, Ducati, NCR, Aprilia, Bimota, TM-Racing, Umberto Borile, Yamaha Italia und Benelli. Viel Spaß beim aktuellen Blog! 


Der »Italienische-Motorradwerke-Blog« als RSS-Feed  tl_files/templatepicts/feed.gif

 

Italienische Motorradnews, Blog seit 2009



25.03.2020 14:34 von Markus Golletz

Corona-Kriese in Italiens Werken

Produktionsstopp bei SWM wegen Corona?
Produktionsstopp bei SWM wegen Corona?

 

Bei SWM wurde bis vor kurzem noch gearbeitet, Yamaha Italien, KTM in Italien und Sherco in Nimes haben den Betrieb eingestellt. Ducati scheint noch geöffnet. In Deutschland gibt es unterschiedliche Regelungen, allein ob Motorradgeschäfte offen sein dürfen. In Bayern derzeit ja, in NRW nein. Doch alles kann sich noch schnell ändern. Wenn selbst VW für 14 Tage dicht macht, werden wir wohl noch lange warten können, bis sich der italienische Motorradmarkt wieder erholt. Chinesische Investoren haben viele Marken Italiens fest im Griff und und es sieht nicht danach aus, als dass viele kleine Italienische Marken selbst wieder auf die Beine kommen. Warten wir es ab. Im Sommer wollten wir eigentlich mit einer Yamaha T7 nach Norditalien reisen. Ich verwerfe die Idee noch nicht ganz, aber durch die aktuellen Ereignisse, gerade in der Lombardei, wird die Reportagetour eine ganz andere Ausrichtung bekommen.

 



21.01.2020 12:17 von Markus Golletz

Italobike bald Chinamotorrad?

Made in EuroChina

Leoncino made by QJ
Leoncino made by QJ

 

Kommen in Zukunft immer mehr italienische Motorräder aus China? Betamotor hat neuerdings Zontes (Tayo Motorcycle) unter Vertrag CFMoto ist zu 49% von KTM übernommen worden, künftig werden die 790er Motoren und folgende dort gefertigt werden. Zhongshen ist Motorenhersteller für Piaggio-Produkte und aktuell bzw. in Zukunft auch bei Harley-Davidson und Norton im Gespräch. SWM wird geführt vom Shineray-Konzern, der auch Mash-Motorräder herstellt, jüngst auch eine 650er Dirt Track mit Honda Dominator-Lizenz-Motor mit rund 40 PS.

 

Die großen chinesischen Hersteller wie Loncin oder Zhenjiang Qianjiang Motorcycle (QJ) beliefern seit Jahren BMW, Benelli oder Harley-Davidson. Letztere überlegen noch, groß einzusteigen. Eigentumsverhältnisse ändern sich schnell, wie im Falle von Benelli, Moto Morini, oder Husqvarna/SWM. Selbst Honda stellt bei Jialing und Yamaha bei Jianshe her. Bereits eit 2007 wurden die 650er BMW Einzylinder bei Loncin gebaut, neuerdings hat der schwächelnde Edelbike Hersteller MV Agusta Absichten, bei Loncin italienische Zweizylinder fertigen zu lassen. Was würde Claudio Castiglioni dazu sagen? Wird jeglicher lokal Kolorit den Wirtschaftsliberalismus geopfert oder ist es ein Überlebenskampf?

 


Die SWM Gran Milano 440 (Euro 3) ist noch günstig zu bekommen. Das China Bike funktioniert, hat aber kein ABS

Im Tourenfahrer 2 2020 sind noch mehr von diesen Italienisch-, Japanisch-, Chinesischen Jointventures beschrieben, es gibt kaum noch eine italienische Marke, die nicht in China einkauft, oder eingekauft wurde.


Loncin DS 8 Adventure mit (Ex-)BMW G 650 Motor (2017)

Die Loncin CR9 oder wie 2017 vorgestellt, die DS 8 Adventure mit G-650er Motor ist eine Überraschung, die vielleicht wieder nach Europa schwappen könnte. Doch wo ist eigentlich der Husqvarna TR 650 Terra Enduro Motor, der auf den G-650 Singel basiert? Das italienische Motorrad mit (erstmalig mit ABS) ging damals 2013 in der Konkursmasse zwischen BMW, KTM, Shineray und Zupin unter und verschwand. Schade eigentlich.

 


QJ-Benelli Trek 502 Bestseller in Italien: 100% made in China

 

Auch der schwächelnde Hersteller Moto Morini wurde nach mehreren Rettungsversuchen (MR berichtete) jüngst von der Zhongneng Vehicle Group übernommen. Mit Erfolg, denn so konnten zumindest das Motorenkonzept von Franco Lambertini vorerst gerettet werden. Firmensitz, bleibt zunächst noch in Italien, von Benelli ist nur noch das Centro Stile übrig in Pesaro.

 





Die Behauptung, das einige chinesische Hersteller 'nur kopieren' ist nicht von der Hand zu weisen, wie am aktuellen Zontes-Modell, z. B. der T 310 eindrücklich zu sehen ist (Bild oben). Vielleicht ist sie aber kein schlechtes Motorrad deswegen. Beta vertreibt Zontes seit 2019 und bietet damit aber anscheinend attraktive und preisgünstige Motorräder an.

Genaugenommen ist kopieren und weiterentwickeln ein ganz normaler wissenschaftlicher Akt, solange man dabei einige rechtliche Gegebenheiten berücksichtigt...

Für den Bau gelungener Motorräder war es bisher immer wichtig, dass in einem industriellen oder handwerklich geprägten Umfeld eine ambitionierte Belegschaft zusammen kam und mit etwas Forschungs-Gabe und Ingenieurskunst ein am Markt gefragtes Bike bauten. Nun droht die Sinn-stiftende Fertigungstiefe abzuflachen, denn wenn zukünftig 'Bikes Made in Italy' dort maximal zusammengeschraubt werden, dann fehlt es an Identifizierungspunkten. Lokaler Kolorit und der Tradition des italienischen Motorradbaus blieben auf der Strecke. Führende Hersteller schaffen es mit einer entsprechenden Marketing- und PR-Strategie diesen Punkt zu überspielen. Genaugenommen waren es sogar BMW und KTM, die als erstes asiatische Märkte erschlossen. Da stört es dann nicht, wenn die Bayrischen Motorenwerke schon seit den Nullerjahren Motoren bei Loncin fertigen ließen (BMW G 650 Enduro). Ob Triumph seinen Union Jack auf Motorräder aus Thailand klebt, bayrisches Blau-Weiß auf eigentlich komplett in China gebauten Motorräder (F 850 GS, etc) klebt — all das scheint dann auch nicht mehr so wichtig, wenn es die Großen tun und entsprechend vermarkten. Es ist aber durchaus eine Verblendung, den man spätestens, wenn man den anvisierten europäischen Preis bezahlt, bemerkt.

 

 

Wird gerne ausgeblendet

Von Wohlstands-Chauvinismus sollte kaum die Rede sein, denn obwohl japanische Motorräder in den '70 Jahren den europäischen Markt eroberten und anfänglich über Nippon-Bikes ähnlich abfällig geredet wurde, gehören sie heute fest zum Motorrad-Kulturerbe. Dennoch ist einiges anders: Damals waren es die japanischen Hersteller, heute sind es Europäische, die sich günstige Fertigungskapazitäten in fernen Ländern sichern. Wie steht es dort nur mit Umweltstandarts-, Menschenrechten und fairer Bezahlung? Dazu findet man weniger Aussagen.


Nebulös: wo wird die Moto Morini Milano denn nun hergestellt?

 

Ein neuer Stern am italienischen Motorrad-Himmel ist die 2014 gegründete Firma Energica die zu 100% auf Elektromotorräder setzt — jüngst mit der Energica Ribelle. Sie scheinen das Dogma der schnellen Verbrenner brechen zu können, erhöhen die Reichweite und brechen alle Speed-Rekorde. Wenn da nicht noch das Problem mit der schnellen Ladung und nachhaltiger Haltbarkeit wäre. Vielleicht bekommt man auch das bald in den Griff.



Quo Vadis also italienischer Motorradmarkt?

 

Global Player wie BMW Harley-Davidson, Honda, Yamaha, KTM, Norton oder Piaggio haben ihren Claim bereits abgesteckt. Bei der Aufzählung wird schnell klar, dass es sich längst nicht nur um italienische Hersteller handelt. Wie eigentlich immer, haben die großen der Branche bereits zuerst reagiert. Wir sind gespannt was Ducati, Moto-Guzzi, Aprilia und andere in nächster Zeit unternehmen werden. In den 125ern von Aprilia, Zündapp, Mondial, KSR etc. steckt jedenfalls schon der gleiche 125er Motor von Zongshen. Doch viele Italienische Marken sind fragiler als die großen Europäer, sie werden einfach gekauft oder übernommen. In Italien herrscht derzeit Ausverkauf.

 


Italienische Motorradwerke (eigene Karte): Bald alle Chinesisch?


08.11.2019 09:36 von Markus Golletz

Return of Moto Morini?

Moto Morini Milano Ltd Edition
Moto Morini Milano Ltd Edition

 

Moto Morinistartet mit neuem Inhaber durch: Völlig neu ist die X-CAPE 649, eine moderate eigenständige Reiseenduro. Sie sieht auf der Messe noch etwas unfertig aus (Dashboard fehlte). Der Tank soll angeblich 25 Liter fassen (?). Der R2 Motor mit 48 PS stammt sicherlich nicht wie alles andere '100% handmade in Italy' - aus Italien. Es wäre eine schnelle Entwicklungszeit und neue Motoren aus der Feder vom Moto Morini Gott Fanco Lambertini wird es so schnell nicht mehr geben. Der Markenname Moto Morini wurde 2017 vom chinesischen Motorradhersteller Zhongneng gekauft (s.u.).

Allmählich sickern weitere Details durch. Es gibt auch noch das 6 1/2 Model Seiemmezza, das vom selben Motor angefeuert wird: einem Kawasaki Z 650 Lizensbau, einem gedrosselten Twinmotor, der früher auch in den Modellen KLE, ER5 und LTD zu finden war.

  • weitere Infos hier (Heise Autos)

 


Markant und Unbekannt: Was bauen die Chinesen da und was für ein Motor hat es?

 

Doch die X-Cape ist nicht das einzige neue Modell, das auf der EICMA zu finden ist. Auf Franco Lambertinis Erbe gewachsen sind die Modelle SCRABMLER 1200 und das wunderschön gezeichnetete Retrobike MILANO LIMITED EDITION (30 Stück), die trotz ihres großen Corsaro Motors an die 31⁄2 Moto Moroin Modelle der 1973er Jahre erinnern sollen. Wunderschöner Auspuff und Tank-Deko, einfache Linienführung zu einem vermutlich astronomischen Preis.

 

  • Auch interessant: Kawasaki hat sich mit 49,9 Prozent bei der italienischen Edelschmiede Bimota eingekauft. Daher präsentiert der vormals angeschlagene Edel-Motorradbauer aus Rimini auf der EICMA eine Kompressor aufgeladenen Kawasaki H2 mit Achsschenkel-Lenkung im Stil der Bimota Tesi. Der Motor: Ein 998 Kubikzentimeter großer Kawasaki-Reihenvierzylinder, der es in der H2 mit Straßenzulassung auf 231 PS bringt.

 


Ein Original: Moto Morini vom Konstrukteuer Franco Lambertini ab 1973

 

Jüngere Moto Morini Geschichte

  • 1937 von Alfonso Morini gegründet
  • Besitz der Castiglioni-Brüdern ab 1986 (Cagiva-Gruppe) bis 1991
  • In der Zeit des Nicht bestehen werden Einflüsse aus dem Berlusconi-Clan. Silvios Bruder Paolo steht auf der langen Eigentümerliste des ehemaligen Traditionskonzerns
  • Verkauf an Motori Franco Morini 1999
  • 2004: Produktion in Casalecchio di Reno der von Franco Lambertini neu entworfenen 9 ½ und später auch Corsaro 1200
  • Pleite unter Eagle Bike in die Pleite
  • Fonds Autjann S.R.L. versucht eine Wiederbelebung
  • Das chinesische Großunternehmen Zhongneng Vehicle Group kauft Moto Morini (ZNEN) 2017
  • 2019: Internetauftritt mit neuen Modellen in Mailand

 

 



02.05.2019 21:08 von Markus Golletz

Tacita eBike Enduro

Wassergekühlte E-Bikes mit Gangschaltung

Tacita E-Enduro Made in Italy
Tacita E-Enduro Made in Italy

 

Ungewöhnlich sind die Gangschaltung und der Wasserkühler an einem Elektrik Bike. Das soll ein eBike sein? Tatsächlich. Pierpaolo lässt mich einfach fahren, auf dem Expogelände in Hannover, ohne Absperrung, einfach so. Der Italiener aus Turin hat sich den e-Bikes verschworen, für Enduros schlägt sein Herz und die Tacita's sind einzigartig und angeblich auch bezahlbar. Seine Konstruktion ist besonders wegen der Gangschaltung und der Wasserkühlung. Eine hydraulische Kupplung wird per Daumenhebel am linken Lenkerende betätigt. Warum die Gangschaltung? Damit man im Gelände auch Spaß hat, sagt Pierpaulo. Trotz e-Bike Drehmoment will man es im Sand richtig krachen lassen und dazu braucht es auf Rallys und im Gelände eben eine Gangschaltung. Die Wasserkühlung dient dazu, die Performance auch beständig zu erhalten.

 

 
Tacita Fabrik nahe Turin

 

Pierpaolo Rigo ist früher Endurorennen gefahren daher schlägt sein Engagement für die Offroader. Sein Umweltbewusstsein ist die Triebfeder für die Entwicklung der Tacita Bikes. Ca 90% der Bikes gehen in die USA, dort gibt es eine gut gehende Filiale in Miami. Wahr geworden sind die e-Bikes mittels modernen CNC Maschinen und 3D-Druckern. Fast alle Teile stammen aus Italien, 50 Bikes wurden 2018 produziert und verkauft.Neustes Modell ist die leistungsfähige T-Cruise, ein der Diavel-Ducati nicht unähnliches e-Bike. Alle Bikes sind baukasten-mäßig mit verschiedenen Motorisierungen zu bekommen: 9, 18, 27 kWh, die Enduro soll es auch mit 34 kWh geben. Preise liegen zwischen 12- und 24.500€.

In Kürze mehr dazu auf Motorradreisefuehrer.de.

 


Kraftwerk: Wassergekühlter E-Motor mit 34 kw

 

Informationen

 

 

Besonderheiten:

  • 34 kw Motor mit gefrästen Teilen, Kupplung und Schaltgetriebe.
  • Verschiedene Akku-Varianten Lithium-Polymer verfügbar (19 kg)
  • Alles legal und homologiert
  • Rahmen ähnlich KTM
  • Marzocchi Gabel

 

 

Fahreindrücke:

Zwei Mappings: das Power-Mapping liefert volle Leistung. Durch den 19 kg Akku in Form eines Kühler-Lufthutzens etwas gewöhnungsbedürftig um die hohe Lenkachse herum. In Kombination mit der auf Kundenwunsch eingebauten schwereren Doppelscheibenbremse im Vorderrad zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Langsam fahren gelingt genau wie um die Kurve wetzen. Highlight ist tatsächlich die Schaltung und das dadurch mögliche noch leisere fahren. Macht Lust auf mehr. 

 

 


Probegefahren: Leider nur auf dem Expogelände zu Hannover


13.02.2019 14:31 von Markus Golletz

Patentstreit zwischen Alpinestars und Dainese eskaliert (D)

Tech-Air vs D-Air
Tech-Air vs D-Air: Patentstreit

Zwei Statements machen in dieser Vorsaison von sich Reden: Dainese und Alpinestars haben sich in einem Patentstreit verbissen, der den Bikern überhaupt nichts bringt. Beide Produkte sind gut und wurden in vielen langwierigen Entwicklungsschritten zur Serienreife gebracht. Nun gibt es ein vorläufiges Urteil für Deutschland gegen das Alpinestars vor dem Bundesgerichtshof Berufung einlegen wird. Dainese behauptet, das hätte auch Konsequenzen für den Verkauf in Italien, Frankreich und Großbritannien.
Verbraucher werden das möglicherweise an den Preisen der Produkte zur spüren bekommen.

 

Dainese:

MÜNCHNER BERUFUNGSGERICHT: PATENTVERLETZUNGSENTSCHEIDUNG GEGEN ALPINESTARS

 

Nach einem langen Rechtsstreit bestätigte auch das Oberlandesgericht München (dem Urteil des Landgerichts München I vom August 2017 folgend) mit Berufungsurteil vom 7. Februar 2019, dass die Tech-Air Street Airbag Weste (für den Straßengebrauch) und die Tech-Air Racing Airbag Weste (für Rennfahren und Straßengebrauch), die von Alpinestars hergestellt und vertrieben werden, den deutschen Teil des europäischen Patents EP 2 412 257 B1 von Dainese verletzen.

 

Die Entscheidung erfolgte, nachdem das Bundespatentgericht zuvor bereits die Rechtsbeständigkeit dieses Patents in einem separaten Patentnichtigkeitsverfahren bestätigt hat; ein Urteil, gegen das Alpinestars Berufung eingelegt hat. Das nun erlangte Urteil des Oberlandesgerichts München im Verletzungsverfahren ist nur noch über eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof anfechtbar.

 

Das Oberlandesgericht München hat mit einem vollstreckbaren Urteil, mit dem es in den Kernfragen des Verfahrens zugunsten von Dainese entschieden hat, folgendes angeordnet:

 

  • Alpinestars muss die Vermarktung der Tech-Air Street Airbag Westen und Tech-Air Racing Airbag Westen in Deutschland ab sofort unterlassen.
  • Alpinestars muss die seit dem 1. Juli 2015 gelieferten Westen, die sich noch im Besitz von gewerblichen Kunden in Deutschland befinden, zurückzurufen.
  • Alpinestars soll Dainese alle Schäden ersetzen, die durch den Verkauf der patentverletzenden Westen in Deutschland seit dem 1. Juli 2015 entstanden sind.

 

Diese Entscheidung bedeutet einen großen Erfolg für Dainese in einem umfangreichen Patentstreit gegen Alpinestars in Italien, Deutschland, Großbritannien und Frankreich.

Alpinestars:

Erklärung zum Patentverletzungsurteil des Oberlandesgerichts München

 

Am 7. Februar 2019 erließ das Oberlandesgericht München ein Urteil, in dem die Behauptung bestätigt wurde, dass die Tech-Air®-Weste von Alpinestars das von Dainese S.p.A. gehaltene Patent EP 2 412 257 B1 verletzt. Alpinestars möchte klar stellen, dass dieses Verfahren niemals den Kern der Tech-Air®-Technologie von Alpinestars betraf; zu keinem Zeitpunkt, sei es in der Vergangenheit oder in der Gegenwart, betraf ein Verfahren oder eine Patentverletzung die elektronische Verwaltung, den Algorithmus oder den Auslösemechanismus oder einen anderen Teil von Alpinestars einzigartiger und fortschrittlicher Tech-Air®-Technologie.

 

Darüber hinaus beschränkt sich dieses Urteil nur auf das Gebiet Deutschlands. Es hat keinerlei Einfluss auf andere Gebiete innerhalb Europas oder des weiteren Weltmarktes, in denen Tech-Air® im gesamten Händlernetz von Alpinestars erhältlich ist.

 

Ursprünglich hat Dainese die Verletzung von drei Patenten in Deutschland behauptet. Keines dieser Patente bezieht sich auf die Tech-Air®-Technologie: Eine Klage wurde am 22. Dezember 2016 von Dainese zurückgenommen, die sich auf das Patent EP 2 373 188 bezog, nachdem dieses Patent durch das Europäische Patentamt widerrufen wurde. Die restlichen zwei Patente wurden in Deutschland angefochten. Das zweite, EP 2 373 190, das nur einige spezifische Merkmale des in der Tech-Air®-Weste verwendeten Luftsacks betrifft, wurde am 15. Mai 2018 vom Bundespatentgericht vollumfänglich für nichtig erklärt.

 

Dainese legte gegen diese Entscheidung Berufung ein. Das dritte, EP 2 412 257 B1, das sich auf die allgemeine Unterbringung einer aufblasbaren Luftsackkonstruktion in einer „Tasche“ eines Kleidungsstücks mit elastischen Einsätzen bezieht, betrifft den Punkt, zu dem der Patentverletzungsanspruch letzte Woche bestätigt wurde. Sobald das Gericht das vollständige schriftliche Urteil zugestellt hat, wird Alpinestars die Einzelheiten prüfen, bevor eine Entscheidung über die nächsten Schritte getroffen wird.

 

Alpinestars muss darauf hinweisen, dass ein Rechtsmittel gegen die Gültigkeit dieses Patents (EP 2 412 257 B1) beim Bundesgerichtshof eingelegt worden ist. Wie im Laufe dieser rechtlichen Verfahren durchgängig betont wurde, respektiert Alpinestars die geistigen Eigentumsrechte Dritter und hält diese in vollem Umfang ein und erwartet dies auch in Bezug auf seine eigenen geistigen Eigentumsrechte. Die hoch innovativen Tech-Air®-Produkte von Alpinestars basieren auf jahrelanger Forschung und Entwicklung im eigenen Haus, die von einem eigenen Team führender Forschungs- und Entwicklungsmitarbeiter durchgeführt wurden. Seit dem Beginn des Tech-Air®-Projekts, das im Jahr 2001 begann, war das von Alpinestars hartnäckig verfolgte Ziel die Freiheit, mit fortschrittlichsten Innovationen zum Leistungsschutz zu fahren, und das Ergebnis ist eine einzigartige fortschrittliche und leistungsfähige Technologie.

 

Tech-Air® ist der weltweit erste Airbag mit vollständigem Oberkörperschutz in einer übertragbaren Weste, die ein völlig unabhängiges elektronisches Managementsystem enthält, ohne auf externe Vorrichtungen (Sensoren oder GPS) angewiesen zu sein, um eine Unfallerkennung und vollständiges Aufblasen des Airbags vor dem ersten Aufprall zu ermöglichen, duales Laden für die Strecken- und Geländefähigkeit, wie bei der Rallye Dakar 2019 gezeigt wurde.Die Tech-Air®-Produkte von Alpinestars sind ein enorm innovativer Beitrag zur Erhöhung der Fahrsicherheit beim Motorradfahren.

 



26.12.2018 10:47 von Markus Golletz

SWM Varez 125-400 Impressionen (2019)

Neues aus Varese: SWM Modelle 2019

 

Anfang 2018 gab es bereits Gerüchte um Motoren, die SWM bei Moto Morini gekauft haben soll. Aktuell sind ganz andere Themen im Gespräch. Ein eigener Motor mit 300, 400, respektive 125 ccm in einem Motorrad namens Varez 400/125.

 

Varez 125
»Ein jugendlicher Akt mit sehr interessanten technischen Lösungen«, schreibt die lokale Motorradpresse. Formschöne Sitzbank, zentralisierte, schwerpunkt-günstige Massen, viel Platz für den Luftfilter unter dem Tank. Das alles wird demnächst Euro-5 konform werden müssen (2019 noch als EURO 4 ausgeliefert) was 2020 zur Pflicht wird. Als Motoren dienten die genialen 'bialbero' (DOHC) Motoren der RS/SM 125 cc & RS 300/500 RS. Die entstammen in den Grundzügen der italienischen SWM-Ära von Husqvarna ab 2014 SWM.

 

 


Quelle: InSella.it

 

Bei den VA:RE'Z-Modellen fällt die formschöne lange Aluminiumschwingeins Auge, der kleine Gitterrohrrahmen, an den die USD Gabel anschließt und die markanten Bremszangen. All das erinnert an die 395er KTM Modelle, die in Indien hergestellt werden. Vipilen auf italienisch?

Italienisch-Chinesische Freundschaft

Die SWM Varez 125 soll sogar schon ab Frühjahr 2019 mit ihrem wassergekühltem DOHC Motor in Italien lieferbar sein und dort 4.190 Euro kosten.

 

Terra di Moto

Der Serienname VAREZ soll eine Hommage an Varese, als das "Land der Motoren" sein und auf eine neu gegründete Allianz lokal ansässiger Unternehmen der Motorradbranche hinweisen. Das Z entspringt dabei einem lokalen Dialekt.

 

Erweitert wird die Baureihe umgehend noch um eine 300er und 400er Variante der VAREZ. Viel Lokalpatriotismus täuscht nicht darüber hinweg, dass bei vielen anderen Herstellern von 125er die Periode der Einbaumotoren aus China angebrochen ist. Viele 125er kommen von Zongshen, das ist bei Zündapp nicht anders als bei Mondial, Aprilia, Fantic oder neuerdings auch Malaguti (KSR Group). SWM ist bei den 125er noch eine Ausnahme, aber man hat ja auch die Klassik Eintöpfe Gran Milano, Silver Vase und weitere Modellvarianten mit dem 440er Eintopf von Chongqing Shineray Motorcycle im Programm. Shineray bleiben die großen Player im Hintergrund von SWM. Sie produzieren auch u. a. die Mash Motorräder für den Überseemarkt. 

 

Die Anfrage von MR hat ergeben, das die Motoren weiterhin in Italien gefertigt werden. Bei unserem Werksbesuch 2016 hatten wir die Prototyepen schon am Werkstor gesichtet. Der Antrieb der VAREZ Moselle stammt also in den Grundzügen aus der Konzept aus dem Husqvarna-BMW Nachlass, bei den Federungselementen vertraut man weiterhin auf Fastace. Die Gewichte lauten 136 kg für die 125er und 144kg für die 300/400er.

 

 



24.09.2018 15:08 von Markus Golletz

Vespa Elettrica, MV Agusta Brutale RR

Vespa Elettrica 2018
Vespa Elettrica 2018

 

2018ist mal wieder ein Jahr der doppelt besetzen Motorradmessen: EICMA und INTERMOT finden in der selben Jahreszeit im Abstand von 30 Tagen statt. Da die EICMA die größte Zweiradmesse ist, werden die Hersteller ihre Highlights eher dort vorstellen. Zwei Italobikes haben wir uns rausgegriffen: Die Updates zu der Benelli Brutale RR 800 und die erste Elektro-Vespa von Piaggio, die noch in diesem Jahr ausgeliefert werden soll.

 

September 2018 ist der Produktionsstart der Vespa Elettrica in Pontedera / Toscana. Es ist kein großes Geheimnis, das bei Rollern die kleineren Hubräume der europäischen Marken schon längst aus dem entfernten Asien kommen. Doch welchen Hubraum hat so ein kleiner Stromer? Bei der Motorleistung werden Werte zwischen 2-4 Kw Spitzenleistung angegeben, (andere sprechen von 8 Kw), das Elektro-typisch hohe Drehmoment liegt bei satten 200 Nm. An einem E-Roller ist[ naturgemäß alles elektronisch, vor allem die Steuerung des Motormanagements. Von den Werten spielt die Elektrische Wespe eher in der 50 ccm Klasse, der Führerschein A1 (125 ccm) spricht eher für ein kleines Motorrad. Der Preis soll bei 6390€ liegen, wow.

Bei den detaillierten technischen Daten gibt sich Piaggio etwas bedeckt: Da ist werden 'Reifenhöhe' Führerscheinklasse (A1) und Fahrzeughöhe millimetergenau angegeben, echte Fahrzeugdetails erfährt man aber nicht. Die Elettrica wird 130 kg wiegen und auf 12 Zoll Räder rollen, mehr ist eigentlich auf den Datenblättern bisher nicht veröffentlicht. Das Chassis sieht nach Leichtmetall aus, Federungselemente simpel, so wie die hintere Trommelbremse. Vielleicht hat sie wenigstens einen LED Scheinwerfer, das hatte man am E-Roller iONEX von Kymco vermutlich 'aus Kostengründen' weggelassen. Geht auch, nur macht das ein Konzept, bei dem der Kunde nach Innovation und Reichweite fragt (und dabei viel Geld in die Hand nimmt) unglaubwürdig.

 


"Discover the Power ob Silence" Ob sich das durchsetzen wird?

 

Ab Anfang Oktober können die ersten Fahrzeuge bestellt werden. Die Bestellung erfolgt ausschließlich online, so wollen es die Vermarkter bei Piaggio. Die Elettrica wird laut Piaggio im High-End Segment angeboten, was bei Piaggio sicherlich bedeutet, das unter 5-6000€ nichts zu holen ist. Ein stolzer Preis, für einen kleinen Roller, der anscheinend für Hipster und die elektrische Avantgarde gemacht ist, obwohl andere Märkte bereits voll sind von kleinen Stromern.

Als Reichweite kann man von 100 km, das Hybridmodell Elettrica X soll es auf 200 km bringen. Geladen wird der Akku 4 Stunden lang an einer normalen Steckdose, dann soll 'vollgetankt' sein.

 

Infos Vespa Elettrica

 

Brutale 800 RR Sondermodell 'Pirelli'
Brutale 800 RR Sondermodell 'Pirelli'

 

MV Agusta 800 RR Modelle

6 verschiedene MV Agusta Brutale Dreizylinder bietet MV derzeit an. neben der 'einfachen' Brutale 800 sind die anderen eher Sondermodelle. Damit setzt der angeschlagene Konzern einen Trend fort, der nicht mehr auf Masse, sondern auf schon fast Custombike ähnliche Produktion abzielt. Neben dem Grundmodell für 13900€ 'Starting price' steigt der Anfangspreis bei den Sondermodellen schnell auf 20.000€. Zu den Sondereditionen gehören die Brutale 800 RR America, die Brutale 800 RR LH 44 oder die Brutale RC. Auch Pirelli sponsert eine Sondermodell.

 

Was es dafür gibt? Hier ein paar Details aus der Komponentenliste: Sachs- und Marzocchi Federungselemente, einen wunderschönen Gitterrohrrahmen, Brembo Radial-Stopper und ein Trockengewicht von 175 kg, wie es sonst nur Ducati zustande bringt. Der Dreizylinder leistet 103 PS und wurde komplett überarbeitet. Dabei kommt ein neues Getriebe zum Einsatz, elektronische Motorsteuerung und ein verbesserter 'Traktionskontrolle Algorithmus'.

 

 
MV Brutale America: 2018 und 1973

 

Designmäßig ist MV traditionell an vorderster Front. Die America Version knüpft an eine MV von 1973, die 750 S an, das macht was her.

 

In unseren Tests (F4-Zylinder) fiel immer der Spritverbrauch der MV's unangenehm auf. Sonntagsfahrer und Racer machen sich nicht so viel Gedanken darüber, aber wenn man auf gleicher Strecke in Begleitung anderer Motorräder immer das doppelte tankt, wird's schon auffällig. Bei den F4 Modellen ermittelten wir um die 8 Liter (!) bei den 800er Dreizylinder sollen es laut Hersteller 6,7 Liter sein, die EURO 4-konform durch die Ansaugtrichter gurgeln. Mehr dazu nach den Messen EICMA (6.-11.11.2018, Milano) und Intermot (3.-7.10.2018) in Köln.

 



09.08.2018 10:32 von Markus Golletz

Brutale, F3 und RVS 2018 zurück in die Werkstatt

Zurück in die Werkstatt: Brutale, F3 und RVS
Zurück in die Werkstatt: Brutale, F3 und RVS

 

Die im Frühjahr gebauten Modelle  müssen zum Tausch von Gabelteilen zurück in die Werkstatt. Es handelt sich um ein Problem an der Steckachse. Betroffen sind nur Motorräder des Produktionszeitraumes zwischen 12. März und 30. April 2018. Weitere Infos: Bike & Business.



05.07.2018 12:06 von Markus Golletz

Benelli Leoncino 500 Test im Juli 2018

Italobike aus China

Leoncino, das 'Löwchen'
Benelli Leoncino, das 'Löwchen'

 

Seitgesten ist sie da, die lange angekündigte Benelli Leoncino. Benelli, das ist ein großer Name aus dem adriatischen Italien. Doch das 'Löwchen', genau das bedeutet Leoncino, ist eines der ersten Motorräder von Benelli, das komplett in China gebaut wird. Verkauft wird sie hier zu einem Preis, der mit einer 5 vor der Tausend anfängt. All das machte und neugierig, dem kleinen Löwen mal auf die Tatzen zu schauen.

News:

  • Die Benelli 752 S wird im Juni 2019 in den Handel geliefert, der Leoncino 800 / TRK 800 wird nach Auskunft von Benelli voraussichtlich erst 2020 auf den Markt kommen, genau wie die Brixton BX 500

 

Zum spät abendlichen LED Lichttest mit dem Leoncino gleich eine kleine Anekdote. Verkehrskontrolle (keine Papiere dabei, au weia). Dem einen Polizisten gefiel die Benelli so gut, das er gleich mal eine Runde um den Kreisel fahren wollte. Meine Frage, ob er einen Helm brauche, verneinte er.

 

Anscheinend gehen den kleinen Motorrad doch ein paar emotionale Reize aus. Auf den ersten Blick erkennt man ihre Anleihen an die Ducati Scrambler, unverkennbar jedenfalls das italienische Design. Alle Leuchten sind in LED ausgeführt, neben abschaltbaren ABS hat es sich dann aber mit Elektronik, sonst ist vieles Heavy Metal, das zeigt auch die Wage mit 207 kg. Selbst der augenfällige Nummernschildhalter besteht aus mehreren Stahlrohren. 

 

Vom Motor geht sofort ein sonores Twin-Brummen aus, die Auspuffanlage ist aus Edelstahl, Fern-Abblendlicht und Standlicht (kein TFL), sind akzeptabel und tageslicht-weiß.

 

Bei Benelli wächst die Flotte mit dem Motor des Leoncino oder der TRK 502 kontinuierlich, anscheinend hat man Vertrauen in die Motorbaukunst des Mutterkonzerns QJ (Qianjiang), einem großen Hersteller mit über 10.000 Beschäftigten.

2009 besuchten wir in diesem Blog das Benelli-Werk in Pesaro. Damals fand dort noch die Montage statt.

*Alles weitere im MR Benelli Leoncino 500 Testblog!*

 

 

 

Informationen und Links

 

 


Fahrbericht und Details von Motoreetto


04.10.2017 09:20 von Markus Golletz

Mondial Geschichte und neue 125er Motorräder

Schicke 125er mit italo-chinesischen Einbaumotoren

Mondial HPS 125i
Mondial HPS 125i

 

Eine alte italienische Motorradmarke bringt neuerdings stylische 125er auf den Markt. Ende 2016 übernahm die MSA GmbH den Vertrieb für die italienische Traditionsmarke F. B Mondial (F.B. = Fratelli Boselli). Die Marke wurde 1929 von den Boselli Brüdern (Pisanischer Adel) in Mailand gegründet. Es folgte ein Umzug nach Bologna. Ab 1940 etwa war eine erhöhte Produktion mit seinerzeit modernen Produktionsmitteln zu beobachten. 1943 wurde bei der Bombardierung des Bologneser Bahnhofs auch die Fabrik teilweise zerstört. Nach dem II. Weltkrieg setzen die beiden Familien Drusiani und Boselli nach Rekonstruktion des Gebäudes die Produktion fort. So wurde unter den Marken FB Mondial und später Mondial Moto in Folge Motorräder bis 250 ccm gebaut. Piloten wie Nello Pagani, Carlo Ubbiali, Walter Villa, Bruno Ruffo und Tarquinio Provini gewannen auf ihnen (Mondial 48 SS 3M) Titel in den unterschiedlichsten Rennen. Ende der 1950er Jahre, als sich Gilera und Moto Guzzi aus den Wettbewerben zurückzogen, brachte es Mondial auf 10 internationale Rennerfolge.

 

Bei dem Relaunch der Marke 2002/3 wurde ein Modell namens Piega 1000 (Mit Honda VTR 1000 bzw. HRC 1000 SP1 Motor) als Prototyp auf der EICMA vorgestellt, darunter auch die Varianten Piega Evo, RZ Nuda e RZ Starfighter. 2004 musste die Mondial Piega Spa Konkurs anmelden.

 

 zum Test

 

Piero Caronni und später Cesare Galli nahmen sich der Markennamen "Mondial" und "F.B Mondial" an. Seit 2014, so ist beim Importeuer MSA Motor zu lesen, entwickelt und produziert F.B Mondial wieder Motorräder. Zum Start präsentiert MSA zwei neue, Modelle der italienischen Marke: Mondial HPS 125i und SMT 125i. Beide Fahrzeuge bieten feinstes Motorrad-Design im klassisch italienischen Stil und modernste Technik.

 

Mondial SMX 125

 

Die beiden italienischen Webseiten bilden die unterschiedlichen Bauperioden ab:

Mondial Piega von 1998 - 2012 findet man auf der Seite www.mondialmotors.it und die historischen Modelle bis 1998 auf der Seite www.fbmondial.com. Die beiden aktuell in Deutschland lieferbaren Modelle auf der Seite www.fbmondial.de

 

Der deutsche Importeur MSA Motor Sport Accessoires GmbH in Weiden ist neben Kymco und Hyosung auch für Marken wie Quadro, Shad und Fahrrad (Helm) Marken zuständig.

 

Die aktuellen 125er Modelle werden von Vierventil Einspritz-Einzylindern (11 kW) angetrieben und kosten ab 3500€. Die Motoren werden in Italien entworfen und in China gefertigt. Der Name HPS leitet sich von "Hipster"ab. Die Motoren sind eine Lizenzproduktion von Piaggio und werden an identischen Produktionsstätten hergestellt, wo auch Aprilia die RS 125 Modelle und Zündapp seine Einzylinder herstellen lässt. Bei der SMX 125 sind Ähnlichkeiten zur Zündapp ZXM 125 bei Rahmen, Auspuff und Motor kaum zu übersehen. Für 2018 ist ein 250er Einzylinder-Modell zu erwarten, soviel gibt MSA schon bekannt.

 

Infos

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Letzte Änderung: 18.04.2019
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